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«Macht ihr das wegen Schokolade und Käse?»

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Im Fitnesscenter ist es zu voll, der Privattrainer ist zu teuer, und für die einsame Joggingrunde fehlt die Motivation? Mit solchen Ausreden ist es vorbei, seit es «Urban Training» gibt: Die Idee für die Trainingsstunden im öffentlichen städtischen Raum kommt ursprünglich aus Paris. Seit 2011 gibt es das Angebot auch in Freiburg, seit 2012 in Bulle. Insgesamt sind heute 23 Westschweizer Städte dabei.

Einfach und kostenlos

 Der Waadtländer Mathieu Gleyre hat Urban Training in die Schweiz gebracht. «Alle sagen, die Menschen sollten sich mehr bewegen», so der Fitnesscoach, «aber dazu muss man auch Möglichkeiten schaffen.» Urban Training biete für jede und jeden einen einfachen und kostenlosen Zugang zum Sport. Coach und Teilnehmer machen sich dabei das städtische Mobiliar für Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtsübungen zunutze. Jeder Trainingsparcours ist anders, die Varianten unendlich.

Öffentliches Schwitzen

An diesem Montagabend begrüsst Mathieu Gleyre persönlich die Freiburger Trainingsgruppe, die sich beim Georges-Python-Platz besammelt hat. Ein paar aufmunternde Worte, und los geht’s im strammen Marsch die St.-Michaels-Gasse hinauf in Richtung Wallriss. Eine lange Betonbank beim Burg-Schulhaus wird zum ersten Trainingsgerät. Mit Liegestütz-Variationen und anderen Übungen bringt Gleyre die Armmuskeln seiner Schützlinge zum Glühen–nicht das letzte Mal an diesem Abend.

Die nahe gelegenen Claude-Blancpain-Terrassen eignen sich hervorragend für die nächste Übungsserie: Neben Bizeps und Trizeps sind jetzt auch die Oberschenkel gefordert. Zwei vorübergehende Jugendliche wundern sich über die schwitzende und keuchende Gruppe, lachen den Sportlern aber freundlich zu. Ein Velofahrer grüsst im Vorbeifahren grinsend einen Teilnehmer, den er kennt. Bei der nächsten Station ist es endgültig vorbei mit dem Versuch, sich zu verstecken: Partnerübungen für Arme, Rumpf und Beine mitten auf dem Rathausplatz–spätestens jetzt weiss jeder, wie es sich anfühlt, mitten in der Stadt zu trainieren. Ein Gemeinderat auf dem Weg zum Stadthaus freut sich über die sportliche Bevölkerung, während die sich noch rasch am St.-Georg-Brunnen erfrischt und dann das nächste Wegstück in Angriff nimmt.

Via Lausannegasse gelangt die 25-köpfige Gruppe zum Pièce de résistance, der Kollegiumstreppe. Zügig geht es hoch, immer zwei Stufen auf einmal. «Lächeln nicht vergessen», ruft Trainer Gleyre von hinten. Oben freut sich eine Touristin, die gerade die Kollegiumskirche verlassen hat, über die Sportler. «Macht ihr das wegen der Schokolade und dem Käse?», fragt sie im Vorbeigehen. Warum auch immer, ein paar Kalorien schmelzen auch bei den verbleibenden Übungen noch dahin, ehe Mathieu Gleyre seine Gruppe zurück zum Python-Platz führt.

Viele kommen regelmässig

«Bis zum nächsten Mal», tönt es hier und dort. Denn obwohl nicht immer die gleichen Sportler dabei sind–insgesamt sind allein in Freiburg 500 Personen eingeschrieben–kommen viele immer wieder. Es gibt eben kein grösseres, luftigeres und günstigeres Fitnesscenter als das Stadtzentrum.

WeitereUrban-Training-Stundengibt es in Freiburg vom 11. August bis zum 29. September jeden Montag von 18.30 bis 19.30 Uhr. Informationen und Einschreibung unter www.urban-training.ch. EineGratis-Appbietet Trainingstouren durch verschiedene Städte, darunter Freiburg: www.sportcitytour.ch.

Die Freiburger Nachrichten testen für Sie diesen Sommer in einer lockeren Serie aussergewöhnlicheSportarten.

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