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Maieriesli im Garten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn eine Pflanze zugleich edle Eleganz, mädchenhafte Bescheidenheit und glückliche Liebe verkörpert, dann das Maiglöckchen,

Convallaria majalis

. Die glänzend dunkelgrünen Blätter, die wie an einer Schnur aufgefädelten schneeweissen Glöckchenblüten und der unvergleichlich betörende Duft haben einen Charme, dem man sich kaum entziehen kann. Aber Achtung, das putzige Geschöpf täuscht!

Tatsächlich gehört die «Lilie der Täler», wie sie früher botanisch genannt wurde, zu den Lucrezia Borgias unter den Gartenpflanzen – Blätter, Blüten und die orangeroten Beeren im Herbst sind allesamt giftig. Tödlich ist ihr Gift zwar nur, wenn man grosse Mengen davon isst, aber Herzrasen, Erbrechen und Durchfall sind auch nicht so angenehm, wie jene wissen, die sie schon mit Bärlauch verwechselt haben.

Doch wer einmal versucht hat, das Riesli in den Garten zu holen, wird vermutlich festgestellt haben, dass es sich ziert wie ein schüchternes Mädchen. Oft kommt es zögerlich oder gar nicht. Erst nach mehreren Versuchen und gutem Zureden scheint es Vertrauen zu fassen. Vermeintlich! Maiglöckchen brauchen eine Anlaufzeit von einem bis drei Jahren, doch dann wachsen sie zu einem so dichten wurzelfilzigen Teppich heran, dass alles, was schwächer ist als ein Strauch, früher oder später zugewuchert wird. Viel Glück dem, der sie wieder loswerden möchte!

Wer ihnen trotzdem verfallen ist und sie im Garten will, suche eine halbschattige Stelle, an der ein Wucherer erwünscht ist. Direkt daneben sollten keine Rabatten oder Platten sein – sie werden innert kurzer Zeit unterwandert. Besser ist angrenzender Rasen, da die wandernden Ausläufer kurzerhand weggemäht werden, zum Beispiel unter einem grossen Obstbaum. Erstaunlich wenig bekannt sind die verschiedenen Maieriesli-Sorten. Wenn schon, warum dann nicht Albostriatus mit gestreiften oder Silberconfolis mit weissrandigen Blättern oder, etwas extravaganter, die schmutzigrosa blühende Rosea oder die gefüllte Plena? Aber sagen Sie nicht, man hätte Sie nicht gewarnt.

Nicole Häfliger arbeitet im Bereich Gartenberatung/-planung und ist Verfasserin des Buchs «Grüntöne». haefliger@gartenhaende.ch

Ratgeber Garten

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