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«Manchmal würde ich am liebsten den ganzen Camion füllen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

Imbert Zwahlens Garten in Gurmels ist voller Kunstwerke aus Stein. Vom kleinen Huhn, über abstrakte Formen auf Metallstäben bis zu versteinerten Gesichtern – in jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Überragt wird aber alles von einem grossen Findling, der unverrückbar im Rasen liegt.

«Ein super Stein»

«Den Findling habe ich vor über fünf Jahren in einer Kiesgrube bei Arconciel entdeckt», erzählt Zwahlen. Die Oberfläche und die schönen rötlichen Muster des Steins hätten ihn sofort fasziniert. Aufgrund seiner Grösse habe er aber keine Verwendung für den Stein gefunden. «Vergessen habe ich ihn aber nie», so Zwahlen. Als er eines Tages wieder in der Kiesgrube war, bemerkte er, dass der Stein bald zugedeckt wird und damit für immer verloren wäre. «Da habe ich beschlossen, ihn zu holen», erzählt der Steinbildhauer und lächelt zufrieden. Bearbeitet hat er den Stein nicht, nur gewaschen. «Er ist wunderschön, so wie er ist, ein super Stein.»

In Gurmels kennt man Imbert Zwahlen, der im Dorf aufgewachsen ist und seit fast zwanzig Jahren als selbständiger Steinbildhauer tätig ist. Einige seiner Werke zieren das Dorfbild. Zuletzt hat er den Kreisel beim Dorfeingang gestaltet (siehe Kasten) und das Gemeinschaftsgrab der katholischen Kirche Gurmels hat er ebenfalls entworfen und erstellt.

Wenn Zwahlen über seine Arbeit spricht, spürt man seine Begeisterung. «Man muss die Steine spüren», erzählt er. Hinter jedem Stein stecke eine Kraft, die man bei der Bearbeitung berücksichtigen müsse.

Auf Steinsuche

Sein Gespür für die Steine ist auch wichtig, wenn er auf Steinsuche geht. Immer wieder klappert er Steinbrüche und Kiesgruben ab. «Manchmal würde ich am liebsten den ganzen Camion füllen», erzählt er mit funkelnden Augen. Es komme aber auch vor, dass er gar nichts finde. «Viel hängt auch von der Stimmung ab.»

Woher seine Ideen für die Skulpturen kommen, weiss Zwahlen nicht genau. «Viel ist Zufall, beim Betrachten eines Steines kommt plötzlich die Idee.» Umgekehrt sei es aber auch möglich, dass er zuerst eine Idee habe und dann den passenden Stein suche.

In seinen Beruf ist er eher zufällig hineingerutscht: «Ich wusste damals nicht genau, was ich machen will.» Wichtig war ihm vor allem, dass er draussen und drinnen arbeiten kann. «Ein Bürojob wäre nichts für mich.»

Neben Skulpturen für den Garten gehören auch Grabmale zu seiner Arbeit. «Bei der Kunst bin ich freier, aber Grabarbeiten sind ebenfalls interessant», erklärt Zwahlen. Hier sei vor allem das Gespür wichtig, um den Wünschen gerecht zu werden. «Wenn es am Schluss stimmt, ist das für mich sehr schön», so Zwahlen.

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