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Maresciallo Guarnaccias letzter Fall

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Giovanna Riolo

Wer kennt ihn nicht: Carabinieri-Wachtmeister Guarnaccia, der schon seit vielen Jahren die von der Autorin Magdalen Nabb in Florenz inszenierten Kriminalfälle löst.

Obwohl Sizilianer hat er das bedächtige Gemüt eines Norditalieners, ist zuverlässig bei seinen Nachforschungen, geht jedem Detail mit akribischer Gründlichkeit nach und lässt sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen.

Dies fordert beim Lesen bisweilen einiges an Geduld, auch in seinem vierzehnten Fall, wo erst ab Seite 80 das Geschehen konkrete Formen annimmt und dem roten Faden begierig gefolgt werden kann. Doch dann gehts so richtig los, die Handlung wird packend und die Spannung lässt während der restlichen zweihundertvierzig Seiten keinen Moment nach.

Die Idylle trügt

In einem alten, prunkvollen Landhaus in idyllischer Umgebung geschieht ein brutaler Mord an einer jungen Frau. Das Opfer ist die ältere Tochter von Signor Paoletti, der nicht nur über viel Geld, sondern auch über sehr viel Einfluss in der Florentiner Gesellschaft verfügt. Doch er ist alles andere als ein Ehrenmann und der Maresciallo vermutet, dass sich hinter den vorgegebenen Personalvermittlungen, die der ehemalige Zuhälter mit billigen Arbeitskräften aus Osteuropa betreibt, düstere Geschäfte verbergen.

Die Untersuchung bringt auch Ungeheuerlichkeiten im Familienleben der Paolettis zu Tage, die Guarnaccia erst recht misstrauisch machen, und für ihn wird bald klar, dass diese schlussendlich zum gewaltsamen Tod von Daniela führten.

Guarnaccia kann es nicht lassen, trotz übereifriger Intervention des Staatsanwalts De Vita, den dubiosen, protzigen Lebensstil der Familie Paoletti anzuprangern und eigene Nachforschungen anzustellen.

Sein Gerechtigkeitssinn lässt ihm einmal mehr keine andere Wahl, er wagt den Kampf gegen hochrangige Namen und den Filz, in dem sie sich bewegen. Er bringt sich in eine unmögliche Situation, aus der er sich nur mit viel Mut und Geschick retten kann. Dass er dabei schlussendlich den Fall löst, ist eine Selbstverständlichkeit. Und dass die Lösung anders aussieht, als erwartet, ist wohl der Schreibkunst der Autorin zu verdanken, die ihren Maresciallo – und die Leserschaft – geschickt durch alle Wirren führt.

Magdalen Nabb: «Vita Nuova». 2008 Diogenes, Zürich, 321 Seiten.

Giovanna Riolo, Bibliothekarin und Co-Leiterin in der Deutschen Bibliothek Freiburg, Zuständigkeitsbereich Belletristik Erwachsene.

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