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Marly vermisst gute Steuerzahler

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Für alle, die es mit Zahlen nicht so haben, illustrierte Finanzvorsteher Jean-Pierre Oertig die Lage von Marly mit einem Smiley, dessen Mundwinkel nach unten zeigen. In Anspielung auf Lieder von Charles Trenet und Charles Aznavour sagte er: «Es ist nicht die pure Freude, es ist nicht die Tristesse von Venedig, es ist etwas dazwischen.»

Das Budget für die laufende Rechnung über 42 Millionen Franken prognostiziert ein Minus von 320 000 Franken. Damit liegt das Defizit gegenüber dem Budget 2016 zwar um eine halbe Million Franken tiefer, aber gut sei das immer noch nicht, beklagte Oertig vor den Generalräten. Zwei Aspekte machten ihm zu schaffen. Auf der Einnahmenseite seien es die Steuern. Zwar seien diese gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+3,3 Prozent), aber: «Vergleicht man die Entwicklung mit jener des Kantons, so verlieren wir an Boden.» Mit anderen Worten: Marly mangelt es an steuerkräftigen Einwohnern. Das Zweite, was Oertig Sorgen bereitet, ist eine Zunahme bei den Ausgaben (+6,2 Prozent gegenüber 2016). Hier fielen vor allem steigende Sozialhilfekosten sowie eine Zunahme der gebundenen Ausgaben insgesamt ins Gewicht. «Ein Ende ist nicht in Sicht», so Oertig. «Schon jetzt ist abzusehen, dass zum Beispiel beim Gesundheitsnetz Saane die Kosten wegen anstehenden Investitionen ansteigen werden.» Der Finanzvorsteher wies schliesslich darauf hin, dass das Budget nicht zuletzt wegen einer einmaligen Einnahme nicht noch schlechter ausfalle. Dabei geht es um den Betrag für das Baurecht, welches sich die Pensionskasse des Staatspersonals für die Seniorensiedlung Pré Zurthanen von der Gemeinde Marly erkaufen wird.

Die mahnenden Worte im Ohr, machte der Generalrat sodann ein paar Abstriche bei den Investitionen. Das Budget 2017 sah in der Botschaft des Gemeinderates Netto-Investitionen in der Höhe von 7,6 Millionen Franken vor. 3 Millionen davon waren Neuinvestitionen. Über Letztere hatten die vollzählig erschienen Generalräte zu befinden. Keine Chance hatten dabei Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf der Route de la Grangette (75 000 Franken). «Das sind Massnahmen für eine Luxusgemeinde», kommentierte Claudia Clément von der FDP das Vorhaben des Gemeinderates. Ebenfalls abgelehnt haben die Generalräte den Kauf eines Stücks Land für 534 000 Franken beim Carbaroche-Parking. Das Land sollte einen Teil des Parkings auf der gegenüberliegenden Strassenseite ersetzen, das vom Kanton seit Jahren bloss geduldet wird, da es nicht zonenkonform ist. In der Hoffnung, dass der Kanton weiterhin ein Auge zudrückt, lehnten die Generalräte die Investition ab. Schliesslich verschoben sie die Fassadenrenovation der Umkleideräume des Sportzentrums La Gérine.

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