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Mehr Parkplätze für Fahrgemeinschaften

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«Fahrgemeinschaften helfen mit, dass es weniger Staus gibt, weniger fossile Energien verbraucht werden und die Luftverschmutzung abnimmt.» Das sagte Denis Grandjean (CVP, Le Crêt) gestern Nachmittag während der Sitzung des Grossen Rates. Gemeinsam mit acht weiteren CVP-Grossräten hatte Grandjean einen Auftrag eingereicht, der vom Staatsrat fordert, Parkplätze für Fahrgemeinschaften in der Nähe von Autobahnanschlüssen zu schaffen. Der Grosse Rat hat das Mandat gestern mit 56 zu 23 Stimmen bei 18 Enthaltungen überwiesen. Auch der Staatsrat hatte sich dafür ausgesprochen (FN vom 4. September).

Elian Collaud, Mitverfasser des Auftrags, begrüsste in der Debatte die Antwort des Staatsrates. «Wir brauchen Möglichkeiten, um den Verkehr einzudämmen», sagte er. Fahrgemeinschaften sollten dabei ein Zusatz zum öffentlichen Verkehr und zu Park-and-ride-Angeboten sein.

Auch Nadia Savary (FDP, Vesin), begrüsste das Schaffen von Parkplätzen für Fahrgemeinschaften. «Es ist wichtig, gerade für Freiburg als Pendlerkanton.» Dies sagte sie als Präsidentin des Freiburger Gemeindeverbandes und «für eine kleine Minderheit innerhalb der Fraktion».

Bernadette Hänni (Murten) sprach sich im Namen der SP für den Auftrag aus. Sie betonte: «Fahrgemeinschaften sollen gefördert werden, jedoch nur in Gemeinden, die vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten sind.» Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne, Rueyres-les-Prés) hielt fest, dass bestehende Parkplätze genutzt werden sollten, bevor neues Land verbaut werde.

Hohe Kosten

Zu reden gaben auch die Kosten für solche Parkplätze. In Vaulruz gibt es seit drei Jahren einen Parkplatz mit 20 Plätzen für Fahrgemeinschaften. Der Parkplatz ist unter der Woche gut besetzt. Das Parkieren ist dort gratis, deshalb hielt der Staatsrat in seiner Antwort fest, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis tief sei. Er rechnet mit Kosten von 11 000 Franken pro neuem Parkfeld.

Markus Bapst (CVP, Düdingen) sprach sich deshalb gegen eine staatliche Förderung von solchen Parkplätzen aus. «Bei Park-and-ride-Angeboten bezahlt der Automobilist für das Parkieren, weshalb sollten dies Fahrgemeinschaften nicht tun?», fragte er.

Denis Grandjean hielt darauf fest, dass der Auftrag nicht davon spreche, die Parkplätze für die Benutzer kostenlos zu machen. Es sei gut möglich, eine Gebühr zu verlangen.

Michel Losey (FDP, Sévaz) bezeichnete den Auftrag als das «falsche Mittel». Die Gemeinden müssten stärker einbezogen werden, sagte er.

 Staatsrat Maurice Ropraz (FDP) betonte, dass das Überweisen des Auftrags noch keine Garantie für ein konkretes Resultat sei. Es brauche jedoch eine aktuelle Bilanz zum Parkplatz in Vaulruz, gleichzeitig müsse überprüft werden, wo weitere Parkplätze für Fahrgemeinschaften sinnvoll seien. Zu überlegen sei auch, wie man die Gemeinden und die Agglomerationen miteinbeziehen könne. «Der Staatsrat wird sich engagieren, Lösungen zu finden.»

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