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Mehrere Treibhäuser als Alternative

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Die Genossenschaft Gemüseerzeuger Seeland (GES), die 81 Produktionsbetriebe aus den Kantonen Freiburg und Bern vereint, hatte in ihrer Vision Energiebündel Seeland Grosses vor: Ein zentrales und CO2-neutrales Gewächshaus sollte in der Region Murtensee gebaut werden. Vorgesehen war eine Fläche von bis zu 80 Hektaren – was 110 Fussballfeldern entspricht. Hinzu kamen auf 20 Hektaren Nebengebäude für Verarbeitung und Logistik. Infrage kamen zwei Standorte – der eine bei Kerzers und Sugiez, der andere bei Ins.

Doch diese Idee der Genossenschaft ist vom Tisch. Das erklärte Geschäftsführer Sam Zurbrügg gestern im Berner Regionaljournal von Radio SRF. Er bestätigte damit eine Meldung im «Bieler Tagblatt».

Die Pläne für das riesige Gewächshaus waren 2017 bekannt geworden. Die Genossenschaft versprach sich davon eine nachhaltigere und ökologischere Gemüseproduktion. Das Gewächshaus sollte es ermöglichen, Gemüse mit deutlich weniger Energie und Wasser zu produzieren. Doch bei einer Art Vernehmlassung im vergangenen Jahr gab es starken Gegenwind von verschiedenen Seiten, wie Zurbrügg berichtete.

Keine guten Steuerzahler

Zwar wären mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen worden, doch die Gemeinden rundum hätten signalisiert, dass sie an dieser Art von Arbeitsplätzen nicht interessiert seien. Denn Erntehelfer seien keine guten Steuerzahler, so Zurbrügg.

Vorbehalte hatte auch der Kanton Bern, der nur noch eine geringe Reserve an Fruchtfolgeflächen hat. Die Frage sei, ob man diese für Treibhäuser einsetzen wolle, sagten Kritiker. Denn der Boden eines Gewächshauses gilt nicht als Fruchtfolgefläche.

Widerstand kam auch von Landschaftsschützern. Sie befürchteten eine grossflächige «Verglasung» des Seelands.

Dass ein Gewächshaus mit einer Fläche von bis zu 80  Hektaren auf Skepsis stossen würde, war bereits absehbar, als die Idee 2017 bekannt wurde. Damals sagte Pierre-André Burnier, Ammann der möglichen Standortgemeinde Mont-Vully, gegenüber den FN, dass weder im regionalen Richtplan noch in der Ortsplanung ein solches Projekt vorgesehen sei. Ausserdem widerspreche ein Vorhaben dieser Grösse den Entwicklungsvorgaben der Gemeinde, die ein sanftes Wachstum vor allem im Bereich Tourismus vorsähen.

Kleinere, dafür mehrere

Die Genossenschaft fasst nun ins Auge, mehrere kleinere Gewächshäuser zu bauen. Eines davon wäre etwa zehn Hektaren gross. Das ist immer noch eine eindrucksvolle Grös­se: Zehn Hektaren entsprechen 14 Fussballfeldern. Auch an der Vision Energiebündel Seeland hält die Genossenschaft fest. Deren Ziel ist es, das Gemüseanbaugebiet Seeland «in einem hart umkämpften wirtschaftlichen Umfeld» zu stärken.

sda/jmw

 

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