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«Mir ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen»

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Autor: LUkas schwab

Andreas Sahli ist daran, das alte Bauernhaus in der Ölimatt in Löwenberg zu räumen. Die Kaninchenställe hat er bereits in einem anderen Bauernhaus in der Nähe untergebracht, die Schafe und die Mini-Shetlandponys sind auf der Weide. Während fast 17 Jahren nutzte der IV-Bezüger das Gebäude an der Alten Bernstrasse als Stall für seine Tiere (die FN berichteten). Nun muss er das Bauernhaus räumen. Die Gemeinde Murten als Besitzerin hat entschieden, das baufällige Gebäude abzureissen. «Es ist schade, dass das schöne Haus weichen muss», sagt Sahli. Trotzdem blickt er wieder positiver in die Zukunft als noch vor einigen Wochen: Denn voraussichtlich kann Sahli mit seinen Tieren in der Ölimatt bleiben.

Gespräche mit Brechbühl

Vor etwas mehr als einer Woche hatte Sahli ein Gespräch mit Murtens Stadtpräsidenten Christian Brechbühl. Seither weiss er, dass er mit seinen Tieren auch nach dem Abriss des Hauses in der Ölimatt bleiben kann. «Mir ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen», so Sahli. Das Gespräch mit dem Stadtpräsidenten sei gut und fair gewesen. Er müsse nun vorlegen, wie er die Tiere künftig unterbringen wolle. «Ich habe ein Projekt für einen neuen Kaninchenstall von rund drei Metern Breite und 15 Metern Länge in Auftrag gegeben», so Sahli. Sobald es geplant sei, werde er das nötige Baugesuch einreichen. Für die Ponys will er mobile Ställe, sogenannte Iglus, anschaffen. «Die brauchen, so weit ich weiss, keine Baubewilligung», sagt Sahli. Da er aber nur beschränkte Mittel habe, werde er in Zukunft weniger Ponys halten können. «Mit den Schafen höre ich wahrscheinlich ganz auf», sagt der erfolgreiche Züchter. Er hat mit Ponys, Kaninchen und Schafen bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Sahli ist froh, dass er keine neue Bleibe suchen muss, und hofft, dass es mit der Baubewilligung klappen wird und er weiterhin in der Ölimatt bleiben kann.

Stadtpräsident Christian Brechbühl bestätigt auf Anfrage, dass er mit Sahli gesprochen hat. «Ich habe ihm gesagt, dass er davon ausgehen kann, das Landstück weiter zu nutzen. Dies jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die nötigen Baugesuche für die Bestallungen bewilligt würden», so Brechbühl. Sahli habe jetzt den Auftrag, die nötigen Planungsarbeiten zu machen. Danach gelte es festzustellen, für welche Einrichtungen Baugesuche nötig seien und diese einzureichen. «Liegen die Bewilligungen vor und stimmt der Gemeinderat dem Vorhaben zu, sollte das in Ordnung gehen», so Brechbühl.

Der Stadtpräsident hält fest, der Abbruch des Gebäudes stehe definitiv fest. «Eine Sanierung würde so hohe Kosten verursachen, dass eine wirtschaftliche Nutzung der Liegenschaft unmöglich wäre», so Brechbühl. Da wegen des Sicherheitsrisikos weitere Gemeindeliegenschaften in der Nähe abgebrochen werden müssten (siehe Kasten), würden die Arbeiten zusammen ausgeführt, um Kosten zu sparen. Deshalb und wegen des schlechten Zustands sei es keine Option, das Gebäude länger stehen zu lassen. «Wenn irgendetwas passieren würde, wäre die Gemeinde verantwortlich und haftbar.»

Das baufällige Bauernhaus an der Alten Bernstrasse wird im Sommer abgerissen.Bild Aldo Ellena

Löwenberg:Abbruch von drei Gebäuden

Neben der Liegenschaft an der Alten Bernstrasse 10 (siehe Haupttext) werden in Löwenberg zwei weitere Liegenschaften der Gemeinde Murten abgerissen: Das alte Bauernhaus «Löwenberg 62» und der angrenzende alte Autobahnwerkhof. Die Gebäude, insbesondere das Bauernhaus «Löwenberg 62», müssen laut Gemeinderat aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Zudem soll die Industrieparzelle, auf der beide Bauten liegen, verkaufsbereit gemacht werden. Das Bauernhaus an der Alten Bernstrasse liegt in der Landwirtschaftszone. Der frei werdende Platz soll laut Stadtpräsident Christian Brechbühl als Waldzufahrt und als Zwischenlager für Holz genutzt werden. Um Kosten zu sparen sollen die drei Gebäude gleichzeitig abgerissen werden. Den notwendigen Kredit von 300000 Franken hat der Murtner Generalrat im letzten Dezember gutgeheissen. «Die Abbruchbewilligungen liegen vor und die Bagger werden wohl im Sommer auffahren», so Brechbühl.luk

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