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«Mir ist es wichtig, frei zu sein»

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Stress, Andres Andrekson, Billy Bear–wie werden Sie am liebsten angesprochen?

Kommt drauf an, mit wem ich rede – aber eigentlich ist es mir egal.

 

 Also Stress: War Musik bereits in der Schule Ihr Lieblingsfach?

In der Schule gabs keine Musik – auf jeden Fall wurde Rap bei uns nicht als Musik betrachtet.

 

 Sie sind erst mit zwölf Jahren in die Schweiz gekommen. Wie waren Sie als Jugendlicher?

Ich bin nicht oft zur Schule gegangen. Ich hing mit meinen Kollegen rum und habe mit ihnen Sport getrieben.

 

 Heute kennt Sie hier jeder: Wie schwierig ist es, als Prominenter in der Schweiz ein Privatleben zu führen?

Die Dinge sind nur so wichtig, wie man sie nimmt. Mir ist es wichtig, auf kreativer Ebene frei zu sein. Und im Übrigen sind die Schweizer eher zurückhaltend.

 

 Öffentlich erleben wir Sie als Rampensau, privat werden Sie eher als ruhig und nachdenklich beschrieben. Wie kommt das?

Ich glaube nicht, dass ich wirklich so ruhig bin … Aber ich gebe so viel von mir in meiner Musik, dass ich mich sonst lieber zurückhalte.

 

 Ihre Konzerte sind anstrengend: Wie halten Sie sich fit?

Jeder Künstler hat seine eigenen Methoden. Ich habe immer Sport getrieben und tue das auch noch heute. Boxen, Yoga und Surfen sind ein Ausgleich zum Nachtleben.

 

 Sie waren ja unter anderem bei der Fernsehsendung «The Voice» als Juror dabei. Hätten Sie als junger Künstler bei der Castingshow auch mitgemacht?

Ich glaube, die hätten mich nicht mitmachen lassen. Falls es sich noch nicht rumgesprochen hat: Ich singe komplett daneben!

 

 Wie wichtig sind Ihnen Auszeichnungen wie zum Beispiel der Swiss Music Award?

Den Award finde ich eine Superplattform für die Schweizer Musiker. Man hat die Tendenz, die Schweiz auf die Schokolade und den Käse zu reduzieren. Es ist wichtig, auch die Künstler in diesem Land zu feiern.

 Was braucht es, um so lange an der Spitze dabei zu sein?

Leidenschaft und Wille … und vermutlich auch viel Glück!

 

 Inwiefern hat Ihr Wirtschaftsstudium Ihrer Karriere geholfen?

So verstehe ich die Leute, mit denen ich arbeite. Verstehe, dass es für sie ein Job ist–und für mich mein Leben.

 

 Ihre neue Platte heisst einfach «Stress». Sind Ihnen die Ideen ausgegangen?

Ich wollte etwas Einfaches und finde Titel für Platten sowieso unwichtig. Was zählt, ist die Musik.

 

 Musikalisch gibt es viele Gastauftritte anderer Künstler …

Ich wollte vor allem Lieder schreiben und meiner Kreativität freien Lauf lassen. Und als wir all diese Melodien hatten … Die wollte ich auf die bestmögliche Art klingen lassen.

 

 Welche Musik hört Stress privat?

Viel Rap, Indierock und eine Menge seltsames Zeugs.

Haben Sie gerade eine Lieblingsband, die noch niemand kennt?

Mit dem Internet gibts das fast nicht mehr. Aber während der Arbeit fürs Album bin ich Fan geworden von Evelinn Trouble.

 

 Welche drei Platten würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

«Legend» von Bob Marley, «Reasonable Doubt» von Jay-Z und «Days before Rodeo» von Travis Scott.

 

 Und mit welchem Künstler würden Sie unbedingt einmal eine Platte aufnehmen wollen?

Die, die ich gerne gehabt hätte, sind leider bereits gestorben.

Konzert: Fri-Son, Giessereistrasse 13, Freiburg. Fr., 20. März, 19.30 Uhr. Als Vorgruppe ist das Waadtländer Electro-Funk-Duo Maddam zu hören.

Zur Person

Vom Marketingmann zum Musikstar

Stress heisst bürgerlich Andres Andrekson und wurde 1977 in Tallinn (Estland) geboren. Seine Familie zog nach Lausanne, als er zwölf Jahre alt war. Er studierte Wirtschaft an der Universität Lausanne und arbeitete danach als Marketing-Assistent. Nach seiner Zeit in der Hip-Hop-Gruppe Double Pact setzt Stress seit 2003 auf seine Solokarriere. «Stress» ist seine achte Platte (inklusive einer Zusammenarbeit mit Noah Veraguth und Bastian Baker und einer «Best of»). Der Rapper hat bereits acht Mal den Swiss Music Award gewonnen und im vergangenen Monat den Preis als bester Westschweizer Musiker bekommen.us

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