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Mississippi-Punk-Blues im Nouveau Monde

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Left Lane Cruiser, das ist ein blues- getriebenes Rock’n’Roll-Duo aus Fort Wayne, Indiana. In zehn Jahren haben sie zehn Alben aufgenommen, eines lauter als das andere. Angefangen bei Homepartys und Strassenmusik, so touren die beiden mittlerweile um die halbe Welt. Dreckigster Delta Blues vermischt mit Garage Punk, das klingt nach einem vielversprechenden Freitagabend.

Das Trio Dead Shaman eröffnet mit schwerstschleppendem Getöse den Abend. In dichten Nebelschwaden und untermalt von trägem Bass schreit die Gitarre ihre ersten verzerrten Töne durch den Saal. Was vorerst nach langsamer Rock’n’Roll-Dampfwalze klingt, entpuppt sich aber rasch als rasantes Desert-Rock-Energiebündel. Das Schlagzeug wird stürmisch taktiert, der Gitarrist schwirrt ruhelos über die Bühne und schreit mit quakender Stimme ins Mikrofon. Dazu wird der Saal in weinrotes Licht geflutet, eine perfekte Szenerie für den diabolischen Wüstenblues. Die drei Herren auf der Bühne kommen allerdings nicht aus dem staubigen Palm Desert in Südkalifornien, sondern aus dem Wallis. Und als Walliser haben sie zwar keine Band-Merchandise mitgebracht, dafür aber ihren eigenen Fendant. So weckt die Band auf die eine oder andere Art müde Gemüter.

Die Leute drängen nach vorne, und kurz nach 23 Uhr ist es soweit: Ein langhaariger und langbärtiger Hüne betritt die Szenerie, schnappt sich die Gitarre und hockt lässig auf seinen Stuhl. Freddy «Joe» Evans IV begrüsst das Nouveau Monde mit einigen stimmungsmachenden Worten. Neben ihm nimmt der mit Tattoos übersäte Pete Dio am Schlagzeug Platz. Gleich zu Beginn wird einem ein schneidiger Swing in den Schädel eingehämmert, darüber trällert Evans rotzfreche Gitarrenlicks über seine Slide-Gitarre. Es klingt, als würde man mit einem Flaschenhals über die Saiten sausen. In kompromissloser Manier werden forsche Songs angespielt, der rasante Blues schreit nur so nach Tanzlaune.

Während der Songs versäumt Evans es nicht, sein Glas zu heben und mit dem Publikum einige Worte zu wechseln. Nicht, dass man bei dem enormen Südstaaten-Akzent und seiner tief­getränkten Whiskeystimme viel verstehen würde. Blues Rock wird je länger desto mehr zu Hillbilly-Punk-Blues. Über eine Stunde lang herrscht vorne haareschüttelndes und bierverschüttendes Chaos. Der Boden gleicht dem sumpfigen Mississippi. Ein Abend mit bester Unterhaltung, bestem Fendant und bestem Blues-Getöse.

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