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Mit einer Klasseleistung zum Sieg

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Schnell einmal erinnerte die gestrige Partie an die Playoff-Viertelfinalserie vom Frühling. Nicht nur weil das Spiel für diesen frühen Zeitpunkt der Saison erstaunlich intensiv und gehässig war und die Stimmung im Stadion entsprechend aufgeheizt. Es gab auch andere Parallelen: Wieder brachte Luganos Paradelinie um Maxim Lapierre, Jani Lajunen und Grégory Hofmann die Freiburger regelmässig in Verlegenheit. Obwohl Gottérons erster Sturm um Jim Slater einen guten Job machte, konnte er nicht verhindern, dass das Trio immer wieder Akzente setzte und an Luganos Führungstreffer entscheidend mitbeteiligt war. Und, eine weitere Parallele: Wieder brachte Torhüter Elvis Merzlikins die Freiburger lange Zeit zur Verzweiflung.

Doch das Gottéron der neuen Saison unterscheidet sich in seiner Identität von demjenigen der letzten Saison. Seit sich die Mannschaft nach dem schlechten Saisonstart gefunden hat, spielt sie defensiv extrem solid. In den letzten drei Partien hat sie gerade einmal drei Gegentore kassiert. «Das System funktioniert, alle fünf Spieler auf dem Feld helfen defensiv mit. Und weil auch noch die Torhüter jeweils gross aufspielen, ist es für uns Verteidiger nicht allzu schwierig», sagte Marc Abplanalp nach der Partie. So endete das Spiel für Gottéron gestern eben nicht wie in der Viertelfinalserie im Frühling mit einer Niederlage, sondern mit einem verdienten 2:1-Erfolg. Es war Gottérons fünfter Sieg in den letzten sechs Spielen.

Zunächst noch zu passiv

Wohl weil Freiburg in dieser Saison auswärts bis anhin erfolgreicher spielte als zu Hause, versuchte es das Heimteam gestern im St. Leonhard zuerst mit Auswärtseishockey. Im Startdrittel überliess es die Gestaltung des Spiels oft dem Gegner aus Lugano. Mitunter übertrieb es die Heimmannschaft in den ersten 20 Minuten allerdings mit der Passivität. Als die Freiburger in der 17. Minute nicht zum ersten Mal im eigenen Drittel eingeschnürt wurden, spielte Jani Lajunen mit einem genialen Pass Julien Vauclair frei, der mit einem nicht unhaltbaren Schuss Reto Berra bezwang. Für die Freiburger war es das erste Gegentor nach matchübergreifend 128 Minuten. «Im Startdrittel hatten wir Mühe, den Rhythmus zu finden. Man merkte, dass wir am Dienstag spielfrei hatten, während Lugano in der Champions League engagiert war», so Abplanalp.

«Das beste Drittel der Saison»

In der ersten Drittelpause wurde dem Heimteam anscheinend klar, dass es mit dieser Spielweise schwierig werden dürfte. So bewiesen die Freiburger im Mitteldrittel, dass sie auch in dieser Saison durchaus zu gutem Offensivhockey fähig sind. Ausgehend von passsicheren Verteidigern erspielte sich Gottéron im Mittelabschnitt Chance um Chance. Nach Jim Slaters schönen Backhand-Lupfer im Powerplay, der in der 26. Minute zum Ausgleich führte, hätten die Freiburger eigentlich bald einmal in Führung gehen müssen. Immer wieder scheiterten die Stürmer aber am gross aufspielenden Gäste-Hüter Merzlikins. Und als er für einmal machtlos gewesen wäre, setzte Flavio Schmutz in der 33. Minute den Puck aus bester Position und kürzester Distanz nur an den Pfosten.

Bei der offensiven Spielausrichtung war klar, dass auch Lugano gelegentlich zu Chancen kam – mit 16:7 Torschüssen dominierten die Freiburger das Mitteldrittel allerdings deutlich. Das sah auch Abplanalp so: «Es war unser bestes Drittel der Saison. Wir spielten konstant auf hohem Niveau – und vor allem mit sehr viel Speed.»

Sprungers Siegtreffer

Im Schlussabschnitt fand Gottéron dann fast schon die perfekte Balance zwischen Defensive und Offensive. Nachdem er kurz zuvor bereits zwei gute Chancen vergeben hatte, schoss Topskorer Julien Sprunger in der 45. Minute nach gutem Nachsetzen das entscheidende 2:1. Am Anfang des Angriffs stand ein zentimetergenauer langer Pass von Verteidiger Philippe Furrer. Eine Aktion, die zeigt, wie wichtig ein guter Spielaufbau ist – und wie wichtig Abwehrpatron Furrer für diese Mannschaft ist. Wie Siegtorschütze Sprunger und Berra, der 20 von 21 Schüssen abwehrte, wurde der Berner nach dem Spiel denn auch zurecht von den Fans gefeiert.

Danach liess Gottéron hinten nicht mehr zu als einige Halbchancen. Der einzige Vorwurf, den sich das Heimteam auch im Schlussdrittel gefallen lassen musste, war, dass es bei einigen aussichtsreichen Kontern erneut die Effizienz vermissen liess.

Bereits heute wird Gottéron versuchen, sich auch in diesem Bereich noch zu steigern. Dann ist das Team von Mark French beim zu Hause noch ungeschlagenen Genf zu Gast.

Telegramm

Gottéron – Lugano 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

5707 Zuschauer. – SR Hebeisen/Wiegand, Borga/Rebetez. Tore: 17. Julien Vauclair (Lajunen, Lapierre) 0:1. 26. Slater (Rossi, Sprunger/Ausschluss Ronchetti) 1:1. 45. Sprunger (Furrer) 2:1. Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Tristan Vauclair) gegen Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Furrer; Schilt, Stalder; Schneeberger; Mottet, Slater, Birner; Sprunger, Walser, Lhotak; Rossi, Bykow, Marchon; Holdener, Schmutz, Tristan Vauclair; Meunier.

HC Lugano: Merzlikins; Loeffel, Wellinger; Chorney, Julien Vauclair; Chiesa, Riva; Ulmer, Ronchetti; Lapierre, Lajunen, Hofmann; Walker, Sannitz, Jörg; Fazzini, Cunti, Bürgler; Vedova, Morini, Romanenghi.

Bemerkungen: Gottéron ohne Miller, Lugano ohne Bertaggia, Haussener, Sartori, Reuille und Klasen (alle verletzt) sowie Haapala (im Trainingsaufbau). Pfostenschuss Schmutz (33.). Timeout Lugano (58.) und von 58:48 bis 59:46 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Furrer und Merzlikins.

Der heutige Gegner

Fakten zu Servette

• Die Genfer sind sehr heimstark. Während sie auswärts alle fünf Spiele verloren haben, haben sie ihre fünf Heimspiele allesamt gewonnen.

• Wegen Verletzungspech stürmen seit dieser Woche zwei neue Ausländer für Servette: Der US-Amerikaner Jack Skille (31, 374 NHL-Spiele) sowie der Kanadier Daniel Winnik (33, 861 NHL-Spiele). Bei beiden Stürmern handelt es sich um 95-Kilogramm-Brocken.

• Der eigentlich als Reservegoalie in die Saison gestartete Gauthier Descloux, der Robert Mayer nun aber meist vorgezogen wird, hat mit 96.20 Prozent überraschend die beste Abwehrquote der Liga.

fm

 

 

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