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Mit Gustav zurück zu den Wurzeln

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Mit Gustav zurück zu den Wurzeln

Der Sensler Musiker spricht über den letzten Auftritt der Konzerttour 2002/03 und über Zukunftspläne

Am Freitagabend findet im Senslerhof in St. Antoni der letzte Auftritt von Gustav und seinem Elektric Polterensemble im Rahmen der Sommertournee durch die Schweiz statt. Danach ist Pause. Das nächste Album ist für Herbst 2004 geplant.

Mit PASCAL VONLANTHEN alias
GUSTAV sprach CHRISTINE CARON

Gustav und seine Band beenden in St. Antoni die Konzerttour 2002/03 durch die Schweiz. Welche Bilanz ziehen Sie?

Hinter uns liegen einige Grossanlässe wie das letztjährige Paléo Festival in Nyon oder das Gurtenfestival in
Bern. Für uns war der Auftritt an diesen riesigen Happenings neu. Wir konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Natürlich werte ich es als
Riesenkompliment, dass wir dort spielen konnten. Es beweist mir, dass
ich auf dem richtigen Weg bin. Die Auftritte motivieren für mehr. Trotzdem dürfen wir nicht grössenwahnsinnig werden. Nach dem Konzert in Nyon vor 3000 Zuschauern hatten wir am gleichen Tag einen Auftritt in La Roche vor ein paar hundert Leuten. Solche Kontraste holen uns in die Realität zurück. Am Freitagabend, in St. Antoni, geht der gebürtige St. Antoner Gustav «Back to the roots – zurück zu den Wurzeln» und die Sommertour zu Ende.

Auf der Sommertournee spielten Sie Lieder aus den Alben «Gegen Süden» und «Rosemary’s Bar». Wie ist diese Mischung beim Publikum angekommen?

Neben den bekannten Liedern, bei denen viele begeistert mitsangen, spielten wir einige ganz neue Titel, die sehr gut ankamen. Da wir vor allem an Open-Airs spielten, war unser ganzer Auftritt ein bisschen sommerlich: vom Orchester – mit dabei waren wieder einige Bläser – bis zur Bühnendekoration mit Palmen. Auch die speziellen Lichteffekte aus «Rosemary’s Bar» fehlten nicht.

Gustav, der unermüdliche Schaffer. Was kommt als Nächstes?

Ende Oktober erscheint die vierte Kinderlieder-CD der Reihe «Ohre-
würm», für die ich ein Lied schreiben durfte. Meine «Häppörischnitta» wird zusammen mit einer Reihe anderer Kinderlieder von bekannten Schweizer Musikern zu hören sein. An diesem Projekt mitzumachen, war für mich eine grosse Ehre. «Häppörischnitta» war das erste Lied, das ich auf Senslerdeutsch schrieb.

Sie haben auch in einem Kurzfilm mitgespielt. Können Sie uns mehr dazu sagen?

Es stimmt, dass ich im Musical «One magic evening» mitgemacht habe. Filmstudenten aus Lausanne realisierten den zehn Minuten langen Streifen. Im Zentrum steht ein Liebespaar, ich spielte eine der beiden Hauptrollen und musste auch singen und tanzen. Das Stück soll demnächst erscheinen. Mit dieser einmaligen Filmerfahrung werde ich meine Filmkarriere aber sicher beschliessen. Die Filmerei empfinde ich als eher langweilig als spannend.

Für Musiker ist es in der Schweiz nicht leicht, finanziell zu überleben. Können Sie von Ihrer Kunst leben?

Unterdessen habe ich erreicht, dass mein Vater mir nicht mehr sagt, ich solle doch einen richtigen Beruf ausüben. Musik ist mein Leben, auch wenn es oft nicht einfach ist. Gerade die Rockmusik-Branche ist hoffnungslos übersättigt. Es herrscht eine richtige Schlammschlacht. Projekte wie «Deutschland sucht den Superstar» machen den Markt total kaputt. Als kleiner Künstler braucht es unglaublich starke Ambitionen und Durchhaltewillen. Es ist schwierig, sich jedes Jahr von neuem zu motivieren. Die meisten meiner Kollegen sind jetzt 30 und befinden sich in einer aufwärts gerichteten beruflichen Karriere. Erfolg an Konzerten ist nicht gleichzustellen mit Erfolg im Geldbeutel. Auch meine Kurve zeigt nach oben, verläuft jedoch auf einer ganz anderen Bahn. Ich werde die Musik trotzdem nie aufgeben.

Auf Ihre Visitenkarte gehört die Zweisprachigkeit. Was bezwecken Sie damit?

Da ich in einer zweisprachigen Stadt lebe, will ich auch von der französischen Bevölkerung wahrgenommen werden. Wenn ich im Bündnerland spiele, wissen unterdessen viele,
dass Gustav der ist, der zweisprachig singt. Doch Gustav will mehr, als
nur deutsch-französische Musik
machen. Er will als Botschafter
auf der Bühne stehen, der Deutsch- und Westschweiz vereint, der Kul-
turen über die Musik zusammenbringt.

Wann erscheint ein neues Album?

Mein Ziel ist es, bis Ende Jahr 20 neue Lieder für ein weiteres Album fertig zu schreiben. Nächsten Frühling werde ich die neue CD vorbereiten, im Sommer nehmen wir die Lieder auf. Im Herbst 2004 erscheint das neue Album, wenn alles planmässig verläuft.

Die drei ersten Alben waren sehr unterschiedlich. Gerade für «Rosemary’s Bar» ernteten Sie auch Kritik. Wie sieht es mit dem neuen Album aus?

Bei allen drei Alben brauchte es jeweils eine Entwicklung, bis die Songs beim Publikum ankamen. Es stimmt, dass vor allem in der Westschweiz viele zu Beginn nicht ganz verstanden haben, dass Gustav mit «Rosemary’s Bar» plötzlich nicht mehr als lustiger, leichtfüssiger Chansonnier daherkam. Für diese Platte haben wir nach einem nicht ganz einfachen Konzept gearbeitet. Für die drei ersten CD habe ich viel gepröbelt, habe viel entdeckt. Aber jetzt ist meine Lehr- und Versuchszeit vorbei. Aus den drei ersten Alben hat sich eine Stilrichtung herauskristallisiert. Es ist übrigens schwierig, einen eigenen Stil zu realisieren. Alle wollen dich in eine bereits beschriftete Schublade werfen. Für das neue Album arbeite ich wieder mit Bläsern. Es hat sehr positive Lieder, aber auch die melancholische Seite von «Rosemary’s Bar» fehlt nicht.

Und wann geht Gustav einmal in die Ferien?

Seit 1998 habe ich dauernd Lieder produziert und gespielt, war immer unterwegs. Jetzt zeigen sich Er-
müdungserscheinungen. Ich muss eine Pause machen und meinen
Kopf leeren. Dieses Jahr erfülle ich mir den lang gehegten Wunsch,
den Jahreswechsel einmal unter Palmen zu feiern. Am 30. Dezember fliege ich für drei Monate nach Thailand … ich schreibe euch dann eine Karte.
Gustav-Konzert

Freitag, 5. September, im Senslerhof, St. Antoni. Türöffnung ab 18 Uhr. Programm: 19.00 Uhr In Between, 20.30 Uhr Gustav. Billettvorverkauf bei der Gemeindeverwaltung St. Antoni, Tel. 026 495 11 55.

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