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Murtner Hallenbad muss seine Tore bei zu viel Schnee auf dem Dach schliessen

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Das Dach des Hallenbads in Murten ist sanierungsbedürftig. Bei über 20 Zentimetern Schnee auf dem Dach muss die Anlage ihre Tore schliessen, weil die Tragsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Das war diesen Winter bereits einmal der Fall. 

Eine Sanierung des Hauptdachs des Hallenbads Murten ist schon länger ein Thema. Bei der Ausarbeitung eines Baukonzepts und der Überprüfung der Statik zeigte sich nun, dass die Konstruktion mit den grossen Holzleimbindern bereits heute eine zu geringe Tragfestigkeit aufweist: Bei zu hoher Schneelast auf dem Dach ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Bis auf Weiteres schliesst das Hallenbad deshalb bei mehr als 20 Zentimetern Neuschnee auf dem Dach seine Tore. Dies schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft für die Generalratssitzung vom 23. Februar. Die Baukosten für ein neues Dach belaufen sich auf insgesamt knapp zwei Millionen Franken. Ein bereits genehmigter Planungskredit von 100’000 Franken ist in der Kostenschätzung enthalten. Die Kreditsumme beträgt abzüglich der Subventionen aus dem Tourismusförderfonds und dem Planungskredit 1,75 Millionen Franken. Diese Summe beantragt der Gemeinderat dem Generalrat.

Neue Vorschriften

«Die statischen Berechnungen der Holzkonstruktion waren beim Bau des Hallenbads nicht falsch», erklärt der Murtner SVP-Gemeinderat Rudolf Herren auf Anfrage. Laut dem Historischen Lexikon der Schweiz wurde das Hallenbad 1977 gebaut. Seither haben sich laut Herren die Regeln für die Tragfähigkeit verändert: «Es hat niemand einen Fehler gemacht. Die Sicherheitsanforderungen wurden erhöht, deshalb werden sie heute nicht mehr erfüllt.» Das habe man bei der Ausarbeitung des Sanierungsprojekts realisiert. Der Gemeinderat wisse dies seit dem Herbst und müsse die Vorgaben nun einhalten: 

Vergangenen Dezember mussten wir das Hallenbad wegen des vielen Schnees für einen halben Tag schliessen.

Rudolf Herren
Murtner SVP-Gemeinderat

Dass die Tragfähigkeit der grossen Holzleimbinder zu gering ist, hat ein Holzbauingenieur laut Botschaft in einem ausführlichen Bericht festgehalten. Auch visuelle Kontrollen von allen Leimverbindungen der Binder mittels Drohnenaufnahmen seien darin erwähnt. Ein weiteres Gutachten liess der Gemeinderat von der Firma Holzbauexperten Kolb Kolb Müller aus Langrickenbach und Biel anfertigen. Laut diesen Planern sind insbesondere die Dreigelenkbogenbinder des Hallenschwimmbads weder für jetzige Situation noch für den geplanten neuen Dachaufbau genügend gross dimensioniert. Da keine Unterlagen, also Konstruktionspläne und statische Berechnungen, des Herstellers vorliegen würden, könne die Ursache der Abweichung nicht überprüft und erklärt werden, schreiben die Holzbauexperten in ihrem Gutachten weiter. «Sofortmassnahmen sind infolge der Feststellungen zwingend notwendig», schliessen die Holzbauer.

Photovoltaik-Anlage

Da eine Photovoltaikanlage und eine weitere Isolierung geplant seien, müsse das Dach statisch sowieso verändert werden, erklärt Rudolf Herren. Laut Botschaft konsumiert das Hallen-, Schwimm- und Strandbad der Region Murten (HSSB) pro Jahr etwa 770’000 kWh elektrische Energie. Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von 640 Quadratmetern könne in einem Durchschnittsjahr rund 117’000 kWh an Energie produzieren. Diese könne das HSSB zu 100 Prozent verwenden und damit pro Jahr Energiekosten von etwa 18’000 Franken einsparen. Somit könne das Bad die reinen Investitionskosten für die Photovoltaikanlage in der Höhe von 180’000 Franken in zehn Jahren amortisieren. 

Nur der erste Schritt

Das Eternitdach des Bads sei asbesthaltig und müsse speziell entsorgt werden, führt Rudolf Herren weiter aus. Die Investition in das bestehende Gebäude lohne sich, ist der Gemeinderat überzeugt: «Die Bausubstanz, die Grundstruktur und das Fundament sind gut, und wir hoffen, dass das Sanierungsprojekt beim Generalrat auf Wohlwollen trifft.» Es sei jedoch nur der erste Schritt der Sanierung des HSSB: «Es gibt weiteren Sanierungsbedarf, auch bei den Aussenbecken.» Der Gemeinderat plane, in den nächsten fünf Jahren insgesamt vier Millionen Franken zu investieren. Im Hinblick auf die Generalratssitzung vom 23. Februar und die Genehmigung des Kredits in der Höhe von 1,75 Millionen Franken zeigt sich Rudolf Herren zuversichtlich: 

Unser Bad ist aus meiner Sicht unbestritten.

Rudolf Herren
Murtner SVP-Gemeinderat
Das Hallenbad Murten gibt es seit 1977. Das öffentliche Seebad entstand bereits 1829, das Freibad steht Badegästen seit 1974 zur Verfügung.
Etelka Müller

Zahlen und Fakten

Dachsanierung in den Sommermonaten

In einer ersten Kostenschätzung von 2020 gingen die Planer laut der Botschaft für die Generalratssitzung vom 23. Februar von rund 1,2 Millionen Franken für die Dachsanierung aus. Die nun vorliegenden Offerten würden jedoch Gesamtkosten von zwei Millionen Franken aufführen. Die Mehrkosten ergäben einerseits durch den Mehraufwand bei der Sanierung der Tragkonstruktion. Andrerseits habe sich die Preisentwicklung auf dem Baumaterialmarkt negativ auf die Preise ausgewirkt. Die Finanzierung erfolge nach Möglichkeit durch eigene Mittel, ansonsten durch Fremdkapital. Die meisten Arbeiten seien unter Vorbehalt der Genehmigung des Kredits durch den Generalrat bereits vergeben. Welche Firmen den Zuschlag erhalten haben, insbesondere jenen für die neue Holzkonstruktion des Dachs, wollte der Murtner Gemeinderat Rudolf Herren am Montag noch nicht bekannt geben. Die Sanierungsarbeiten sollen den Betrieb des Schwimmbads so wenig wie möglich stören und unbedingt während der Sommermonate, wenn das Hallenbad geschlossen ist, durchgeführt werden. Bei den Ausschreibungen für die Unternehmungen hat die Gemeinde die Terminvorgaben und deren Einhaltung laut Botschaft als wichtiges Vergabekriterium eingebaut. emu

 

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