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«Nachdenken, andere überzeugen und Mehrheiten schaffen»

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Die frischvereidigten Generalrätinnen und Generalräte von Düdingen durften am Samstagmittag im Foyer des Podiums die Gratulation ihrer Angehörigen und Freunde entgegennehmen. Kurz zuvor hatten sie, in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen, vor Oberamtmann Nicolas Bürgisser den Eid abgelegt. Von A wie Aebischer Eliane bis Z wie Zurkinden Iris versprachen oder schworen 48 Frauen und Männer, ihr politisches Amt nach bestem Wissen und Gewissen auszuüben. Je eine Generalrätin und ein Generalrat mussten sich entschuldigen lassen. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt vereidigt.

«Heute ist ein historischer Tag für Düdingen und den Sensebezirk», erklärte der Oberamtmann in seiner Rede. Erstmals gebe es nämlich gleich in zwei Sensler Gemeinden einen Generalrat: in Wünnewil-Flamatt und in Düdingen. «Ein Generalrat muss von allen Dossiers Kenntnis nehmen, darf zu jedem Geschäft seine eigene Meinung haben und sollte schliesslich gewissenhaft darüber entscheiden», zählte Bürgisser die anstehenden Herausforderungen auf.

Toleranz und Vernunft

 Dabei werde die Haupttätigkeit der Parlamentarier, wie es der Name schon sage, das «Parlieren» sein: «Ihr werdet viele Gespräche miteinander führen. Aber Ihr werdet auch nachdenken, andere zu überzeugen versuchen, Mehrheiten schaffen, tolerant und vernünftig sein.» Er riet den Generalräten, «geschwätzig» und neugierig in ihr neues Amt zu gehen und die Arbeit im Gremium zu geniessen und wertzuschätzen.

Eine Vereidigung sei nicht nur als feierlicher Beginn einer Amtszeit zu verstehen, sagte Bürgisser, sondern auch als ein juristischer Akt: So müssten vereidigte Personen etwa die Wahrheit sagen, hätten vor Gericht aber auch eine erhöhte Glaubwürdigkeit. «Diese gilt übrigens nicht, wenn Ihr einmal zu spät nach Hause kommen solltet», meinte er mit einem Augenzwinkern.

Kontakt suchen

Auch Ammann Kuno Philipona richtete sich in einer kurzen Rede an die neuen Generalräte. «Stellvertretend für die Stimmbürger werdet Ihr in Zukunft über die Anträge des Gemeinderats beschliessen. Das ist eine grosse Verantwortung.» Er bat die Parlamentarier, diese wichtige Aufgabe ernst zu nehmen, den Kontakt zur Bevölkerung zu suchen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was die Gemeinde bewegt. Für die Zusammenarbeit der beiden Gremien wünschte er eine angenehme Atmosphäre und gute Diskussionen: «Damit wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen für unsere Bevölkerung treffen können.»

Zahlen und Fakten

Der dritte Anlauf für ein Düdinger Parlament

Bevor sich die Stimmbürger am 14. Juni 2015 mit 58,2 Prozent für eine Wiedereinführung des Generalrats aussprachen, hatten sie das gleiche Vorhaben im Mai 2000 (58 Prozent Nein-Stimmen-Anteil) und im November 2009 (50,88 Prozent) an der Urne noch abgelehnt. Davor besass Düdingen bereits zweimal ein Gemeindeparlament: Ab 1873 für einige Jahre und von 1982 bis 1991 wieder, weil es das Gemeindegesetz damals so vorsah. Die stärkste Kraft im neuen Gremium ist die CVP mit 13 Sitzen. Auf sie folgen die SVP mit acht, die FDP und die Freien Wähler Düdingen mit je sieben, die SP mit sechs, die Junge Liste mit fünf, sowie die Mitte-links–CSP und die Unabhängigen Düdingen mit je zwei Sitzen. Die konstituierende Sitzung des Generalrats findet am 23. Mai statt.mz

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