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Nächste Priorität: Ein Schweizer Skorer

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Nach einem Monat als Feuerwehrmann und Trainer an der Bande nutzt Christian Dubé die Nationalmannschaftspause dazu, in seinem Amt als Sportchef vorwärtszumachen. «Ich bin nicht ins Schwitzen geraten. Ich musste zwar das eine oder andere Treffen verschieben, aber ich hatte im Sommer bereits meine Spielerlisten erstellt und weiss, wo ich hinwill», sagte Dubé gestern den FN.

Ein Hüne ist der erste Zuzug

Tatsächlich präsentierte er die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison: Dave Sutter hat in Freiburg einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der 27-jährige Verteidiger ist vor allem für seine beeindruckende Postur bekannt. Der gebürtige Kameruner, der als Fünfjähriger in die Schweiz kam, ist 195 Zentimeter gross und 105 Kilogramm schwer. «Ich sehe bei Dave sehr viel Potenzial. Er ist nicht nur physisch stark, sondern auch schnell. Dadurch hat er ebenfalls ein gewisses Potenzial in der Offensive», sagt Dubé. «Ich bin überzeugt, dass er sich bei uns in den Top 6 etablieren kann, und freue mich wirklich über seine Unterschrift, denn es waren viele andere Teams hinter ihm her.»

Sutter kam bereits zu 13 Einsätzen mit der Schweizer A-Nationalmannschaft, hat aber derzeit in seiner dritten Saison bei den ZSC Lions einen schweren Stand. Trainer Rikard Grönborg gesteht ihm nur gerade 2:27 Minuten Eiszeit pro Spiel zu. «Bei uns wird er sicher wieder mehr zum Spielen kommen», sagt Dubé.

Umworbener Topskorer bleibt

Verteidigen werden in Freiburg nebst Sutter nächste Saison auch Ryan Gunderson und Benjamin Chavaillaz. Der US-Amerikaner Gunderson hat seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag um eine Saison verlängert. Absolviert der 34-Jährige nächste Saison eine gewisse Anzahl Spiele (wie viele das sind, sagte der Club nicht), verlängert sich der Kontrakt zudem um eine weitere Saison. «Er ist einer der drei besten Verteidiger der Liga», sagt Dubé. «Seine Unterschrift ist extrem wichtig für uns, zumal sich andere Teams für ihn zu interessieren begannen.» Nach 16 Spielen ist der Offensivverteidiger mit zwei Toren und elf Assists Gottérons Topskorer.

Davon ist Benjamin Chavaillaz weit entfernt. «Aber er hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Bereits letzte Saison spielte er oft gegen die gegnerischen Toplinien und machte seine Sache gut – genau wie auch in dieser Saison wieder», so Dubé, der den Vertrag des 30-Jährigen deshalb um drei Jahre verlängert hat.

Weitere Fragezeichen

Mit Sutter, Chavaillaz, Gunderson sowie Philippe Furrer und Noah Schneeberger, die weiterlaufende Verträge haben, stehen bei Gottéron für kommende Saison fünf Verteidiger unter Vertrag. Allerdings steht hinter Schneeberger ein Fragezeichen. In dieser Saison war der 31-Jährige oft überzählig – obwohl er einen sehr gut dotierten Vertrag hat. Wird Christian Dubé versuchen, den ehemaligen Nationalspieler loszuwerden? «Man muss schauen, was das Beste für den Club und für den Spieler ist. Wenn jemand nicht spielt, bringt das natürlich weder der einen noch der anderen Seite etwas», sagt Dubé. Aber man werde nun schauen, wie sich die Situation entwickle.

Bleibt Schneeberger, sind noch vier Plätze in der Verteidigung frei. Einer davon dürfte an David Aebischer gehen. Dubé hofft und denkt, dass der 19-Jährige nach seinen zwei Nordamerikajahren bei Gati­neau in der Juniorenliga QMJHL nach Freiburg zurückkehrt. Damit würden noch drei Plätze bleiben. «All unsere Verteidiger, deren Verträge auslaufen, haben noch Chancen auf diese Plätze.» Das wären dann Jérémie Kamerzin, Ralph Stalder, Marc Abplanalp, Aurélien Marti und Marco Forrer. Dubé schliesst zwar nicht aus, noch einen weiteren Verteidiger zu holen, «aber ich bin momentan zufrieden mit den Leistungen unserer Verteidigung».

Kommt ein Topstürmer?

Priorität hat für Dubé im Hinblick auf die nächste Saison indes die Verpflichtung eines Schweizer Stürmers, «der Tore schiessen kann». In dieser Hinsicht laste in der aktuellen Saison sehr viel Druck auf den Schultern der Ausländer. Ob es Dubé allerdings wirklich gelingt, einen Schweizer Skorer nach Freiburg zu locken, ist nicht sicher. «Im Moment herrscht bei den Topstürmern eher die Tendenz, dass sie bei ihren Clubs bleiben.» So wie etwa Sven Senteler, den Dubé ebenfalls gerne gehabt hätte, der gestern jedoch seinen Vertrag in Zug verlängerte.

«Acht oder neun Clubs sind alle hinter den gleichen Stürmern her.» Dazu gehören Chris Baltisberger (ZSC Lions), Yannick Herren (Lausanne), Damien Riat (Biel), Dario Simion (Zug) und Jeremy Wick (Genf). «Die Spieler sind so natürlich nicht in Eile, und es entsteht eine Preistreiberei. Ob es mit einer Verpflichtung klappt, kann ich deshalb nicht sagen – wie alle anderen Sportchefs der Liga auch nicht.»

Dubés Argumente: Das neue Stadion und die zusätzliche Million, die ihm für nächste Saison für die Spielersuche zur Verfügung steht. In Sachen Geld dürften sich die Leute allerdings keine falschen Vorstellungen machen, relativiert der Sportchef. «Natürlich bin ich froh über das zusätzliche Geld. Aber die Saläre steigen jedes Jahr, und wenn ein Spieler zu Verhandlungen kommt, setzt er den Lohn nie tiefer an als vorher …» Eine deutliche Lohnerhöhung erhält nächste Saison etwa Torhüter Reto Berra. Es sei deshalb nicht so, dass er nun einfach kaufen könne, wen er gerade wolle, sagt Dubé.

Brodins Zukunft ungewiss

Nicht das Geld, sondern die Strategie entscheidet über die Zukunft von Daniel Brodin, der als einziger Ausländer noch keinen Vertrag für nächste Saison hat. «Ich liebe, was er für den Club macht, sowohl auf als neben dem Eis. Aber ich weiss nicht, ob ich nächste Saison nicht vielleicht mit zwei ausländischen Centern spielen will.» Auf der Centerposition ist Gottéron eher dünn besetzt, zumal Andrei Bykow verletzungsanfällig ist. Sollte sich Dubé für die Strategie mit zwei ausländischen Centern entscheiden, wäre kein Platz mehr für den schwedischen Flügel Brodin.

Behalten möchte Dubé indes Matthias Rossi. «Wir haben mit ihm gesprochen. Er hat uns gesagt, dass er auch noch andere Offerten auf dem Tisch liegen hat.» Von den übrigen Schweizer Spielern mit auslaufendem Vertrag dürfte Lukas Lhotak, der die Erwartungen nie erfüllt hat, den Verein Ende Saison verlassen. Und die Rollenspieler Adrien Lauper, Flavio Schmutz und Tristan Vauclair werden sich noch gedulden müssen.

Saison 2020/21

Das bisherige Kader von Gottéron

Torhüter (1): Reto Berra.

Verteidiger (5): Benjamin Chavaillaz, Philippe Furrer, Ryan Gunderson (USA), Noah Schneeberger, Dave Sutter (neu, ZSC Lions).

Stürmer (8): Andrei Bykow, David Desharnais (Can), Nathan Marchon, Killian Mottet, Sandro Schmid, Julien Sprunger, Viktor Stalberg (Swe), Samuel Walser.

Auslaufende Verträge: Ludovic Waeber, Marc Abplanalp, Marco Forrer, Aurélien Marti, Jérémie Kamerzin, Ralph Stalder, Daniel Brodin (Swe), Adrien Lauper, Lukas Lhotak, Matthias Rossi, Flavio Schmutz, Tristan Vauclair.

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