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Neues Therapiezentrum in Galmiz

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Das ehemalige Gasthaus Kantonsschild gehört ihm bereits seit 1983. Nun kauft Beat Fasnacht das Bürogebäude auf der gegenüberliegenden Strassenseite an der Hauptstrasse in Galmiz dazu. Die zwei Gebäude zusammen sollen das neue Zentrum für das Förderprogramm für Jugendliche mit Übergewicht werden.

Eine Anfrage an den Kanton ist jedoch noch hängig; dabei geht es um die Anerkennung der Interkantonalen Vereinigung für soziale Einrichtungen (IVSE). «Wir wollen auf jeden Fall weitermachen, aber ohne diese Anerkennung wird es schwierig», sagt Fasnacht. Dabei gehe es darum, dass Kantonsärzte aus anderen Kantonen Jugendliche mit massivem Übergewicht an seine Institution überweisen können (siehe Kasten).

Bisher war das Therapiezentrum für übergewichtige Jugendliche in der Guglera in Giffers angesiedelt. Ab 2017 wird das Institut zum Bundesasylzentrum (die FN berichteten). Ursprünglich wollte Fasnacht bereits ab 2016 auf dem benachbarten Landwirtschaftsbetrieb, der auf Boden von Rechthalten steht, ein neues Projekt realisieren. Auf dem Guglerahof sollten übergewichtige und arbeitslose Jugendliche in Ateliers praktische Fähigkeiten erlernen und so in die Arbeitswelt zurückfinden. Im Moment zeige die Gemeinde Rechthalten jedoch wenig Interesse daran, die dafür nötige Spezialzone zu bewilligen. «Wir warten auf ein Signal der Gemeinde», sagt Fasnacht, «erst dann macht es Sinn, das Vorprojekt auszuarbeiten und einzureichen.» Das längerfristige Ziel sei, dass der Guglerahof zur Spezialzone für Jugendliche mit Schwierigkeiten wird.

Marcel Kolly, Ammann von Rechthalten, spielt den Ball zurück an Fasnacht: «Sobald ein Gesuch bei uns eintrifft, werden wir es anschauen.» Die Planungskommission würde das Dossier prüfen und an den Gemeinderat übergeben. Danach müsste der Gemeinderat entscheiden, ob sie beim Kanton eine Ortsplanänderung für die Spezialzone beantragen wollen oder nicht. «Aber es ist schon ein wenig eine Illusion, neben dem Bundesasylzentrum ein Zentrum für Jugendliche aufbauen zu wollen.» Gemäss dem Projektbeschrieb Guglerahof des Instituts St. Josef Guglera AG sollen dort künftig rund 220 Jugendliche betreut werden. Im Bundesasylzentrum sind 300 Plätze geplant. «Das ist zu viel, das wäre ja schon bald ein eigenes Dorf», gibt Kolly zu bedenken.

Die kleinere Version

Das Zentrum in Galmiz zu führen sei nun eine Übergangslösung, so Fasnacht. Es sei nur eine kleinere Version, die in Galmiz möglich ist, «der Guglerahof ist die längerfristige Vision grösseren Ausmasses». In Galmiz werden rund zehn Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren im Kantonsschild wohnen. Im frisch erworbenen Gewerbehaus auf der gegenüberliegenden Strassenseite sind verschiedene Firmen Fasnachts im Bereich der medizinischen Diagnostik und der Hygiene-Kontrolle untergebracht. Rund 16 Mitarbeitende seien in dem Haus zurzeit tätig. Eines der Unternehmen ist die Almedica, mit dem Fasnacht sein Engagement für Jugendliche querfinanziert.

Finanzierung ist schwierig

Für die Jugendlichen werden in Galmiz verschiedene Arbeiten auf dem Programm stehen: «Wir legen Wert auf praxisnahe Tätigkeiten.» So würden die jungen Männer und Frauen in einem ersten Schritt im Handwerksatelier, in der Küche und der Hausarbeit eingesetzt. In einem zweiten Schritt nach der Eingewöhnung in den Alltag des Zentrums könnten die Jugendlichen auch im Büro, im Magazin oder im Labor eingesetzt werden–«immer mit der Hilfe eines Coachs», sagt Fasnacht. Durchschnittlich bleiben die Jugendlichen ein Jahr lang im Zentrum. «Aber wir hatten auch schon jemanden, der acht Jahre lang bei uns blieb–er konnte nicht nach Hause», erzählt Fasnacht.

Das Bürogebäude hatte Fasnacht vor vielen Jahren gebaut, es dann verkauft und nun zurückerworben. Bevor er mit seinen Firmen und dem Zentrum nach Giffers zog, war das Unternehmen in Galmiz untergebracht: «Ich habe hier angefangen vor mehr als 30 Jahren und bin jetzt wieder hier», sagt Fasnacht. Er selber werde nach Merlach ziehen, um in der Nähe seines Therapiezentrums zu sein. «Wir erhalten viele Anfragen. Auch aus anderen Kantonen», sagt er. Die Finanzierung sei jedoch oft schwierig: Adipositas, also Fettleibigkeit, werde leider nicht als Krankheit anerkannt.

Defizitdeckung: Verhandlungen um Anerkennung

D ie Institution Guglera als Sondereinrichtung inklusive Defizitdeckung anzuerkennen, war bereits vor einigen Jahren Thema. Laut Claudia Lauper von der Direktion für Gesundheit und Soziales waren die Voraussetzungen für eine Anerkennung aber nicht erfüllt. Der Staatsrat habe zwar eingewilligt, die Beherbergung von Freiburger Jugendlichen in der Guglera zu finanzieren, die Anerkennung habe er jedoch abgelehnt. Ein neues offizielles Gesuch zur Anerkennung der zukünftigen Einrichtung liege nicht vor, so Lauper. Es werde jedoch Gespräche mit Beat Fasnacht geben, um das Thema der Anerkennung wieder aufzunehmen. emu

 

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