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Noch ein Sieg fehlt zum Ligaerhalt

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Nach zwei ziemlich klaren Erfolgen musste Gotté­ron gegen Ambri am Samstag erstmals an seine Grenzen gehen, um die Tessiner ein weiteres Mal zu besiegen. Damit steht die Serie nun 3:0 für die Drachen, und ihnen fehlt also noch ein Sieg, um sich den Ligaerhalt definitiv zu sichern. Auch wenn immer wieder gesagt wird, dass der Vierte und letzte Sieg der schwierigste sei, deutet vieles darauf hin, dass am Samstag im gut gefüllten St. Leonhard mehr als eine Vorentscheidung gefallen ist. Auch die anwesenden Tessiner Journalisten konnten es sich nur schwer vorstellen, dass das inferiore Ambri nun viermal in Folge dieses Gottéron mit seinem starken ersten Powerplay-Block besiegen könnte.

Ob der 2:1-Sieg nach Verlängerung der letzte Auftritt der Freiburger in dieser Saison zu Hause gewesen ist, bleibt bis morgen offen, wenn sich die beiden Teams in der Valascia zu Playout-Finalspiel Nummer 4 treffen. Auch wenn die Leventiner Gottéron den letzten Sieg sicher nicht auf dem Tablett servieren werden, besteht die Möglichkeit, dass man bei Ambri klugerweise die noch vorhandenen Kräfte wohl besser für die Ligaqualifikation aufspart.

Ambris erstmalige Führung

4:0 und 6:1 lauteten die Resultate der ersten zwei Spiele zugunsten Gottérons. Am Samstag gingen die sichtlich motivierten Tessiner in Freiburg erstmals selbst in Führung: Nach nur 55 Sekunden eröffnete «Ersatz-Topskorer» Cory Emmerton – Janne Pesonen wurde diesmal als überzähliger Ausländer gemeldet – für seine Farben das Skore. Was die vielen mitgereisten Ambri-Fans zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie nicht wussten: Dieser Treffer des Kanadiers sollte trotz einer grossen Anzahl weiterer Chancen das einzige Glücksgefühl der Gäste an diesem Abend bleiben. «Wir haben das Startdrittel in der Tat etwas verschlafen», bilanzierten Gottéron-Stürmer Tristan Vauclair und sein Trainer Larry Huras. Vielleicht sei man schon wieder etwas zu selbstsicher gewesen. Jedenfalls sei man mit nur einem Tor Rückstand nach einem Drittel noch gut bedient gewesen. Chancen, den erste Sieg einzufahren, hatten die Gäste dann zur Spielmitte. Zuerst traf der kleine Jason Fuchs aus wenigen Metern im Überzahlspiel nur die Torumrandung, ein paar Sekunden später verpasste dann Lukas Lhotak sogar das leere Tor. Nach diesen zwei guten Möglichkeiten hatte Ambri dann das offensive Potenzial mehr oder weniger schon ausgeschöpft. Viele unnötige Strafen kosteten der Mannschaft Kraft. Weil die zwei Hüter Benjamin Conz und Sandro Zurkirchen beeindruckende Arbeit ablieferten, blieb die Torausbeute an diesem Abend im Bereich eines Fussballresultates.

Sprunger – wer den sonst?

Wie fast immer in dieser Saison, wenn es brenzlig wird, können die Gottéronfans auf ihren Captain Julien Sprunger zählen, der laut dem anwesenden ehemaligen Assistenz-Trainer der Schweizer Nationalmannschaft und Trainer Deutschlands, Köbi Kölliker, wohl seine beste Saison in der NLA spielt. Seine beiden Powerplay-Tore, das erste in der 23. Minute und das 2:1 in der Overtime, waren allein das Eintrittsgeld wert. Beim Ausgleichsknaller mussten die Schiedsrichter sogar die Torkamera konsultieren, um zu sehen, ob das Geschoss wirklich im Tor oder an der Latte gelandet war. Die Direktabnahme von Sprunger in der Verlängerung war nach Recherchen des Westschweizer Fernsehens übrigens schon sein 17. Saisontreffer in diesem Stil. Weil an diesem Abend die drei anderen Freiburger Linien wieder auf normaler Betriebstemperatur ohne Torerfolge arbeiteten, musste somit einmal mehr der Topsturm für die Differenz sorgen. Nach dem Spiel gefragt, ob diese Tore seine wichtigsten für den Klub seien, blieb Sprunger cool und besonnen. Seine schönsten und wichtigsten Tore seien sicher nicht diese, sondern jene, die er in den letzten Jahren während der Qualifikation oder in den Playoffs erzielt habe. Damit äusserte der Captain klar und deutlich, dass seine Ansprüche und die des Klubs sich auch in Zukunft nicht auf den Ligaerhalt beschränken dürften.

Ein Lob gab er dann gleich ans Team zurück. «Seit Beginn der Relegationsspiele ziehen alle Spieler an einem Strick.» Vauclair seinerseits meinte, die letzten Siege hätten dem Team Selbstvertrauen gegeben, und so habe man nach einigen Anlaufschwierigkeiten noch auf den Rückstand reagieren können.

Ngoy: «Es ist schon bitter»

Huras erwartet nun morgen in der Leventina ein noch bissigeres Ambri, sein Ex-Team wolle sich sicher nicht ohne Gegenwehr viermal hintereinander besiegen lassen. Beim langjährigen Gottéron-Verteidiger und jetzigen Tessiner Michael Ngoy fehlte allerdings gleich nach dem Samstagsspiel in dieser Hinsicht etwas der letzte Glaube: «Es ist schon bitter. Heute haben wir wirklich gut gespielt, am Ende stehen wir aber wieder mit leeren Händen da. Unsere Torproduktion ist in dieser Saison ganz einfach ungenügend, mit einem einzigen Tor kann man kaum gewinnen.» Wie recht er damit hat: In drei Playout-Finalspielen kam Ambri gegen die schlechteste Defensive der Qualifikation zu gerade mal zwei Törchen. Das ist ganz einfach zu wenig, auch wenn am Samstag erstmals der finnische Verteidiger Mikko Mäenpää einem ausländischen Stürmer den Platz wegnahm.

Bei Gottéron sieht die Ausgangslage mehr als erfreulich aus. All zu sicher sollte es sich aber nicht sein, denn Ambri hat nun zweimal in Folge gut mithalten können. Am Ende werden wohl Freiburgs Topspieler wie Roman Cervenka und Sprunger doch für die Differenz sorgen. Zu wünschen wäre es dem Traditionsklub alleweil, denn nach dem Ligaerhalt wird für Sportchef Christian Dubé die noch viel härtere Zeit mit der Planung der nächsten Saison beginnen. Huras hofft jedenfalls auf eine Vertragsverlängerung. In Freiburg stehen also wichtige Wochen bevor, nicht zuletzt mit dem Ausbau der Eishalle. Aber auch diesbezüglich liegen die Freiburger noch vor Ambri, wo das Projekt Neubau bei einem Abstieg bös ins Rudern geraten würde.

Telegramm

Gottéron – Ambri 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) n.V.

6171 Zuschauer. – SR Kurmann/Eichmann. Tore: 1. (0:55) Emmerton (D’Agostini) 0:1. 23. Sprunger (Cervenka/Ausschluss Lhotak) 1:1. 65. (64:21) Sprunger (Cervenka, Birner/Ausschluss D’Agostini) 2:1. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 6-mal 2 Minuten gegen Ambri.

Gottéron: Conz; Stalder, Schilt; Glauser, Picard; Leeger, Abplanalp; Maret, Kienzle; Fritsche, Rivera, Vauclair; Sprunger, Cervenka, Birner; Mottet, Mauldin, Marchon; Neuenschwander, Chiquet, Neukom.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Ngoy, Jelovac; Berger, Gautschi; Trunz, Mäenpää; Collenberg; Kostner, Hall, Lauper; D’Agostini, Emmerton, Monnet; Duca, Goi, Bastl; Guggisberg, Fuchs, Lhotak; Trisconi.

Bemerkungen: Gottéron ohne Vesce (überzähliger Ausländer), Loichat, Schmutz, Bykow und Rathgeb. Ambri-Piotta ohne Descloux, Zgraggen (alle verletzt), Fora (gesperrt), Pesonen und Balej (überzählige Ausländer). – 30. Pfostenschuss Fuchs. – Timeout Gottéron (56.).

Die FN-Besten: Sprunger, Zurkirchen.

Playout-Final (best of 7). Stand: 3:0.

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