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Oberamtmann weist alle Einsprachen gegen Tentlinger Wohnblöcke ab

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Autor: karin aebischer

Mehr als 70 Tentlingerinnen und Tentlingern passt es überhaupt nicht, dass auf der Dorfmatte drei Mehrfamilienhäuser und eine Einstellhalle entstehen sollen. Mit einer Sammeleinsprache haben sie sich dagegen zur Wehr gesetzt. Sie wollten verhindern, dass in der Kernzone eine Wohnsiedlung entsteht. Denn der Bevölkerung werde damit die Chance genommen, in Tentlingen je ein Dorfzentrum zu realisieren, argumentieren die Einsprecher (siehe FN vom 27. Mai).

In seinem Entscheid vom 29. November 2011 hat der Oberamtmann des Sensebezirks diese und eine weitere Einsprache nun abgewiesen. Er verweist unter anderem auf das Gutachten des Freiburger Bau- und Raumplanungsamtes vom 14. Oktober 2011, welches das konkrete Projekt in der Kernzone als zulässig bezeichnet, «selbst wenn eine durchmischte Nutzung für eine Kernzone wünschbar wäre», wie die Baudirektion schreibt. Da das Bauvorhaben sämtliche umwelt-, planungs- und baurechtlichen Vorschriften einhalte, hat der Oberamtmann die Baubewilligung dazu erteilt.

Einsprache zurückgezogen

Er wisse noch nicht, ob er die Einsprache weiterziehen werde, sagt der Tentlinger Josef Riedo, Vertreter der Kollektiveinsprache. Er müsse das Urteil erst gründlich lesen und werde sich dann innerhalb der gesetzlichen Frist entscheiden.

Nebst der Sammeleinsprache sind gegen die geplanten Mehrfamilienhäuser in Tentlingen noch zwei weitere Einsprachen eingegangen. Da das Projekt bezüglich der Einfahrt zum Besucherparkplatz inzwischen angepasst wurde, ist eine der Einsprachen zurückgezogen worden.

Eine weitere Beschwerde hat sich unter anderem auf die Ableitung des Oberflächenwassers der offenen Parkplätze bezogen. Diese hat das Oberamt vollumfänglich abgewiesen. Ob sie weitergezogen wird, steht noch offen. Sie müsse erst den Entscheid lesen, sagte die Einsprecherin auf Anfrage der FN. Die beiden Einsprachen gelangten bis zur Stufe Oberamtmann, nachdem die Einspracheverhandlungen zwischen den Einsprechern und dem Tentlinger Gemeinderat zu keiner Einigung geführt hatten.

Vor Auflage Widerstand

Auf der Dorfmatte in Tentlingen sind drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen geplant. Am 22. April 2011 wurde das Baugesuch öffentlich aufgelegt. Bereits an der Gemeindeversammlung vom 8. April 2011 hatte das Projekt für Diskussionen gesorgt (siehe Kasten).

Gemäss Gemeindepräsidentin Antje Burri-Escher ist der Baubeginn für Frühling 2012 vorgesehen.

Dass auf der Dorfmatte in Tentlingen bald drei Mehrfamilienhäuser stehen sollen, ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge.Bild Charles Ellena/a

Kanalisation: Die Gemeinde muss das Land erschliessen

Bereits an der Gemeindeversammlung vom April diesen Jahres war die Ablehnung der Bevölkerung gegen das Bauprojekt auf der Dorfmatte in Tentlingen spürbar. Allerdings in einem anderen Zusammenhang: Weil eine Tiefgarage unter dem Wohnkomplex gebaut werden soll, muss die Kanalisation auf der Wiese verlegt werden. Den Kreditantrag von 264000 Franken hat die Versammlung mit 20 zu 25 Stimmen knapp abgelehnt. Die Gemeinde ist jedoch gesetzlich verpflichtet, das Grundstück zu erschliessen. «Die Verlegung der Kanalisation wird mit Sicherheit der Gemeindeversammlung erneut unterbreitet, zumal dies klar zu den Aufgaben der Wasser- und Abwasserversorgung durch die Gemeinde gehört», sagt die Gemeindepräsidentin Antje Burri-Escher. Der Zeitpunkt sei mitunter von der Planung der Bauherrschaft und vom Fortschritt des Bauvorhabens abhängig. Mit dem Bau des ersten Wohnblocks könne jedoch auch ohne die Genehmigung dieses Geschäfts begonnen werden. ak

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