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«Optimisten» mit kleinen Kapitänen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Anna Tschannen

Hoch sind die Masten der kleinen Segelboote, «Optimisten» genannt. Hoch zumindest für die Kinder, die sie aufzurichten versuchen. Zu zweit kämpfen sich die Teilnehmer des Jugendsegellagers ab, um ihre Boote seetauglich zu machen. Ist der Mast vertäut, schiebt ein Kind nach dem anderen sein Boot auf einem Rädergestell zum Seeufer. «Einwassern. Alle Optimisten warten ausserhalb des Bojenfelds», kommandiert Leiter Cyrill Auer.

Wie Nussschalen treibt eines der rechteckigen Boote nach dem anderen vom Murtener Bootssteg weg. In jedem sitzt ein Kind, ausgerüstet mit einer Schwimmweste, Mütze und Sonnenbrille. Die Sonne scheint, der Wind ist dagegen schwach an diesem Dienstagmorgen.

Segeln durch Nachahmen

Seit Montag wohnen 32 Kinder zwischen 7 und 15 Jahren aus der ganzen Schweiz im Clubhaus des Segelclubs Murten. Sie nehmen an der diesjährigen Ausgabe des Jugendsegellagers teil, das der Segelclub jeden Sommer anbietet. Einer der Jüngsten ist der siebenjährige Nick Bruhin aus Murten. Es ist sein erstes Lager. Im Gegensatz zu anderen Teilnehmenden, die bereits zum vierten oder gar fünften Mal dabei sind. Segelerfahrung hat der kleine Kapitän jedoch bereits: Seine Eltern besitzen eine Jacht auf dem Murtensee. Die durfte er auch schon steuern, erzählt Nick. Diese Woche gehört aber ganz seinem Boot «Zorro», das er gekonnt aus dem Segelclubhafen manövriert.

Bereits am zweiten Tag des Segellagers wirken die Kinder routiniert. «Wir machen nicht viel Theorie», sagt Auer. In diesem Alter lernten die Kinder die grundlegende Segeltechnik, indem sie einander nachahmten. «Die Optimisten sind überdies quasi unsinkbar und erlauben Fehler», sagt Auer. Um den Kindern die Angst zu nehmen, hat die Gruppe am Montag Kentern geübt.

Schleppen mangels Wind

Ziel ist, das Mittagspicknick auf der anderen Seite des Murtensees in Sugiez abzuhalten. Der Wind reicht jedoch nicht, um hinüberzusegeln. Aus der Flaute organisieren die Begleiter ein Spiel: Wer am schnellsten eine Strecke paddelt, hat gewonnen. Nick lässt sich hinterhertreiben: Jemand habe ihm den Mastbaum absichtlich an den Kopf gehauen. Doch die Tränen des Siebenjährigen versiegen schnell, als es darum geht, abgeschleppt zu werden. Die Begleiter in den vier Motorbooten binden die Segelschifflein zusammen und ziehen sie über den See zum Zmittag – zum Vergnügen der Kinder, die faul in den «Optimisten» sitzen und in die Sonne blinzeln.

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