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Pétanquekugeln statt Pflastersteine

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Die gute Nachricht zuerst: Am kommenden 9. Mai treffen sich die Bewohner des Auquartiers auf dem Klein-St.-Johann-Platz, um das lang ersehnte Pétanque-Feld zu erstellen. «Wir haben nun endlich eine Baubewilligung», sagte der Verantwortliche, Jean-Marie Pellaux, an der Versammlung des Quartiervereins Au vom Mittwochabend. Lange hatten die Anwohner darauf warten müssen: Bereits im August 2013 hatte das Baugesuch öffentlich aufgelegen, das Bewilligungsverfahren zog sich jedoch über anderthalb Jahre hin. Für das Baugesuch habe der Verein bereits 1500 Franken bezahlt, für das Material rechnet Pellaux mit weiteren 500 bis 1000 Franken. «Wir haben die Stadt um einen Beitrag gebeten, aber noch keine Antwort erhalten.»

Platz bewegt Anwohner

Auf etwas leidigere Themen kam Co-Präsidentin Anne Folly zu sprechen. Allein schon die Erwähnung der noch immer ausstehenden Umgestaltung des Klein-St.-Johann-Platzes führte zu angeregten Diskussionen und zeigte, wie sehr diese Themen das Quartier bewegen–und spalten.

Die Stadt habe vor einigen Jahren ein provisorisches Projekt–einen Bodenbelag mit Blüten und Ranken–vorgestellt, das bis zu der definitiven Umgestaltung mit Pflastersteinen den Platz hätte verschönern sollen. «Wir haben nie erfahren, was aus dem Projekt geworden ist», sagte Folly und meinte: «Offenbar hat niemand den Willen, etwas auf diesem Platz zu bewegen»–weder die Anwohner, die Einsprache gegen das Projekt erhoben hätten, noch die Stadt, die sich vor Investitionen scheue. Denn auch bei den bestehenden Pflastersteinen gebe es Handlungsbedarf: An manchen Orten, etwa beim Stalden, seien richtige Löcher in der Strasse, die insbesondere für Velofahrer und ältere Leute Gefahren bärgen. Manche Mitglieder pflichteten dem bei, es gab aber auch Gegenstimmen. «Dass man die Steine sichern muss, finde ich auch. Ich sehe aber nicht ein, warum ihr so fixiert auf die Pflastersteine beim Klein-St.-Johann-Platz seid», sagte etwa Christophe Taille, Patron der Auberge de la Cigogne. Das Verlegen von Steinen sei teuer, «und um den Platz zu beleben, braucht es Leute, nicht Steine».

Klartext sprach auch die eingeladene Gemeinderätin Madeleine Genoud-Page (CSP): Das Übergangsprojekt mit dem Blumenfresko habe die Stadt fallen lassen; zu viele Einsprüche seien eingegangen. «Die eine Hälfte des Quartiers war dafür, die andere dagegen.» Für die definitive Umgestaltung des Platzes fehlten der Stadt zurzeit die Mittel. Das Bevölkerungswachstum fordere grosse Investitionen in die Schulinfrastrukturen. «Wir müssen Prioritäten setzen. Und dies sind–so leid es mir tut–nicht die Pflastersteine.»

Wechsel im Präsidium

Noch ausstehend sei die Antwort der Stadt auf die Forderung nach Sicherheitsmassnahmen an der Zähringerbrücke. «In diesem Jahr hat es bereits mehrere Suizide gegeben–und die Leute fallen auf die Strasse oder den Spielplatz.» Da zwei Generalrätinnen an der letzten Sitzung eine entsprechende Frage an den Gemeinderat gestellt hätten, sei eine Antwort an der nächsten Generalratssitzung vom 30. März zu erwarten.

Ob sich nach der Schliessung der Zähringerbrücke der Verkehr erhöht habe, könne sie nicht beurteilen, sagte Folly. «Geändert hat sich aber das Verhalten der Autofahrer.» Deshalb habe sie bei der Kantonspolizei Geschwindigkeitskontrollen gefordert. Die Antwort lasse hoffen, meinte Folly, die als Co-Präsidentin abtritt, aber weiterhin im Vorstand bleibt. Als ihre Nachfolgerin wählte die Versammlung Carla Bron. Sie wird mit dem bisherigen Co-Präsidenten Matthias Pittet den Verein führen.

 

Animation: Anwohner planen grosse Kilbi im Auquartier

B is zu 800 Leute sollen dieses Jahr die Kilbi im Auquartier feiern – zumindest wenn es nach Christophe Taille von der Auberge de la Cigogne geht: Er und ein Organisationskomitee planen eine Kilbi, die zu einem jährlichen Anlass werden soll. Am Mittwoch stellte er das Projekt dem Quartierverein Au vor. Budgetiert sind 100 000 Franken, 35 Prozent habe er bereits zusammen, so Taille. Erreiche er die nötige Summe in den nächsten Monaten nicht, werde die erste Kilbi um ein Jahr ver schoben. rb

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