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Plaffeien sagt Ja zu einer Beteiligung

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Mit 48 Ja- und 12 Nein-Stimmen haben die Stimmbürgerinnen und -bürger von Plaffeien an der Versammlung vom Freitag in Schwarzsee einer Beteiligung am Projekt der Kaisereggbahnen zugestimmt. Diese planen eine Änderung der Kunstschneeproduktion, um die Pisten effizienter zu beschneien (siehe FN vom 23. April). Der Beitrag der Sitzgemeinde am 1,9-Millionen-Franken-Projekt beläuft sich auf 300 000 Franken, und zwar nicht als Kredit, sondern à fonds perdu.

Ein «Ja, aber»

Die Finanzkommission sprach sich ebenfalls für die Beteiligung aus. Doch hätte sie es lieber gesehen, wenn diese an die Bedingung geknüpft wird, dass der jetzt auslaufende Vertrag mit den Kaisereggbahnen über die Bewirtschaftung der Parkplätze in Schwarzsee um zehn Jahre verlängert wird. Ammann Otto Lötscher betonte, dass dem Gemeinderat die Bewirtschaftung der Parkplätze auch wichtig sei, doch wolle dieser den Freiraum haben, selbst über die Art und Dauer einer Verlängerung zu verhandeln.

In der Diskussion meldeten sich etwa ein halbes Dutzend Bürger zu Wort – eine Mehrheit war für das Projekt: Das Projekt sei wichtig für den Tourismus, den Skisport und für die Leute, die direkt oder indirekt vom Tourismus leben. Die Gemeinde werde auch künftig Projekte für den Sommertourismus unterstützen, sagte Ammann Otto Lötscher auf eine Frage aus der Runde. Ein Bürger fand es ungerecht, dass die Kaisereggbahnen wieder profitieren, während die Gemeinde dazumal der Schwybergbahn nicht aus der finanziellen Not geholfen hatte. Otto Lötscher führte aus, dass die Gemeinde damals sehr wohl Aktien zeichnen wollte. «Doch wir sind der Meinung, dass es mehr Sinn macht, eine Bergbahn bei Investitionen zu unterstützen statt mit jährlichen Betriebsbeiträgen.»

Ein Bürger äusserte sich klar gegen die Beteiligung: «Das Projekt ist unnötig. Die Kaisereggahnen haben ja schon gute Pisten.» Besser wäre es, das Geld in den Unterhalt der Wanderwege auf dem Schwyberg zu investieren, die sich seit Jahren in katastrophalem Zustand befänden, führte er aus. Die Gemeinde habe letztes Jahr geplant, diese Wege zu verbessern, entgegnete Otto Lötscher. Die Arbeiten seien aber unter anderem wegen des Unwetters verschoben worden. «Gute Wanderwege sind auch uns ein Anliegen.» Da der Antrag des Gemeinderates angenommen wurde, kam jener der Finanzkommission gar nicht mehr zur Abstimmung.

Da blieben nur noch drei

Zum Schluss drückte Otto Lötscher sein Bedauern aus, dass die Fünferfusion mit dem Nein von Plasselb und Brünisried nicht zustande kam. «Sie wäre mittel- und langfristig für das Oberland gut gewesen.» Die POZ-Gemeinden Plaffeien, Oberschrot und Zumholz machen weiter. Die neue Fusionsvereinbarung ist zur Vorprüfung beim Kanton. Am 27. September wird abgestimmt, am 11. September gibt es einen Info-Abend.

Zahlen und Fakten

Ein sehr gutes Rechnungsjahr

Die 65 Bürger konnten an der Gemeindeversammlung von Plaffeien auf ein sehr gutes Rechnungsjahr 2014 zurückblicken. Die Laufende Rechnung weist bei Aufwänden und Erträgen von rund 14,7 Millionen Franken einen Überschuss von 36000 Franken aus. Dies, nachdem freie Abschreibungen von 750000 und ordentliche Abschreibungen von 827000 Franken getätigt wurden. Die Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen von 790000 Franken. Gemäss Gemeindekassier Bernhard Fahrni sind höhere Steuereinnahmen (730000 Franken) ein Grund für den guten Abschluss. Zudem sind einige geplante Investitionen nicht ausgeführt worden. Ausserdem fielen die Abrechnungen mehrerer Projekte wie der Neubau des Feuerwehrgebäudes besser aus als budgetiert. So konnten auch ausserordentliche Ausgaben wie Unwetterschäden (150000 Franken) oder die Mehrkosten bei der Sanierung Heim Bachmatte (200000 Franken) problemlos aufgefangen werden.im

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