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Preis bringt Kontakte und Anerkennung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Nach drei Jahren Unterbruch vergibt der Kanton Freiburg diesen Herbst den elften Freiburger Innovationspreis. Nebst dem bisherigen Preis für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), werden erstmals ein Start-up-Preis und eine Cleantech-Auszeichnung vergeben (FN vom 7. Juli).

Bei den letzten drei Vergaben hat je eine Deutschfreiburger Firma den Innovationspreis gewonnen: die Extramet (Plaffeien) im Jahr 2005, Collano (Schmitten) 2007 und ACL Instruments (Kerzers) 2009. Die drei Deutschfreiburger Preisträger haben durch den Innovationspreis auch untereinander Kontakte geknüpft. So war ein Vertreter von Extramet in der Jury, als Collano gewann, und beim Preisgewinn der ACL Instruments sass ein Collano-Vertreter in der Jury.

«Es besteht ein loser Kontakt zwischen Preisträgern», sagt Hans-Jörg Mihm, Direktor der Extramet AG. «Man sitzt im Gremium drin, trifft sich, und es kommt zum Austausch zwischen Firmen. Firmen unterstützen sich gegenseitig bei der Personalrekrutierung, oder sie empfehlen sich gegenseitig.»

 Adrian Schulthess, Zuständiger für Forschung und Entwicklung bei der heutigen Collano Adhesivs in Schmitten, erinnert sich ebenfalls an die gegenseitigen Besuche zwischen Collano und Extramet. Noch enger war der Kontakt mit der Kerzerser ACL Instruments. Gemäss Schulthess haben die beiden Firmen zusammen ein Projekt bei der Bundesstelle für technologische Innovation eingereicht. Das Projekt wurde bei der Gutsprache der Bundesgelder zwar nicht berücksichtigt, doch haben die beiden Firmen darauf Artikel in Fachpublikationen veröffentlicht und auch ein bis zwei interne Projekte gemeinsam realisiert.

Einfachere Rekrutierung

Das Unternehmen Collano und das damals ausgezeichnete Produkt haben sich seit der Preisverleihung stark weiterentwickelt, was aber gemäss Schulthess sowieso geschehen wäre, zählt das Unternehmen doch auf eine internationale Kundschaft. «Aber die Jury des Innovationspreises hat das Potenzial unseres Produktes erkannt», sagt Schulthess.

Für Extramet-Direktor Hans-Jörg Mihm hat der Innovationspreis seiner Firma viel Wertschätzung eingebracht: «Wir können besser qualifizierte Leute rekrutieren.» Der Preis habe die Mitarbeiter seines Unternehmens stolz gemacht und den Kontakt zu Behörden optimiert.

«Mit dem Innovationspreis wurden das Gesamtkonzept und die Nachhaltigkeit unseres Unternehmens ausgezeichnet», ist Mihm überzeugt. «Am Beispiel unseres Unternehmens wird das Konzept ‹High-Tech in the Green› praktiziert.»

Auch der diesjährige Innovationspreis verspricht für die Teilnehmer wieder interessante neue Kontakte. So ist beispielsweise der Astronaut Claude Nicollier neues Jurymitglied, und mit der Freiburger Kantonalbank tritt erstmals in 20 Jahren nebst der Volkswirtschaftsdirektion ein Sponsor und Co-Organisator in Erscheinung.

Eingabefrist für Dossiers zum Innovationspreis 2012 ist der 31. August unter www.innovationfr.ch oder bei der Wirtschaftsförderung, Perolles 25, 1701 Freiburg.

 

«Mit dem Preis wurde das Gesamtkonzept und die Nachhaltigkeit unseres Unternehmens ausgezeichnet.»

Hans-Jörg Mihm

Direktor Extramet AG

Extramet AG: Metalle dank Pulver noch härter

F ür die Fertigung neuer Hartmetallsorten hat das Plaffeier Unternehmen Extramet 2005 den Freiburger Innovationspreis gewonnen. «Wir sind High-Tech-Bäcker», fasst Direktor Hans-Jörg Mihm die Ausrichtung seiner Firma in einen Satz. Extramet wurde bei der Preisverleihung dafür ausgezeichnet, dass die Firma mit einem neuen Produktionsverfahren feinstes Pulver verwenden und die Qualität von Hartmetallen um ein Vielfaches steigern konnte. Die Hartmetalle kommen weltweit bei der Verarbeitung von Werkzeugen zum Einsatz, die dann wiederum in der Flug- und Automobilindustrie sowie in der Mikro- und Dentaltechnik Anwendung finden, hiess es in der damaligen Würdigung. Direktor Mihm erwähnt nun auch die Weltraumtechnik. Zu den Kunden zählt Extramet unter anderem Boeing oder Airbus. «Auch als kleiner Partner können wir in Zusammenarbeit mit Kunden Sachen weiter entwickeln», so Mihm.

Auch die Firma selber ist in den letzten sieben Jahren gewachsen. Zählte sie 2005 noch 140 Mitarbeiter, so sind es gemäss Mihm heute 185 am Standort und 250 weltweit. uh

ACL Instruments: Analysegerät sagt Haltbarkeit von Produkten voraus

D en letzten Freiburger Innovationspreis 2009 teilten sich ausnahmsweise zwei Unternehmen: ACL Instruments aus Kerzers und Asyril aus Villaz-St-Pierre. ACL Instruments wurde ausgezeichnet für die Entwicklung eines Analysegerätes, mit dem Oxidationsreaktionen von organischen Gebrauchs- und Konsumgütern zuverlässig charakterisiert und prognostiziert werden können. Die Geräte konnte man sowohl bei Nahrungsmitteln als auch bei Kunststoffen einsetzen, hiess es in der Würdigung.

Mit dem Analysegerät lassen sich die Langzeit-Eigenschaften von Produkten verbessern. Insbesondere verhindert diese Analyse, dass Produkte unnötig mit Zusatzstoffen für eine längere Haltbarkeit ergänzt werden. Die 2009 ausgezeichnete Innovation hilft Kunden, Produkte hinsichtlich Stabilität, Sicherheit und Qualität zu überprüfen. Folglich sprach die Firma mit dem Gerät staatliche Stellen und Verbraucherschutzorganisationen an, genauso wie die Nahrungsmittelindustrie. ACL Instruments in Kerzers wurde 2008 gegründet, also ein Jahr vor dem Gewinn des Innovationspreises. uh

Collano Xiro: Klebefilme für Seiten-Airbags

Z wischen Seiten-Airbags und Front-Airbags gibt es in einem Auto einen Unterschied: Seiten-Airbags müssen die Luft mehrere Sekunden behalten können, damit Passagiere auch bei mehrfachen Überschlägen geschützt sind. Diesem Umstand verdankte die damals Collano Xiro AG genannte Firma die Verleihung des Innovationspreises 2007. Sie stellte nämlich jene qualitativ hochstehenden Klebefilme her, dank denen die Seiten-Airbags abgedichtet werden können. Dazu muss der Klebefilm auf dem Airbag-Gewebe perfekt haften, so die Würdigung. «Bei der Preisverleihung standen wir im Anfangsstadium des Produktes», erklärt der für Forschung und Entwicklung zuständige Adrian Schulthess. «Heute ist es ein grosses Produkt.» Wie gross, will die Kommunikationsstelle der heutigen Collano Group nicht sagen. Nur so viel: «Die Marktbearbeitung ist erfolgreich, und der Bereich hat Zukunft.» Die Herstellung des Klebefilms findet bei der Collano Services Extrusion in Schmitten statt, die Vermarktung und Weiterentwicklung seit 2009 bei Nolax in Sempach. uh

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