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Reaktionen: Romands verstehen ihre «Compatriotes»

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Die offizielle Stadt Freiburg versteht sich nicht als zweisprachig. Entsprechend fiel die Antwort von Syndic Pierre-Alain Clément auf die Änderung der SBB-Durchsagen aus (FN vom 21. Dezember). Eine Umfrage bei französischsprachigen Generalräten zeigt aber, dass auch sie nicht verstanden haben, weshalb «Freiburg» und «Morat» nicht mehr angesagt werden. Auch das Postulat von Rainer Weibel (Grüne) für ein zweisprachiges Schild am Bahnhof findet Anklang.

Antoinette de Weck, Fraktionspräsidentin der FDP, bringt es auf den Punkt: «In der Schweiz sind wir eine Minderheit. Wir sollten Verständnis für die Minderheit in unserem Kanton zeigen.» Den ursprünglichen Entscheid der SBB versteht sie nicht. «Es ist doch normal, dass Freiburg und Murten in beiden Sprachen angesagt werden», sagt sie. Gegen ein «Freiburg»-Schild am Bahnhof hätte sie persönlich nichts. Doch: «Ich denke, dass viele Leute Mühe damit hätten.»

Emotionsgeladen

«Mir ist die Änderung sofort aufgefallen», so Claude Schenker, Fraktionspräsident der CV. «Zuerst dachte ich, die SBB passt den Namen ans Schweizerdeutsche an». Er steht einer erneuten Debatte über die Zweisprachigkeit der Stadt jedoch kritisch gegenüber: «Eine solch emotionsgeladene Frage vor den Wahlen aufzurollen, finde ich bedenklich.» Er hätte sich aber ohne Bedenken für die Wiedereinführung von «Freiburg» – und auch «Morat» – in den Zügen eingesetzt, wie er sagt.

Es allen recht machen

«Freiburg brüstet sich mit der Zweisprachigkeit nur dann, wenn es gerade passt.» SVP-Fraktionspräsident Pierre Marchioni ist verbittert über die Mutlosigkeit der Stadt in dieser Hinsicht. «Die so genannten ?Netten? sind eher offen gegenüber Ausländern als gegenüber ihren Mitbürgern der anderen Kultur.» Ein zweisprachig beschilderter Bahnhof störte Marchioni nicht. Nur sollte man die Namen nebeneinander stellen – «sonst streiten sie noch, welcher oben stehen soll».

Für Zweisprachigkeit

Laurent Moschini, Fraktionspräsident der SP, würde Weibels Postulat unterstützen. Er hält die Debatte aber vor allem für symbolisch. Doch: «Wenn das für die Deutschsprachigen ein Problem ist, sollte es möglich sein, das Schild in beiden Sprachen anzuschreiben», meint er. pj/cf

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