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Rechnung 1999 noch nicht genehmigt

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Spitalverband des Seebezirks wartet auf befriedigende Antwort von Gesundheitsdirektion

«Wir mussten ein Zeichen setzen. Ich habe je länger je mehr das Gefühl, der Kanton macht mit uns, was er will», begründete Spitalpräsident Roger Ekmann die Massnahme, die Betriebsrechnung erst zu einem späteren Zeitpunkt zu genehmigen. Das Spital des Seebezirks war von der Gesundheitsdirektion als Pilotbetrieb für die Einführung eines Globalbudgets auserkoren worden. Der Spitalvorstand war ursprünglich froh über diese Änderung:

Der Kanton würde dabei zwar das Budget gegen oben abgrenzen, andererseits hätte man dafür innerhalb dieses Budgets mehr operative Freiheiten.
Doch bei der Spitalführung machte sich schon bald Unzufriedenheit breit. Im letzten Dezember kritisierte Roger Ekmann: «Da wird trotz Plafonierung das Budget vom Kanton frisch-fröhlich zusammengestrichen.»

Budgetvorgabe um mehr
als 600000 Franken verpasst

Nun liegt die Rechnung für das Jahr 1999 vor. Statt dem vom Kanton anerkannten budgetierten Defizit von 5,35 Millionen Franken resultiert ein Fehlbetrag von 5,97 Millionen Franken. Und diese Differenz von über 600000 Franken würden gänzlich zulasten der Gemeinden fallen. 1998 hatte die Rechnung noch ein Defizit von 5,94 Millionen Franken ergeben. Der Spitalvorstand schrieb nun im Vorfeld der Delegiertenversammlung an die Gesundheitsdirektion, man sei mit dieser Handhabung des Globalbudgets nicht einverstanden. Er könne die Differenz zwischen Budget und Rechnung nicht einfach so den Gemeinden überwälzen. Wenn von kantonaler Seite bis zur Delegiertenversammlung keine befriedigende Antwort eintreffe, werde der Vorstand die Rechnung nicht zur Genehmigung vorlegen.

Der Dienstchef der Gesundheitsdirektion antwortete daraufhin, der Staatsrat könne sich der Problematik erst im Juni annehmen. Somit waren die Seebezirkler Delegierten auch nicht gewillt, über die Rechnung abzustimmen.

Im kantonalen Vergleich
gut abgeschnitten

Das Bezirksspital in Merlach kann ansonsten für das Jahr 1999 fast durchwegs positive Zahlen ausweisen. Es verzeichnete gegenüber dem Vorjahr 800 ambulante Patienten mehr (plus 16 Prozent), die Aufnahmen stiegen um sieben Prozent, und gleichzeitig ging die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 8,2 auf 7,6 Tage zurück. All dies sind gemäss dem Versammlungspräsidenten, Oberamtmann Daniel Lehmann, Hinweise auf einen qualitativen Top-Standard Das Bezirksspital weist diesbezüglich im kantonalen Vergleich Spitzenwerte auf.

Die Ausgaben von mehr als 14 Millionen Franken überstiegen das Budget um 180000 Franken, die Einnahmen fielen hingegen um 400000 Franken geringer aus. Wie der Vorstand aufzeigte, ist dieser Einnahmenrückgang darauf zurückzuführen, dass immer weniger Patienten halbprivat oder privat versichert sind. Allein in dieser Kategorie beträgt die Differenz fast 800000 Franken. Von der Spitalleitung aus könne man auf diese Entwicklung keinen Einfluss nehmen.

Noch dieses Jahr eine Nottreppe

Trotz der angespannten finanziellen Lage gewährte die Versammlung einen Zusatzkredit von 200000 Franken zur Erstellung einer Nottreppe. Diese entspricht der dritten Etappe eines Pakets an Brandschutzmassnahmen. Bereits installiert ist eine neue Brandmeldeanlage, und gerade jetzt installieren Arbeiter ein neues Lüftungssystem sowie Brandschutztüren. Die Nottreppe wäre eigentlich erst für das Jahr 2002 vorgesehen gewesen, doch hat der Kanton nun 55 Prozent Subventionen in Aussicht gestellt, sofern die Nottreppe noch dieses Jahr gebaut wird.

Viel Geld
für die Region

Seit Beginn dieses Jahres hat Direktor Claudio Luigi Ferrante die Ausgaben des Bezirksspitals in Merlach unter die Lupe genommen und auf Regionen aufgeteilt.

Von den Gesamtausgaben des Spitals fliessen 54 Prozent in den Seebezirk, 14 Prozent in das restliche Kantonsgebiet und 32 Prozent ausserhalb des Kantons.
Nimmt man nur die Löhne des Personals, so zeigt sich, dass 74 Prozent oder 6,4 Millionen Franken im Seebezirk bleiben und teilweise als Steuern wieder an die Gemeinden zurückgehen. 41 Prozent entfallen auf Murten, 15 Prozent auf Merlach, acht Prozent auf Muntelier und sechs Prozent auf Unterwistenlach. Dazu profitieren 22 andere Seebezirkler Gemeinden.
Bei den Sachausgaben verbleiben nur 22 Prozent im Seebezirk und 28 Prozent im Kanton. Die 50 Prozent ausserhalb des Kantons sind zu einem grossen Teil unvermeidlich, weil gewisse medizinische Apparate oder Medikamente im Kanton Freiburg gar nicht erhältlich sind.

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