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Regale stürzten um wie Dominosteine

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Käser Olivier Bongard und einer seiner Mitarbeiter hatten Glück im Unglück: Als am Dienstag vor einer Woche ein Regal im Käsekeller der Käserei in Düdingen zusammenstürzte und damit einen Domino-Effekt auslöste, standen sie just vor jenem Regal, das nicht umfiel und blieben somit unverletzt. Der Sachschaden ist jedoch sehr gross. Gallus Risse, Kommunikationsverantwortlicher der Kantonspolizei Freiburg, spricht von mehreren 100 000 Franken Schadenssumme. «Die Polizei hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet», sagt Risse und bestätigt damit einen Artikel der Zeitung La Liberté vom Mittwoch. Noch ist die technische Untersuchung nicht abgeschlossen. Zurzeit sehe es aber so aus, als ob der Grund für das Einstürzen des einen Käseregals eine Fixierung gewesen sei, die nicht mehr richtig angeschraubt gewesen war. Weshalb diese nicht mehr richtig befestigt gewesen sei, könne die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Keller ist praktisch neu

Erst vor knapp zwei Jahren, im Mai 2013, wurde der oberirdische Käsekeller fertiggestellt und in Betrieb genommen. Ungefähr 1500 Laibe Gruyère AOP, die je 35 Kilogramm wiegen, waren zum Zeitpunkt des Unfalls im Keller gelagert. Von diesen habe er rund 630 Laibe retten und in anderen Käsekellern unterbringen können, sagt Olivier Bongard–unter anderem bei Von Mühlenen in Düdingen oder in der Käserei in Heitenried. Circa 630 weitere Käselaibe kann er einschmelzen, der Rest wird an die Schweine verfüttert. «Es war ein Schock, bisher hatten wir keinerlei Probleme mit dem Käselager», sagt Olivier Bongard. Er wisse nicht, weshalb das Regal eingestürzt sei und wie es jetzt genau weitergehe. Zurzeit könne der Keller nicht genutzt werden, aber man werde versuchen, ihn so schnell wie möglich wieder instand zu stellen.

Ähnlicher Fall in Misery

Ein ähnlicher Unfall ereignete sich im September 2014 in der neuen Käserei in Misery-Courtion. 2250 Käselaibe waren mit den Regalen umgestürzt (die FN berichteten), die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Die Einrichtung des Käsekellers stammt dort ebenso wie in Düdingen von Agytec in Balsthal. Co-Besitzer Richard Gyger schliesst einen Konstruktionsfehler aus. In Misery habe ein entferntes Kabel den Einsturz ausgelöst, in Düdingen eine fehlende Schraube. Die Firma ist seit 15 Jahren auf diesem Gebiet tätig und hat in der ganzen Schweiz 50 Anlagen installiert. «Alle wurden abgenommen und kontrolliert», so Gyger.

 Die Sortenorganisation des Gruyère AOP hat in der Zwischenzeit in einem Schreiben die Mitglieder dazu aufgerufen, die Regale in den Käsekellern vom jeweiligen Anbieter kontrollieren zu lassen. «Ich hoffe, dass sich diese Vorfälle nicht wiederholen», sagt Philippe Bardet, Direktor der Sortenorganisation Gruyère AOP. Der Vorstand der Sortenorganisation werde dieses Thema an seiner Sitzung nächste Woche behandeln und mögliche Massnahmendiskutieren.

«Ich hoffe, dass sich diese Vorfälle nicht wiederholen.»

Philippe Bardet

Direktor der Sortenorganisation Gruyère AOP

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