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Risiko für Privatanleger wird greifbarer

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Umfeld extrem niedriger bis gar negativer Renditen trifft insbesondere risikoscheue Anleger, welche vorwiegend im Bereich der Obligationen von soliden Schuldnern investieren möchten. So liegt die Rendite einer Obligation der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die eine erstklassige Schuldnerin ist, am 26. Februar 2015 erst bei einer Laufzeit von zehn Jahren knapp im positiven Bereich – ohne Berücksichtigung von Kosten.

Die Verlockung ist gross, sein Geld in rentablere Finanzanlagen zu investieren. Doch genau hier liegt das grösste Risiko. Anleger suchen nach Renditeperlen und Alternativen, die gar nicht ihrem Risikoprofil entsprechen.

Dazu zählen zum Beispiel der Kauf von Obligationen einer Hochzinswährung wie dem australischen Dollar oder der Kauf von Obligationen von Schuldnern mit einer tieferen Kreditqualität. Insbesondere unerwartete Ereignisse wie der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, machen das Risiko noch greifbarer. Solche Risiken, aus denen hohe Kursschwankungen resultieren können, werden von vielen Anlegern systematisch unterschätzt.

Keine risikolose Anlagen

Je riskanter eine Finanzanlage, desto höher die Schwankungsbreite. Jede Anlageklasse verfügt über unterschiedliche Rendite- und Risikoeigenschaften. So sind Aktien im Vergleich zu Obligationen im Durchschnitt riskanter und weisen höhere Schwankungen auf, bieten langfristig aber höhere Renditechancen. Doch auch innerhalb von und über Anlageklassen hinweg gibt es Unterschiede. So ist eine Obligation mit tiefem Rating zum Teil wesentlich riskanter als eine Aktie eines Schweizer Bluechips.

Und letztlich hat die Einführung von Negativzinsen gezeigt: Es gibt keine risikolose Anlage. Selbst das Konto birgt Risiken. Zwar wurden für Privatanleger bis heute noch keine Negativzinsen eingeführt, dennoch senkten einige Institute die Verzinsung von Privat- und Sparkontos auf null.

Strategien überprüfen

Beim Anlegen geht es um den bewussten Umgang mit Risiken. Das ist keine Kunst, sondern eine Disziplin. Dis-ziplin beginnt beim Erkennen der eigenen Grenzen. Dazu gehört die gründliche Klärung der Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit. Das ist der wichtigste Schritt in der Vermögensberatung. Er zeigt auf, ob der Kunde mit Schwankungen umgehen kann und finanziell in der Lage ist, den Preis für eine höhere Ertragsaussicht zu entrichten.

In der Überprüfung des eigenen Risikoprofils und der entsprechenden Anlagestrategie liegt heute die grösste Chance. Dabei zeigt sich, ob der gewählte Mix von Anlageklassen wirklich zur eigenen Risikotragfähigkeit und -bereitschaft passt.

Einmal mehr erweist sich die Diversifikation in der Portfoliobewirtschaftung als zentrales Element – also die breite Streuung der Risiken auf verschiedene Anlageklassen und innerhalb der Anlageklassen auf verschiedene Gegenparteien. Gerade im heutigen niedrigen Zinsumfeld können mit einem breit aufgestellten Portfolio alle sich bietenden Opportunitäten am besten genutzt werden.

Der Autor

Alain D’Agostino,Betriebsökonom, ist Leiter Vermögensberatung und Prokurist bei der Raiffeisenbank Freiburg Ost.

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