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«Ruhig im Kopf, ruhige Hand»

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Dass auch beim Billard nur die Übung den Meister macht–da sind sich die drei Deutschfreiburger, die beim Länderspiel am nächsten Samstag gegen Spieler aus Luxemburg antreten, einig. Deshalb trainieren sie im Vorfeld des Turniers fleissig: Der 14-jährige Sandro Volery, OS-Schüler aus Gurmels, und der 16-jährige Flamatter Yannis Bätscher, der eine Lehre als Konstrukteur macht, werden in der Kategorie der Jugendlichen spielen. In der Spielklasse der Herren tritt der perfekt bilingue Aygün Karabiyik aus Matran an.

 «Das viele Training ist deshalb wichtig, weil beim Billardspiel nicht nur Technik gefragt ist, sondern auch Konzentration», sagt Karabiyik. Während eines Spiels, das mehrere Stunden dauert, immer eine ruhige Hand zu wahren, sei mentale Schwerstarbeit. Das schaffe man nur mit viel Übung. «Nur wer im Kopf ruhig ist, kann auch eine ruhige Hand haben.»

 Schweizer sind Spitze

Das Länderspiel ist ein Turnier, das einzig dem freundschaftlichen Kräftemessen dient. Für die Europameisterschaften nächstes Jahr–das Ziel, auf das die drei Freiburger Billardcracks am meisten hinarbeiten–können sich die drei an den Schweizermeisterschaften im nächsten Frühling qualifizieren. «Die Idee für dieses Freundschaftsspiel ist bei den letzten Europameisterschaften entstanden», erklärt Sacha Volery, der Vater des Juniorspielers Sandro. Dort habe sich eine Freundschaft zwischen der Schweizer und der Luxemburger Delegation ergeben. Um diese Freundschaft zu pflegen, hat Volery nun fünfzehn Luxemburger zu einem Billard-Stelldichein mit anschliessendem Raclette-Plausch nach Düdingen eingeladen. «Ich gehe davon aus, dass wir nicht so gefordert sein werden.» Die Schweizer seien Spitze, die Luxemburger ein bisschen weniger, sagt Volery mit einem Augenzwinkern.

Im Ausgang Billard gelernt

Das Billardspiel habe in den letzten Jahren stark an Beliebtheit verloren, bedauern die drei Kaderspieler. Karabiyik hat mit dem Spiel in seiner Jugend in den Achtzigerjahren angefangen. Damals habe es noch in vielen Restaurants Billardtische gehabt, und das Spiel mit dem Queue, wie der Billardstock in der Fachsprache heisst, habe zum Ausgang am Wochenende einfach dazugehört. Schnell schaffte Karabiyik den Sprung in die Profiklasse, erreichte an einem Euro-Tour-Turnier, einem der wichtigsten Billardturniere überhaupt, den zweiten Rang und gehörte so zu den besten zehn Spielern Europas. Damals spielte der gelernte Buchbinder, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, noch unter türkischer Flagge. Erst vor kurzem hat er sich einbürgern lassen, nach einer längeren Spielpause den Queue wieder zur Hand genommen–und ist innert kurzer Zeit gleich in die Schweizer Nationalmannschaft eingezogen.

Fingerschnipper erwünscht

Yannis Bätscher und Sandro Volery, die beiden Nachwuchshoffnungen, kennen das Poolbillard nicht mehr vom Ausgang am Samstagabend: Beide sind zu diesem Sport gekommen, weil auch ihre Eltern Billard spielen. Yannis erzählt, er habe früher oft seine Mutter an Turniere begleitet. «Ich übte dann immer ein bisschen für mich an den Billardtischen, die gerade niemand brauchte.» Bei Sandro stand ein Billardtisch sogar zu Hause.

Dass immer weniger Leute dem Billardsport frönen, stellt auch Aldo Jacquat fest. Er betreibt das Billardcenter Graffiti Fun in Düdingen, wo das Länderspiel am Samstag stattfinden wird und wo auch der Billardclub Düdingen trainiert. «Dieser hatte in seinen besten Jahren beinahe hundert Mitglieder», sagt Jacquat. Jetzt seien es noch knapp zwanzig.

Umso mehr würde es die Billardprofis freuen, wenn viele interessierte Zuschauer am Samstag nach Düdingen kommen und die Schweizer anfeuern würden–und dabei vielleicht Gefallen an der Sportart finden. «Es wäre cool, wenn Publikum käme», sagt Yannis. «Die Zuschauer applaudieren, wenn ein Spieler einen Punkt macht, ähnlich wie beim Tennis», erklärt Karabiyik. Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied: Bei Billardturnieren wird nicht geklatscht, sondern mit den Fingern geschnippt.

Zum Spiel

Beim Länderspiel wird 9-Ball-Billard gespielt

Yannis Bätscher, einer der Schweizer Juniorspieler am Länderspiel, hat Glück: Von den verschiedenen Spielarten, die es beim Poolbillard gibt, mag er diejenige am liebsten, die am Samstag in Düdingen gespielt wird: das 9-Ball-Billard. Im Spiel befinden sich zum einen neun sogenannte Objektbälle: Das sind die Kugeln, die von eins bis neun nummeriert sind. Zum anderen gibt es die weisse Kugel, Spielball genannt. Zu Beginn einer Partie werden die Kugeln rautenförmig auf dem Billardtisch angeordnet. Dann beginnt das Spiel: Bei jedem Stoss geht es darum, mit dem Spielball jeweils die Kugel mit der niedrigsten Nummer anzuspielen und in eine der sechs Taschen, wie die Löcher genannt werden, zu versenken. Das Spiel dauert so lange, bis es um das Versenken der Kugel mit der Neun geht: Wer diese zuerst versenkt, hat gewonnen.ko

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