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SBB wollen keinen Stau vor dem Bahnhof

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16 gelbe, runde Plastikknöpfe markieren seit letzter Woche den Boden vor dem Freiburger Bahnhof. In einem Rechteck sind sie vor den Flügeltüren angeordnet, installiert haben sie die SBB. In Freiburg seien die Bahnhofstüren oft blockiert, sagt SBB-Mediensprecherin Donatella Del Vecchio auf Anfrage. Gruppen von Leuten bleiben davor stehen, um auf andere zu warten, zu rauchen oder Gespräche zu führen. «Dies kann die Passagiere am schnellen Zugang hindern–und oft ist man doch in Eile, wenn man auf den Zug oder auf den Bus muss.»

Mit den gelben Markierungen wollen die SBB nun zwischen einer Transitzone und einer Wartezone unterscheiden. Rote Kleber mit der Aufschrift «Laisser le passage libre» an den Türen sollen die Benutzer darauf aufmerksam machen und zu einem raschen Verlassen der Transitzone anregen. Ausserhalb der Markierung dürfen sie wieder stehen bleiben. «Ein Bahnhof ist natürlich auch da zum Warten», sagt Donatella Del Vecchio dazu. Nur sollte dies nicht vor den Eingangstüren sein. Die nun angebrachte Markierung sei keine übliche Massnahme, sondern an die Problematik in Freiburg angepasst, erklärt Donatella Del Vecchio.

Polizei regelmässig vor Ort

Ein Augenschein vor Ort gestern Mittag zeigt: Es hält sich tatsächlich niemand in der Transitzone auf. Dies könnte aber auch an der Polizistin und dem Polizisten liegen, die vor dem Bahnhof stehen.

Die Kantonspolizei sei aus Präventions- und Sicherheitsgründen jeden Tag am Bahnhof Freiburg präsent, sagt Mediensprecher Gallus Risse auf Anfrage (siehe auch Kasten). Bereits bisher habe die Polizei Leute ermahnt, die den Eingang blockierten. Dies wolle sie aber nun in Zusammenarbeit mit den SBB verstärken, sagt Risse. «Denn die Gruppenbildung vor den Türen ist wirklich störend.» Die neue Markierung könne helfen, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Denn manchmal hätten sich die Leute nach einer Aufforderung nur einen halben Meter weiter verschoben, «nun gibt es einen klar definierten Perimeter, aus dem wir sie herausschicken können». Weigere sich jemand, den Zugang freizugeben, seien gemäss SBB-Reglement auch Bussen möglich. Dies sei jedoch nicht das primäre Ziel, so Risse. Ob das neue Konzept funktioniere, lasse sich nach einer knappen Woche aber noch nicht sagen. «Noch sind Schulferien. Da ist es ohnehin relativ ruhig.»

Eher kritisch gibt sich Philippe Cotting, Direktor der Präventionsorganisation Reper, auf Anfrage. Das Wichtigste sei eine klare Kommunikation. «Ohne diese ist die Markierung völlig nutzlos.»

Schon zwei Mal gestolpert

Einige Meter neben den beiden Polizisten, hinter der Markierung, raucht eine Frau eine Zigarette und beäugt die gelben Knöpfe. «Wir haben soeben darüber gesprochen, was die Markierung bedeutet», sagt sie. Ihr Begleiter vermutet: «Wahrscheinlich ist es eine Art Absperrung.» Er sei nämlich schon mehrmals von der Polizei ermahnt worden, nicht vor den Bahnhofstüren zu rauchen. Trotz Markierung und Polizei bleibt einige Minuten später ein junger Mann in der Transitzone stehen und zündet sich eine Zigarette an. Er stellt sich aber so an die Wand zwischen den Türen, dass er wohl niemandem im Weg ist. Auf die neu angelegten Zonen angesprochen, meint er schulterzuckend, er sei aus Lausanne und nicht auf dem Laufenden. Anstalten, seine Zigarette anderswo zu rauchen, macht er nicht. Etwas weiter drüben blickt eine Frau verärgert auf den Boden. Nun sei sie schon zum zweiten Mal über den gelben Knopf gestolpert, erklärt sie. «Vor allem für ältere Leute ist dies doch gefährlich.» Was die Markierung zu bedeuten hat, weiss sie nicht.

Schiebetüren am Bahnhof

Die SBB hätten verschiedene Markierungen geprüft, die nun gewählte entspreche den Sicherheitsnormen, sagt Donatella Del Vecchio dazu. Auch sollte die Kommunikation genügend klar sein. «Die Botschaft auf den roten Klebern ist eindeutig: Die Leute sollen den Durchgang freihalten.» Lange werde die gelbe Markierung aber ohnehin nicht am Bahnhof bleiben, sagt Del Vecchio. «Es ist eine temporäre Massnahme.» Noch in diesem Sommer wollen die SBB hinter dem jetzigen Eingang Schiebetüren installieren. Die aktuellen Türen bleiben am Ort, werden jedoch immer offen stehen. Die Schiebetüren würden im Rahmen einer umfassenden Sanierung der Fassade eingebaut und kosteten einige Tausend Franken, so Del Vecchio. «Durch diese automatischen Schiebetüren werden die Passagierströme flüssiger–und die Markierung am Boden überflüssig.»

Bahnhof: Keine schlimmen Zwischenfälle

S eit Jahren ist die Kantonspolizei regelmässig am Freiburger Bahnhof präsent; jeden Tag während mehrerer Stunden. Dies zahle sich aus, sagt Mediensprecher Gallus Risse den FN. «Am Bahnhof passiert nicht so viel, wie manche glauben.» So habe es seit Anfang Jahr nur eine kleine Zahl Gesetzesübertretungen, etwa gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegeben. «Darunter war jedoch nichts Gravierendes», betont Risse. rb

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