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Schilder weisen nun in den Sensebezirk

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Blinkende Warnlichter, grosse orangefarbene Lastwagen und eine Hebebühne, tosender Lärm, Arbeiter in Leuchtwesten, abgesperrte Strassenabschnitte und jede Menge Wasser auf dem Boden: Wer am späteren Mittwochabend durch den Poya-Tunnel fuhr, dem wird das rege Treiben rund um den unterirdischen Kreisel aufgefallen sein. Das Ziel der nächtlichen Arbeiten: Ein sauberer Tunnel und neue Verkehrsschilder, die den Weg nach Schwarzsee und Tafers weisen (siehe Kasten).

Wie eine Autowaschanlage

Zwei Mal pro Jahr müsse der Poya-Tunnel gereinigt werden, erklärt Corinne Rebetez, Sprecherin der kantonalen Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, den FN. «Wir wollten diese Reinigungsarbeiten nutzen, um auch gleich die Schilder zu installieren. So wird der Verkehr nur einmal behindert.»

Bereits um 19 Uhr sind die ersten Arbeiter vor Ort. Sie stellen die Warnhinweise auf. Eine Stunde später beginnen die Reinigungsarbeiten. Ein Wagen, der ein spezielles Mittel an die Wand spritzt, fährt vor. Dahinter folgt ein erster Camion. Dieser ist ausgerüstet mit Walzen, die stark an eine Autowaschanlage erinnern. Mit Hochdruck spritzt er Wasser an die in der unteren Hälfte weiss gestrichenen Wände, die Walzen wischen sie ab. Ein Test zeigt: Wo die Hand kurz davor bei einer Berührung noch schwarze Spuren davontrug, fühlt sich die Wand nun glatter an–und die Finger bleiben sauber.

Dreck reflektiert nicht

Alle grösseren Tunnel–so auch bei der Umfahrungsstrasse von Bulle–müssten regelmässig gesäubert werden, erklärt Poya-Projektmanager Christophe Bressoud, der an diesem Abend auch vor Ort ist. «Grund dafür ist die Beleuchtung.» Seien die Wände zu dreckig, reflektieren sie das Licht weniger gut, der Tunnel müsse folglich stärker beleuchtet werden. «Diese Anpassung geschieht automatisch», sagt Bressoud. Ebenso wie sich die Beleuchtung im Tunnel auch automatisch den Tageszeiten anpasse. «In der Nacht ist das Licht weniger stark als am Tag, sonst wäre der Unterschied zu draussen viel zu stark.»

Zu kurze Stange

Gegen 22 Uhr, als die Reinigungsfahrzeuge den Tunnel kurz verlassen haben, um ihre Wassertanks aufzufüllen, trifft ein Lieferwagen ein. Seine Ladung: Zwei Verkehrsschilder mit der Aufschrift «Schwarzsee/Tafers» und eines mit dem Hinweis «Bern/Bulle». Auf der Stadtseite können die Schilder einfach an der bestehenden Stange befestigt werden. Doch beim Wegweiser, der sich gleich vor dem Tunnel zur Poyabrücke befindet, ist dies nicht möglich. Hier soll das grösste, rund zehn Kilogramm schwere Schild montiert werden. Aber die bestehende Stange ist zu kurz, als dass das zusätzliche Schild noch Platz hätte.

Auf einer Hebebühne stehend lösen drei Arbeiter deshalb nach und nach das Zeichen für den Kreisverkehr, das Signal «Kein Vortritt» und das bisherige Verkehrsschild nach Bern und Bulle. Dann ersetzten sie die 4,5 Meter lange Stange durch eine rund einen Meter längere Stange. Schliesslich befestigen sie die Schilder wieder. «Was am weitesten weg ist, kommt zuoberst», ruft Stéphane Vionnet von der Signal AG und stellt damit die richtige Reihenfolge sicher.

30 Kubikmeter Wasser

Inzwischen sind die Lastwagen mit vollen Wassertanks zurückgekehrt. Hinter demjenigen, der die Wand abwischt, folgt einer, der den Boden abspritzt. «Im Tunnel regnet es nie. Da ist es wichtig, dass wir ab und zu den Boden waschen», erklärt Strassenkontrolleur Martin Käser. Noch wichtiger als im Herbst sei dies im Frühling. «Dann müssen wir das ganze Salz wegspülen.»

Während die neuen Signale nach einigen Stunden installiert sind, muss die 16-köpfige Putzequipe bis in den frühen Morgen hinein arbeiten. Denn nach den Wänden und dem Boden sei auch die Kanalisation dran, sagt Käser. Rund 30 Kubikmeter Wasser würden insgesamt gebraucht. Dieses werde aber nicht einfach weggespült. «Wir fangen es auf und entsorgen es dann separat.»

Signalisation: Keine Wechseltextschilder, dafür Schilder nach Schwarzsee und Tafers

Seit der Nacht auf Donnerstag sind beim unterirdischen Poya-Kreisel drei neue Schilder zu finden: Zwei Schilder weisen nun über die Poyabrücke nach Tafers und Schwarzsee, ebenfalls zeigt ein weiteres Schild nach Bulle und Bern.

Sensler Grossräte hatten im letzten Dezember in einer Anfrage an den Staatsrat den fehlenden Verkehrshinweis in den Sensebezirk bemängelt. Auf dessen ausweichende Antwort hin intervenierte die Region Sense. Nach einem Treffen zwischen einer Sensler Delegation – unter anderem mit Oberamtmann Nicolas Bürgisser – mit Staatsrat Maurice Ropraz und Kantonsingenieur André Magnin im April hatte sich der Kanton bereit erklärt, die Signalisation zu ändern (die FN berichteten).

Wechseltext zu teuer

Zunächst habe der Kanton eine Signalisierung mittels der Wechseltextanzeigen, die bei den Eingängen zum unterirdischen Kreisel befestigt sind, geprüft, sagte André Magnin am Mittwochabend den FN. Bei einer solchen Anzeige sei der Platz begrenzt – die Sensler hätten sich deshalb für einen Verweis nach Tafers oder nach Schwarzsee entscheiden müssen. Da die Änderung der Wechseltextanzeigen sehr teuer geworden wäre, habe der Kanton schliesslich beschlossen, normale Schilder beim Poya-Kreisel anzubringen, so Magnin. Nun ist für die Autofahrer – egal ob sie von der Agy-Ebene oder von der Stadt her zum Kreisel fahren – der Weg sowohl nach Schwarzsee als auch nach Tafers gut ersichtlich signalisiert.

Die Kosten für die neue Beschilderung belaufen sich auf rund 6000 Franken. Der Kanton wird dafür aufkommen. rb

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