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Schmittner blicken ins Jahr 2040

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zehn Tische sind im Mehrzwecksaal des Schulhauses Orange aufgestellt. Darauf befinden sich Papierbögen, Zettel und viele bunte Stifte ­sowie Getränke und gesunde Snacks. «Big notes for big ideas» steht auf der Haftnotizen-Verpackung, «grosse Zettel für grosse Ideen». Der Raum mit den herbstlich dekorierten Tischen wirkt einladend. Die Bürgerinnen und Bürger von Schmitten sollen beim Mitwirkungsverfahren «World-­Café Leitbild 2040» mit einem Brainstorming zum neuen Leitbild ihrer Gemeinde bei­tragen.

Grosses Interesse am Anlass

Nach und nach füllt sich der Saal. Über 70 Personen sind gekommen, die Organisatoren stellen zwei zusätzliche Sechsertische auf. «Wir dachten, wenn 40 teilnehmen, ist es schon ein Erfolg», sagt Gemeinderat Hans Dieter Hess sichtlich überwältigt zu den Anwesenden. Zum Grund des Anlasses sagt er: «Das aktuelle Leitbild ist etwas in die Jahre gekommen. Es stammt aus dem Jahr 2001 und läuft 2020 aus». Ziel des Gemeinderates sei es, noch in dieser Legislaturperiode ein neues Leitbild zu erarbeiten. Er übergibt das Wort an Judith Meuwly Correll, die das Projekt begleitet. «Was Sie zu sagen haben, ist wichtig, das bringt die Gemeinde vorwärts», sagt sie zu den Bürgern.

Die Projektbegleiterin stellt den Bürgern drei Fragen zur Gemeinde. Die erste: «Schmitten ist keine Insel. Die Gesellschaft, die Gemeinde verändert sich. Wo besteht Handlungsbedarf?» In Sechsergruppen diskutieren die Anwesenden und notieren ihre Vorschläge. An jedem Tisch befindet sich ein Mitglied der Projektgruppe Leitbild 2040. Unter ihnen sind etwa Vertreter des Gemeinderats, der ortsansässigen Parteien, des Gewerbes, der Seniorenvereinigung, der Jubla oder der Vernetzer-innen Plus. «Das Dorf soll keine Schlafstadt werden» oder «keine Grossüberbauungen mehr» schreiben die Schmittner auf die grossen, weissen Papierbögen. In neuer Zusammensetzung arbeiten sie weiter. «Was soll erhalten bleiben? Was macht Schmitten stark?» Kunterbunt schreiben die Bürger die Pluspunkte Schmittens auf die Bögen: gute Schulen, schönes Dorfzentrum, stabile Finanzen, guter Steuerfuss. «Vergessen Sie das vermeintlich Selbstverständliche nicht», so Meuwly Correll. «Etwa, dass Schmitten inmitten eines Naherholungsgebiets liegt.»

Im dritten Teil blicken die Bürger in die Zukunft, genauer gesagt ins Jahr 2040. «Es ist das Jahr 2040. Schmitten ist eine Vorzeigegemeinde. Was ist alles geschehen, damit die Vision Wirklichkeit wurde?» Die Schmittner sind kreativ. Im Plenum präsentieren sie ihre Ideen. Sie träumen von einer autarken Gemeinde ohne Geld, von ökologischen Themen wie der Erhaltung von Grünflächen, blühenden Gärten und erneuerbaren Energien, Arbeitsplätzen in einem Coworking-Space in einer digitalen Welt, einem aktiven Dorfleben, Tagesstrukturen, einem guten Generationenmix und innovativen Verkehrskonzepten.

Leitbild wird 2020 präsentiert

«Mich beschäftigt das Thema», sagt Teilnehmer Elmar Boschung auf die Frage, warum er an den Anlass gekommen ist. «Wenn die Behörden schon so einen Anlass organisieren, möchte ich mich auch einbringen.» CSP-Grossrätin Bernadette Mäder-Brülhart sagt: «Mich interessiert, was mit meiner Gemeinde passiert.» In einem nächsten Schritt wird das Erarbeitete ausgewertet. «Es sind gute Ideen zusammengekommen», so Gemeinderat Hans Dieter Hess. Ende 2020 wird das neue Leitbild präsentiert.

Neues Leitbild

Staatsrat Didier Castella diskutierte mit

Unter den Anwesenden des «World-Cafés Leitbild 2040» in Schmitten war am Dienstag auch der Freiburger FDP-Staatsrat Didier Castella. «Ich habe die Einladung gerne angenommen», sagte der Direktor der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft gegenüber den FN. «Ich habe nicht oft die Gelegenheit, den Puls der Bevölkerung zu fühlen.» Ebenfalls freue er sich, in Deutschfreiburg zu sein. «Ich will den Kontakt mit der deutschsprachigen Minderheit im Kanton pflegen und die Zweisprachigkeit fördern.» Aufmerksam hat er den Bürgerinnen und Bürgern beim Ideensammeln zugehört. «Mir ist aufgefallen, dass die Schmittnerinnen und Schmittner eher pragmatisch überlegen, weniger strukturell und politisch», so der studierte Physiker. Ferner habe er beobachtet, dass die Einwohnerinnen und Einwohner Schmittens weltoffen denken würden, dass sie aber gleichzeitig mit Ideen rund um die Selbstversorgung und einen in sich geschlossenen Wirtschaftskreislauf autark bleiben wollten. «Das ist eine Diskrepanz.»

«Think global, act local», denke global, handle lokal – ob dieses Rezept das Leitbild der Gemeinde Schmitten bestimmen wird? Die Zukunft wird es zeigen.

ea

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