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Schüler machen Exoten den Garaus

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Autor: karin Aebischer

Das Drüsige Springkraut hat bei den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse B aus Schmitten keine Überlebenschance: Sie erkennen die gebietsfremde Pflanze sofort, reissen sie mitsamt der Wurzel aus und legen sie zum Trocknen auf einen Haufen. Auf diese Weise werden in dieser Woche entlang der Taverna zwischen Schmitten und Tafers sowie im Franislismoos Neophyten bekämpft, zu denen auch das Drüsige Springkraut zählt. Dieses steht auf der Liste der invasiven gebietsfremden Pflanzen. Wie Pro Natura Freiburg am Montag bekannt gab, werden einige Neophyten trotz Verbot sogar in mehreren Freiburger Gartenzentren verkauft (FN vom Dienstag).

Erosionsgefahr am Fluss

Den Biologen sind die invasiven Pflanzen ein Dorn im Auge, da sie als zweithäufigste Ursache für den Verlust an Biodiversität gelten. Das Drüsige Springkraut zum Beispiel bildet grossflächige Bestände; damit verdrängt und bedroht es die einheimische Vegetation und auch Tiere wie Schmetterlinge, weil diese von den einheimischen Pflanzen leben. «Ein weiteres Problem ist die Erosionsgefahr», erklärt der Biologe Emanuel Egger vom Ökobüro Jacques Studer, das die Aktion im Auftrag der Gemeinde Schmitten koordiniert. Denn die Stängel des Drüsigen Springkrauts sterben im Herbst ab. Dies hat zur Folge, dass das Ufer der Taverna nicht mehr begrünt ist; es entstehen offene Stellen ohne lebendes Wurzelwerk.

Zum ersten Mal besser

Da sich pro Pflanze und Jahr bis zu 2500 Samen bilden, verbreitet sich das Kraut schnell. «Deshalb ist es wichtig, dass wir das Springkraut jetzt ausreissen, bevor es zum Blühen kommt», erklärt Egger. Der Biologe führt die Aktion mit den Schülern schon seit einigen Jahren durch. Dieses Jahr hat er zum ersten Mal das Gefühl, dass entlang der Taverna bedeutend weniger Neophyten zu finden sind als bisher. Die Bekämpfung zeigt nicht nur Wirkung, sie scheint den Schülern auch Spass zu machen. «Auf jeden Fall besser als Schule», sagt der 12-jährige Sven und greift mit Handschuhen nach der nächsten Pflanze.

Diese Pflanze gilt es zu bekämpfen: Durch den Einsatz der Schmittner Primarschüler geht es dem Drüsigen Springkraut entlang der Taverna an den Kragen.Bild Charles Ellena

Zahlen und Fakten

Als Zierpflanzen in Privatgärten zu finden

Von den knapp 3000 wildlebenden Pflanzenarten in der Schweiz sind rund 350 Neophyten. Zehn Prozent davon sind invasiv, das heisst, dass sie sich auf Kosten der einheimischen Pflanzen verbreiten. Gut zwei Drittel der invasiven Neophyten sind als Zierpflanzen eingeführt und vor allem in Privatgärten angepflanzt worden. Pro Natura hat eine Broschüre herausgegeben, die über invasive Neophyten im Garten informiert und zeigt, wie man sie richtig entfernt und entsorgt und was es für Alternativen an einheimischen Pflanzen gibt. ak

Mehr Informationen unter: www.pronatura.ch/biodiversitaet

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