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Schweinestall für 1000 Masttiere

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Schweinestall für 1000 Masttiere

Porcherie André Pittet in Vuadens

In Vuadens bei Bulle entsteht der Schweinemastbetrieb der Familie André Pittet mit 1000 Mastplätzen. Im labelkonformen Hallenstall werden anfangs Januar die ersten 500 Jager eingestallt. Die weitere Belegung erfolgt im 14-tägigen Rhythmus.

Von CLAUDINE NYFFENEGGER

Was tun, wenn die Verwertung der Schotte jährlich rund 60 000 Franken kostet? Mit dieser Frage sah sich die Käsereigenossenschaft Vuadens, die jedes Jahr drei Millionen Kilogramm Milch zu Greyerzerkäse verarbeitet, konfrontiert. Abnehmer der Schotte war die Firma Milka in Sorens.

Ein neuer Schweinemaststall
mit 1000 Plätzen

Die Lösung bot der Genossenschaft der Milchlieferant André Pittet aus Vuadens. Zusammen mit seiner Ehefrau Véronique, Sohn Christophe und Tochter Sandrine konnte er sich für den Bau eines Maststalles für 1000 Schweine begeistern. Bedingung war allerdings eine positive Umweltverträglichkeitsprüfung. Nachdem er diese erhalten hatte, ging es am 25. August 2003 mit dem Aushub los. Die Bauzeit betrug nur vier Monate, die Baukosten beliefen sich auf 1,5 Mio. Franken.

Für Pittet, dem Respekt gegenüber der Umwelt am Herzen liegt, kam nur ein Stall in Frage, der sich für Labelproduktion eignet. Er entschied sich für eine Variante mit einem Hallenstall mit 44 Buchten für je 24 Schweine. Der Liegebereich ist eingestreut und entsprechend der Grösse der Tiere verstellbar. Die Flüssigfütterung befindet sich im Bereich des Spaltenbodens innerhalb des Gebäudes. Jede Bucht verfügt über einen separaten Auslauf.
Die Luftqualität wird über Schwerkraftlüftung und aufziehbare Seitenwände gewährleistet. Um labelkonform zu sein, überschreitet das Platzangebot die vom Tierschutz geforderten 1,6 Quadratmeter pro Tier.

Nur vier Monate Bauzeit

Die Halle kann gegebenenfalls mit wenig Aufwand in einen Maststall für 25 000 Poulets oder auch in einen Milchviehstall umgewandelt werden. Als grossen Glücksfall bezeichnet Pittet die Zusage des Händlers Johann Sutter, Appenzell, Jager ab nur einem Zuchtbetrieb liefern zu können. Dieser Zuchtbetrieb in Kreuzlingen hatte seinen Muttersauenbestand auf 180 Tiere ausgebaut und ist nun in der Lage, einen 1000er-Maststall kontinuierlich zu bestossen.

Weil die ersten 25 Kilogramm schweren Jager anfangs Januar 2004 anfallen, hiess es mit dem Bau möglichst schnell voranzukommen. André Pittet lobt dabei die kooperative Haltung der Behörden von Gemeinde und Kanton bei der Bewilligungserteilung. Nach zwei Monaten Bauzeit waren die Betonarbeiten abgeschlossen und nur vier Monate nach Baubeginn konnte am 27. Dezember 2003 beim Tag der offenen Tür der bezugsbereite Stall der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Label-Produktion

Die schlachtreifen Tiere werden keine allzu lange Reise auf sich nehmen müssen. Mit Coop Naturaplan wurde ein Partner für die Abnahme der 105 Kilogramm schweren Mastschweine gefunden. Nach einer Mastzeit von 100 Tagen, während denen die Schweine einen durchschnittlichen Tageszuwachs von 750 Gramm erreichen, werden sie bei der Vuilliamy Bell SA im 30 Kilometer entfernten Cheseaux bei Lausanne geschlachtet. Alle zwei Wochen werden 120 Tiere die Schlachtreife erreichen und ebenso viele Jager neu eingestallt.

10 000 Liter Schotte und
eine Tonne Futter pro Tag

Die Firma Kunz Kunath, Burgdorf, ist zuständig für die Berechnung der Fütterung. Bei einer durchschnittlichen Schottegabe von zehn Litern pro Tier und Tag ist die korrekte Ergänzungsfütterung besonders wichtig. Pro Tier werden – pro Mastperiode – rund 200 Kilogramm Getreide und pflanzliches Eiweisskonzentrat benötigt. Die Schweinefütterung ist voll automatisiert. Die Aufgabe des Betreuers besteht vor allem in der Überwachung. Im Gegenzug zur Abnahme der anfallenden Schotte aus der Käserei stellt Pittet den Milchlieferanten die Gülle kostenlos zur Verfügung.

Ab Anfang April 2004 wird Fleisch von Schweinen der Porcherie Candy der Familie Pittet, Vuadens, in den Coop-Läden zu finden sein.

Einige Daten zur
Masthalle

Die Halle ist 96 Meter lang und 30 Meter breit. Sie ist unterteilt in 44 Dreiflächen-Buchten, bestehend aus einem eingestreuten Liegebereich, Fress-, Trink- und Kotbereich mit Betonspaltenboden und Auslauf. Pro Bucht sind 24 Tiere vorgesehen. Der Liegebereich kann der Grösse der Tiere angepasst werden.

Für die Stalleinrichtungen wurden über 100 Tonnen Eisen verwendet.
Fütterung: Die Flüssigfütterung ist voll computerisiert. Bei voller Belegung fressen die Schweine pro Tag eine Tonne Soja-Getreide-Mais-Gemisch und 10 000 Liter Schotte.
Die Entlüftung erfolgt über die First und die aufziehbaren, je 80 Meter langen Storen, die auf der Längsseite die Fenster ersetzen. cn

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