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Seit 100 Jahren ein Familienbetrieb

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sieben Goldmedaillen an internationalen Fleischfachmessen in Frankfurt und zehn Goldmedaillen an nationalen Metzgerfachausstellungen in Zürich zeugen davon, dass die Fleischerzeugnisse aus dem Hause Götschmann nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei Fachjurys gut ankommen. In diesen Tagen feiert die Götschmann Fleisch und Traiteur AG in Giffers das 100-jährige Bestehen. Der Betrieb wird bereits in der vierten Generation geführt.

Angefangen hat alles im November 1918, als Johann Rudolf Zbinden in Giffers eine Metzgerei eröffnet hat. Er baute sich nach und nach einen Kundenkreis auf, der zehn Jahre später bis nach Zürich reichte: Die damalige Spezialität, der «Kalbskopf», war bei diesen Kunden sehr beliebt, wie in der Chronik zum Jubiläum nachzulesen ist (siehe auch Kasten). Später haben alle fünf Kinder im Betrieb mitgearbeitet. 1966 stieg seine Enkelin Elisabeth Zbinden in das Unternehmen ein. Ab 1980 führten sie und ihr Mann die Metzgerei unter dem Namen Götschmann weiter.

Ganze Familie arbeitet mit

Die Philosophie des Firmengründers hat auch 100 Jahre später Bestand: den Betrieb als Familienunternehmen schrittweise ausbauen. Dies verfolgt das heutige Leitungsteam mit Vater Raphael Götschmann, der an neuen Produkten und Verbesserungen tüftelt. Tochter Petra Götschmann ist für den Laden zuständig und präsidiert den Verwaltungsrat, Stephan Götschmann ist für Finanzen und Administration verantwortlich, während sein Zwillingsbruder Roman für Kundenberatung und den Betriebszweig Eventcatering zuständig ist; dessen Frau Anja Götschmann-Ayer ist im Marketing tätig.

Neben dem Laden in Giffers beliefert die Familie Götsch­mann auch Gastronomie­betriebe, Universitäten und andere grosse Unternehmen wie die Schweizer Armee mit Fleisch en gros. Seit 30 Jahren läuft der Partyservice, und auch das Eventcatering ist immer mehr gefragt: Je nach Wunsch des Kunden liefert der Sensler Betrieb nicht nur das Essen, sondern sorgt auch für das Unterhaltungsprogramm und die Dekoration. Die Firma beschäftigt 15 Mitarbeitende.

«Wir setzen auf regionale Produkte und auf überregio­nale Vernetzung», fasst Mitinhaber Roman Götschmann zusammen. Auf der einen Seite bezieht der Betrieb Produkte von hiesigen Landwirten, Bäckereien, Gärtnern und Käse­reien, die bei der Verarbeitung der Fleischerzeugnisse oder im Partyservice und Cateringbereich im Einsatz kommen. «Weil wir diese Produzenten persönlich kennen, haben wir Vertrauen in die Qualität ihrer Erzeugnisse.» Auf der anderen Seite pflegt Roman Götschmann mit vielen anderen Metzgereien in der ganzen Schweiz Beziehungen. «Wir machen zum Beispiel für die Zermatter Metzgerei ­Bayard eine Salami in Form des Matterhorns. Er verkauft unsere Osterhasen- und Weihnachtsmänner-Sala­mi in seinem Geschäft. Im Gegenzug bieten wir in unserem Laden seine Spezialitäten an, etwa Lamm-Rohschinken.» Auf diese Weise können die Metzgereien ihr Sortiment gegenseitig bereichern.

Dranbleiben

Bewährtes behalten und offen sein für Neues. Das ist ein weiterer Grundsatz der Familie Götschmann. «Das Rezept unserer Bauernwurst ist zum Beispiel immer noch das gleiche, das mein Grossvater vor 70 Jahren entwickelt hat», erklärt er. Und doch sei die Familie immer wieder auch bestrebt, innovativ zu sein. Ein Beispiel ist etwa die neu entwickelte «Nektarblütenwurst». Eine Idee der Familie ist es auch, einen Online-Shop aufzubauen. «Man muss stets dranbleiben und besser sein als die anderen. Der Lebensmittelsektor ist ein hartes Business», sagt der 40-Jährige.

Dass sich dies auszahlt, hat er selbst erlebt. Noch während der Ausbildung hatte er die Idee für die Salami-Osterhasen. Damals wurde er dafür belächelt, später hat ihm der Erfolg recht gegeben: Er erhielt 1997 für dieses Produkt eine Goldmedaille. Zugleich war es die Eintrittskarte für einen neuen Markt. Die Delikatessen-Abteilung des Globus nahm nicht nur diese Salami ins Sortiment auf, sondern auch weitere Produkte, so etwa die vor kurzem entwickelte Trüffelwurst mit Seeländer Trüffel.

Ideen aus der Familie

Roman Götschmann ist stolz darauf, dass die Metzgerei als Familienbetrieb gut funktioniert. «Wir sehen uns täglich und verstehen uns gut. Jeder hat seine Freiheiten und kann seine Ideen und Fähigkeiten einbringen, das ergänzt sich bestens», sagt er. «Wir sind so aufgewachsen und kennen es gar nicht anders.» Beim Blick in die Zukunft von Götschmann Fleisch und Traiteur AG ist er deshalb zuversichtlich. Was 100  Jahre Bestand hatte, wird es auch weiterhin haben. Bereits hilft sein ältester Sohn Lovis im Betrieb mit. Der Neunjährige ist bereits ein guter Koch und spricht davon, später mal mit einem Foodtruck an Festivals unterwegs zu sein.

Chronik

17 Mal mit Gold ausgezeichnet

1918 gründet Johann Rudolf Zbinden an der Dorfstrasse in Giffers eine Metzgerei. 1928 liefert er Fleisch bis nach Zürich. 1937 beginnt Sohn Josef die Metzgerlehre und baut im Keller einen Kühlraum. 1950 übernimmt Josef mit seiner Frau Cilly Aeby das Geschäft. 1955 eröffnen sie neben der Kirche eine neue Metzgerei mit Kühlräumen und einem begehbaren Gefrierraum. 1962 bietet die Metzgerei erstmals pfannenfertige Gerichte an: Hackbraten und Hacktätschli. 1966 steigt Elisabeth Zbinden, Tochter von Josef Zbinden, in den Betrieb ein. 1980 übernimmt sie mit ihrem Mann Raphael Götschmann den Betrieb. 1987 wird der Betrieb renoviert, eine neue Tiefkühlanlage wird eingebaut. 1988 gewinnen Bauernschinken und Vorderhammli, geräucherte Bratwurst, Rauchsalami und Freiburger Saucisson an der Metzgereifachmesse (MEFA) Zürich fünf Goldmedaillen. 1991 gibt es MEFA-Gold für Schweinsbratwurst und Grillwurst. 1990 steigt Tochter Petra Götschmann als Lehrtochter Fleischverkauf ein, 1991 beginnt Sohn Stephan die Ausbildung als Fleischfachmann, gefolgt von Sohn Roman, der diese Ausbildung 1994 beginnt. 1994 gibt es viermal MEFA-Gold für Bauernschinken, Leberwurst, Ringwurst und Freiburger Saucisson; 1997 Gold für die kaltgeräucherten und luftgetrockneten Salami-Osterhasen. 2007 gewinnt der Betrieb an der internationalen Fleischfachausstellung in Frankfurt Gold mit der Paprika-Chili-Rohwurst, der Kaisereggli-Rohwurst und der Nektarblüten-Rohwurst. 2017 Sortimentserweiterung mit Wein-, Käse- und Bier­spezialitäten, neue Kühlanlage, Erweiterung des Catering­betriebs. 2018 feiert der Betrieb das 100-jährige Bestehen. Eine Mitarbeiterin, Marie Aeby-Sturny, arbeitet seit 50 Jahren in der Metzgerei.

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