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Selbstgemachtes stinkt am besten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Was halten Sie von selbst gebrauten Bio-Düngern? H.W.

Manchmal machen Menschen seltsame Dinge. Einige sammeln Brennnesseln, legen sie locker geschichtet in einen nicht-metallenen Behälter, füllen ihn mit Wasser auf, bis alles Grün bedeckt ist, rühren täglich darin und können es kaum erwarten, bis aus dieser Mixtur eine so übel riechende Brühe wird, dass sich die Nasenhaare kräuseln. Ich gehöre auch zu jenen.

Der Grund, warum ich Jauchen ansetze und benutze, ist so simpel wie einleuchtend: Das Resultat ist ein klasse Bio-Sofortdünger, der nichts kostet und die Pflanzen nebst dem Düngen auch noch stärkt. Starkzehrer wie Tomaten, Erdbeeren oder Zucchetti freuen sich über den Extra-Kick an Stickstoff, denn in den verabreichten Kompostgaben ist der Gehalt an diesem Nährstoff oft nicht hoch genug. Ich verwöhne damit aber auch Pflanzen, denen es nicht so gut geht – meine vergessenen Zimmerpflanzen zum Beispiel –, und den Boden oder Kompost, denn auch Bodentierchen werden gerne gehätschelt.

Der Nachteil? Die Sache stinkt gewaltig. Wehe, Ihnen läuft etwas davon über die Hand oder auf die Kleidung, der Geruch bleibt hartnäckig kleben. Doch Gesteinsmehl kann Abhilfe schaffen, denn es bindet unangenehme Düfte. Meist reicht eine Handvoll, die Sie in den Jauchebehälter streuen. Ausserdem gilt für Verschüttetes und Gegossenes auch ohne Mehl: Nach allerspätestens einem Tag ist der Gestank verflogen, auch auf dem Balkon oder im Haus.

Speziell für Neu-Jaucher hier das Rezept: 1 Kilogramm frische Brennnesseln (ohne Samenstände) auf 10 Liter Wasser in einen Behälter geben. Täglich umrühren, bis die braune Brühe nicht mehr schäumt und klar geworden ist. 1:10 verdünnen und zu Füssen der Pflanzen giessen. Die Menge und den Verdünnungsgrad können Sie mit wachsender Erfahrung selber anpassen. Übrigens, verjauchen kann man auch anderes wie Beinwell, Kräuter oder Unkraut. Und für ganz abgebrühte Hardcore-Jaucher: Versuchen Sie’s mal mit Hühnermist – der Hammer, sag ich Ihnen!

Nicole Häfliger studierte Germanistik/ Anglistik und arbeitete fünfzehn Jahre als Gymnasiallehrerin in Freiburg. 2012 hat sie ihre lang gehegte Leidenschaft zum Beruf gemacht und verdient heute ihr Geld in den Bereichen Gartenberatung, -planung und -unterhalt. Im eigenen Garten zieht sie vor allem Stauden, Gemüse und Heil- und Gewürzkräuter.

haefliger@gartenhaende.ch

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