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Seltener Fund in einem hohlen Baum

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Das Bienenhotel in Überstorf wurde nur durch Zufall entdeckt. «Der Tanne hat man von aussen nichts angesehen», erklärt Paul Mauron, auf dessen Grundstück in Riedern in Überstorf der Baum gestanden hat. Die Tanne sollte gefällt werden, weil sie nicht mehr gerade wuchs. Nachdem dies geschehen war und der Stamm in meterlange Stücke geschnitten worden war, enthüllte er sein Innenleben: Er war innen hohl. Auf einer Länge von fast drei Metern wurden Bienenwaben gefunden, die an der inneren Baumwand befestigt waren.

Seltener Anblick

«Auch Holzer, die schon seit Jahren im Wald arbeiten, haben noch nie so etwas gesehen», sagt Paul Mauron gegenüber den FN. Dass der Fund nicht alltäglich ist, bestätigt auch Franziska Ruprecht, Präsidentin des Imkervereins Sense, die den Fund vor Ort begutachtete. «Es ist eher selten, dass man so etwas zu Gesicht bekommt», sagt sie. Das Bienenhotel sei sehr gut versteckt gewesen, weit oben an der Tanne und unsichtbar von aussen. «Die Bienen flogen durch ein Spechtloch rein und raus.» Die Innenteile der Äste haben die Bienen benutzt, um ihr Waben-Gebilde zu stabilisieren.

Franziska Ruprecht nimmt an, dass es sich bei diesen Bienen um einen Schwarm handelt, der irgendwo bei einem Imker weggeflogen ist und dann im Wald von Überstorf ein neues Zuhause gefunden hat.

Keine lebenden Tiere

Gemäss der Bienen-Spezialistin ist das Bienenhotel in der Vergangenheit wohl von mehreren und verschiedenen Bienenvölkern bewohnt worden. «Die Innenflächen waren sauber rausgeputzt», erklärt sie. Lebende Bienen oder Larven wurden jedoch im Bienenhotel keine gefunden. Aber lange ist die Behausung noch nicht leer, denn es wurden einzelne tote Tiere gefunden.

Die Präsidentin des Imkervereins Sense nimmt an, dass diese Bienen wohl wie so viele andere Völker ein Opfer der grassierenden Varroa-Milbe geworden sind (siehe auch FN vom 13. Februar).

Wohin mit dem Fund?

Der seltene Fund, der momentan beim Haus der Familie Paul Mauron gelagert ist, soll nun nach Möglichkeit für die Nachwelt erhalten bleiben. Die Familie Mauron und der Imkerverein wollen bei den Naturhistorischen Museen von Freiburg und Bern anklopfen, damit diese Institutionen das Bienenhotel allenfalls übernehmen.

Der Entscheid müsste allerdings relativ rasch fallen, da die Waben für eine langfristige Konservierung behandelt werden müssten, sagt die Bienenexpertin. «Sonst geht die Wachsmotte rein. Der Nachwuchs dieses Tiers ernährt sich von der eiweissreichen Haut, die bei der Umwandlung von der Larve zur Biene übrig bleibt», führt Franziska Ruprecht aus.

Die Familie Mauron hat etwas Honig aus den gefundenen Waben probiert: Er ist durchaus geniessbar.

Im hohlen Stamm der Tanne haben sich im Laufe der Jahre mehrere Bienenvölker eingenistet.Bild zvg

«Auch Holzer, die schon seit Jahren im Wald arbeiten, haben noch nie so etwas gesehen.»

Autor: Paul Mauron

Autor: Waldbesitzer Überstorf

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