Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Skulpturen-Vielfalt auf kleinstem Raum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Skulpturen-Vielfalt auf kleinstem Raum

Gurmelser Galeristin Doris Schweingruber zeigt Werke von sieben Künstlern

Um den Besuchern eine möglichst attraktive Ausstellung bieten zu können, hat Doris Schweingruber sieben Künstler eingeladen, ihre Werke zu zeigen. Im Zentrum steht die Skulptur.

Von CORINNE AEBERHARD

Die Grundidee ihrer neusten Ausstellung, die heute mit einer Vernissage eröffnet wird, ist die Vielfalt, wie Galeristin Doris Schweingruber sagt. Die Ausstellungsbesucher sollen auf dem Rundgang «ein Bad nehmen in den Materialien und Philosophien der verschiedenen Künstler».

Insgesamt sieben hat sie für ihre Ausstellung «Petite Biennale de la Sculpture» gewinnen können: sechs Männer und eine Frau. Es sind dies Jacques Basler aus Rue, Ted Güller aus Zürich, Beat Himmelreich aus Bern, Nick Röllin aus Bern, Max Roth aus Uettligen, Heiko Schütz aus Niederönz und Annemarie Würgler aus Tschugg. Alle Künstler waren einverstanden, gemeinsam auszustellen.

Für die Galeristin, die diesmal die Skulptur in den Mittelpunkt rücken wollte, war wichtig, dass es Künstler sind, die mit ganz verschiedenen Materialien arbeiten. Gezeigt werden unter anderem Werke aus Stahl, Beton, Holz, Kunststoff und Schamotte. «Ich will zeigen, aus was allem man Skulpturen machen kann und welche Möglichkeiten es gibt».

Garten als Ausstellungsraum

Verblüffend auf dem Rundgang durch die Ausstellung ist, wie gut sich all die verschiedenen Materialien vertragen. Schweingruber stellt die Werke in drei kleinen Räumen in ihrem Haus aus. Der ganz grosse «Ausstellungsraum» ist ihr Garten. In der natürlich gehaltenen grünen Oase und unter den zahlreichen grossen Bäumen fügen sich viele Objekte so gut in die Umgebung, dass der Betrachter glaubt, sie stünden schon immer da.

Betrachten, schmunzeln, nachdenken

Bei einigen Werken erkennt man, dass die verwendeten Teile vorher für andere Aufgaben im Einsatz waren. Etwa bei Heiko Schütz, der Teile des Dampfschiffs Lötschberg verwendete. Unter anderem auch die alte Ankerkette.

Interessant auch sein «Bilderbuch» aus Stahl. Dieses Werk darf man nicht nur anschauen, sondern auch anfassen und verändern. Als «Seiten» sind alte Türfallen und andere Gegenstände zwischen den Buchdeckeln fixiert, die man je nach Lust und Laune bewegen kann. Dabei erhält das Werk immer wieder ein neues Aussehen.

Bei den Skulpturen von Annemarie Würgler erkennt man immer wieder den Menschen und seinen Körper. Als Material verwendet sie vor allem Schamotte.

Immer wieder zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken bringen den Betrachter die hohen, aus Beton gegossenen Säulen mit ihren kleinen Figuren darauf. «Wohlstand» nennt Nick Röllin eine. Darauf ist ein Männchen zu sehen, mit einem dicken Bauch, der von seinem Erschaffenen (dargestellt als Betonwürfel) fast in den Abgrund getrieben wird. Mit aller Kraft wehrt er sich dagegen. Wohl auch, um alles festzuhalten.

Vor allem aus Recyclingmaterial sind die Skulpturen von Ted Güller. Gleich auf den ersten Blick erkennbar die Innereien von Computern.

Olivenholz und Stahl verwendet Jacques Basler für seine Arbeiten, die in den Formen von Knoten oder Kugeln daherkommen. Ebenfalls Holz verwendet Max Roth. Bearbeitet wird es von ihm mit einer Kettensäge.

Beinahe wie archäologische Fundstücke muten die Gegenstände von Beat Himmelreich an. Bis ins Detail kennt Doris Schweingruber die aufwändigen Arbeitsvorgänge, die der Künstler anwendet, bis seine Werke vollendet sind. Bevor sie eine Ausstellung macht, besucht sie die Künstler in ihren Ateliers und lässt sich ihre Arbeitsweise erklären.

Kritische Auseinandersetzung
erwünscht

Skulpturen fristeten in der Kunstwelt lange Zeit ein stiefmütterliches Dasein, erzählt die Galeristin. Viele Leute würden Ausstellungen von Bildern oder Grafiken anschauen gehen, weniger aber Skulpturen. Mit ihrer vielfältigen Ausstellung möchte sie die verschiedensten Interessen ansprechen und die Gegensätze sollen auf die Besucher wirken. Da sei es auch in Ordnung, wenn jemand sage: «Was hängt die denn da an die Wand?»

An der heutigen Vernissage werden ausser Jacques Basler und Ted Güller alle Künstler anwesend sein.

Petite Biennale de la Sculpture in der Galerie in der Haula in Gurmels. Vernissage heute Freitag, 8. August, ab 18.00 Uhr. Die Ausstellung dauert bis am 7. September. Geöffnet ist sie jeweils am Freitagabend sowie am Samstag- und Sonntagnachmittag.

Mehr zum Thema