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Solarenergie im Aufschwung: Preise und Verfügbarkeit erholen sich

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In den letzten Jahren ist die Solarbranche enorm gewachsen. Matthias Egli, Geschäftsführer von Swissolar, gibt einen Überblick über die aktuelle Situation. Am Donnerstag nimmt er als Referent an einem Infoanlass in Wünnewil teil.

Insgesamt rund 11’500 Fotovoltaikanlagen standen Ende 2022 auf Freiburger Dächern. Fast die Hälfte davon wurde allein in den letzten drei Jahren, also von 2020 bis 2022, in Betrieb genommen, wie die Freiburger Volkswirtschaftsdirektion auf Anfrage mitteilt. Das Energieunternehmen Groupe E hat nach eigenen Angaben mittlerweile auf dem Kantonsgebiet rund 14’500 Solaranlagen installiert. Das entspricht einer Leistung von 250’000 Kilowatt.

Lange mussten in den letzten Jahren Kundinnen und Kunden in Freiburg und schweizweit denn auch auf Fotovoltaikmodule warten. Die Lage beruhigt sich nun jedoch wieder. «Die Verfügbarkeit von Fotovoltaikmodulen wird wieder besser», sagt Matthias Egli. Er ist Geschäftsführer von Swissolar, dem schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie. Am Donnerstag referiert er in Wünnewil an einer Infoveranstaltung zum Thema Solarenergie (siehe Kasten).

Wartezeit je nach Anbieter

Die Wartezeit für Solarmodule betrage im Moment je nach Anbieter wenige Monate bis ein Jahr, sagt Egli. Dabei hat der Sektor ein enormes Wachstum hinter sich:

Die ganze Branche ist letztes Jahr um 50 Prozent gewachsen.

Matthias Egli
Geschäftsführer von Swissolar

Auch die Preise würden sich wieder erholen. Grundsätzlich seien diese zwar in den letzten Jahren stark gesunken, da die Nachfrage jedoch in den letzten zwei bis drei Jahren stark gestiegen sei, seien auch die Preise für Fotovoltaikmodule um 10 bis 20 Prozent gestiegen. «Nun sieht es so aus, als habe sich die Lage wieder stabilisiert, und die Preise liegen sogar unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie», so Egli.

Matthias Egli ist Geschäftsführer von Swissolar.
Bild zvg

Anschlussgesuche brauchen Zeit

Ein neues Problem macht jedoch die Runde: Bei den Netzanbietern stapeln sich die Anschlussgesuche, wie kürzlich die Tagesschau berichtete. «Das ist unbefriedigend aus Sicht der Leute, die bauen wollen», sagt Egli. Aber: Auch dieses Problem ist auf das enorme Wachstum in den letzten Jahren zurückzuführen.

Die Ursachen für die Wartezeiten bei den Energiebetreibern seien verschieden. Oft handle es sich dabei nicht nur um ein Formular, das ausgefüllt werden müsse. Sondern die Netze müssten tatsächlich verstärkt werden. «Das braucht eine gewisse Zeit», weiss Egli.

Einmalvergütung hat sich bewährt

Am meisten Potenzial für die Fotovoltaik sieht Matthias Egli auf bestehenden Gebäuden, also Dächern und Fassaden. Zwar würden in den Gebirgen oder in der Landwirtschaft auch vermehrt Fotovoltaikanlagen geplant. «Diese sind für die Energiewende notwendig, aber das grösste Potenzial bleibt auf Gebäuden», sagt Egli. Denn was realistisch sei, hänge auch ab von der geografischen Lage, den Wetterbedingungen, den vorhandenen Anschlüssen ans Netz und nicht zuletzt von der gesellschaftlichen Akzeptanz.

Die aktuelle Form der Förderung von Solaranlagen für Private habe sich bewährt, sagt Egli. Auf Bundesebene und für kleine und mittlere Anlagen ist dies aktuell die Einmalvergütung, die je nach Grösse der Anlage gesprochen wird. Dazu kommen zusätzliche Bonussysteme, wenn es sich um Fassadenanlagen handelt oder um erhöhte Anlagen in den Bergen, sowie regionale, kantonale oder gemeindespezifische Fördergelder. In der Form der Einmalvergütung sieht er eine Zukunft, sie werde weiterhin Bestand halten.

Speicher immer beliebter

Die Technologie in der Branche entwickelt sich immer weiter: Immer öfters kommen auch Batteriespeicher zum Zug. «Für Speicher gibt es verschiedene Technologien», sagt Egli. Dabei unterscheide man zwischen Tag-Nacht-Speichern, kurzfristigen Speicher-Technologien, die Tage bis Wochen halten, und saisonalen Sommer-Winter-Speichern. 

Im privaten Bereich sei die Nachfrage nach Tag-Nacht-Speichern stark gestiegen. Es handle sich dabei um Lithium-Ionen-Batterien. Matthias Egli sagt:

Im letzten Jahr sind Tag-Nacht-Speicher mit jeder vierten Solaranlage eingebaut worden.

Was zudem in Zukunft für das Energiesystem eine grössere Rolle spielen könne, seien Wasserstoffspeicher. Dabei wird über einen chemischen Prozess und mit Sonnenenergie Wasserstoff produziert, der dann in Tanks gespeichert wird. «Damit würde auch eine saisonale Speicherung ermöglicht», so Egli.

Bei der Wahl der Installationsfirma gibt es einige Punkte zu beachten.
Archivbild Aldo Ellena

China ist grösster Hersteller

Worauf sollte man beim Kauf von Fotovoltaikmodulen achten und woher kommen sie? Matthias Egli weiss:

Heute ist es so, dass 70 Prozent der Module, die in der Schweiz verbaut werden, aus China stammen.

Das sei der absolut grösste Produzent weltweit. Zwar gebe es auch in Europa Produzenten, Tendenz steigend. Hier seien die Kosten jedoch höher. In der Schweiz produzierte Fotovoltaikmodule seien vor allem Spezialanfertigungen, zum Beispiel farbige Module oder Module für Fassaden oder denkmalgeschützte Objekte.

Bei der Anschaffung einer Fotovoltaikanlage empfiehlt Egli, vor allem auch die Solarinstallateur-Firma genauer zu prüfen:

Weil die Branche so stark gewachsen ist, ist die Gefahr von Qualitätsmängeln gestiegen.

Er empfiehlt, auf das Qualitätslabel «Die Solarprofis» zu achten. Bei Solarinstallateuren mit diesem Label prüfe Swissolar stichprobenmässig, ob die Qualitätsanforderungen gegeben seien. Ausserdem sollten Solarinstallateure ansprechen, wie die Fotovoltaikanlage in die bestehende Haustechnik integriert werden könne. Zum Beispiel, ob eine Kombination mit dem Heizsystem oder mit Elektroladestationen infrage kommt. «Ein guter Installateur spricht solche Sachen an», sagt Egli.

Eigenverbrauch fördern

Egli empfiehlt in jedem Fall, möglichst viel des eigenen Stroms selber zu verwenden, da dann die Netzkosten wegfallen. Er sagt:

Ein hoher Eigenverbrauch steigert die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage.

Den Eigenverbrauch zu steigern, sei in einem Einfamilienhaus mit gewissen Steuerungen relativ einfach zu bewerkstelligen, so Egli. So könne zum Beispiel ein Batteriespeicher nützlich sein. «Viel kann man mit dem eigenen Verhalten machen», sagt Egli. So zum Beispiel die Waschmaschine benutzen, wenn die Sonne scheint. Bei einer grösseren Überbauung könne zum Beispiel ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch ermöglichen, den Strom an die Nachbarin oder den Mieter weiterzuverkaufen.

Nebst der Fotovoltaik gibt es auch sogenannte Solarthermie-Anlagen. Diese Sonnenenergie basiert auf einer anderen Technologie und speichert die Wärme. Ob diese sinnvoll sind, komme auf den Rest der Haustechnik an, Fotovoltaik werde aber weitaus häufiger eingesetzt. 

Infoanlass

Mehr zu Energie-Contracting

Am Donnerstag findet in Wünnewil-Flamatt ein Informationsabend rund ums Thema Fotovoltaik statt, organisiert von der Umwelt- und Energiekommission der Gemeinde. Matthias Egli, Geschäftsführer von Swissolar, gibt am Event einen Überblick über das schweizweite und lokale Potenzial von Fotovoltaikanlagen. Ausserdem erfahren die Besucherinnen und Besucher, welche Möglichkeiten der Förderung es gibt.

Dabei stehen sogenannte Energie-Contracting-Modelle im Fokus. Bei solchen Modellen stellt jemand sein Dach für eine Solaranlage zur Verfügung, finanziert die Anlage jedoch nicht selber. Am Anlass stellt Groupe E ihr Energiecontracting-Modell für kleine Anlagen «My Sun Contracting» vor. Dabei stellen Hausbesitzerinnen der Groupe E das Dach für eine Solaranlage zur Verfügung und profitieren von einem besseren Stromtarif. Für grössere Anlagen stellt das Unternehmen Optima-Solar seine Lösung vor, bei der die Fotovoltaikanlage genossenschaftlich finanziert wird. Ausserdem informiert die Energiewendegenossenschaft über die Möglichkeiten, eine Anlage im Selbstbau zu erstellen. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr in der Aula Wünnewil statt und ist für alle Interessierten offen.

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