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Spazieren durch gemalte Landschaften

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Drei «Künstlergenerationen» im Sensler Museum Tafers

Autor: Von RUTH SCHMIDHOFER

Die Ausstellung gibt einen Überblick über hundert Jahre Landschaftsmalerei im Kanton Freiburg anhand von 43 Bildern. Die 15 Künstler waren nicht ausschliesslich Landschaftsmaler und sie arbeiteten in verschiedenen Techniken – doch das Museum hat sich aus Platzgründen auf Ölbilder (auf Leinwand, Holz, Novopan) konzentriert. Die Werke stammen zum grössten Teil aus Privatsammlungen; die Auswahl erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Yoki Aebischer, was der Ausstellung einen besonderen persönlichen Charakter verleiht.

Anhand der 15 Künstler und ihrer Arbeiten kann der Betrachter die Verflechtung, Vernetzung und gegenseitige Beeinflussung erahnen. Ferdinand Hodler habe mit seinem Aufenthalt in Freiburg drei «Generationen», drei Altersgruppen von Künstlern beeinflusst, führt Yoki Aebischer aus. Die Künstler sind: Hiram Brülhart, Raymund Buchs, Antoine Claraz, Max Clément, Ferruccio Garopesani, Marcel Hayoz, Armand Niquille, Oswald Pilloud, Ernest Riesemey, Henri-Marcel Robert, Jules Schmid, Anton Schmidt, Gaston Thévoz, Louis-Joseph Vonlanthen und Yoki Aebischer.

Schule der Freiburger
Landschaftsmalerei

Zwischen 1896 und 1899 unterrichtete Ferdinand Hodler im Zähringerhof in Freiburg und trug so wesentlich zum Entstehen einer Kunstrichtung bei, die als «Schule der Freiburger Landschaftsmaler» bezeichnet werden kann. Raymund Buchs, Hiram Brülhart, Oswald Pilloud, Louis-Joseph Vonlanthen und Jean-Edward de Castella gehören zu den Malern, bei denen der Einfluss des grossen Berner Malers am stärksten zu spüren ist.

Der junge Anton Schmidt kam am Technikum als Schüler Pillouds in Kontakt mit hodlerschen Ideen. Er starb im Alter von lediglich 29 Jahren an Tuberkulose, zu dem Zeitpunkt, da sich seine vom Fauvismus geprägten Werke am Westschweizer Salon in Zürich durchzusetzen vermochten. Mit ihm verlor Freiburg wohl den begabtesten seiner Maler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
In der Folge der von Hodler geprägten Maler sind Henri Robert, Gaston Thévoz, Jules Schmid, Ernest Riesemey, Armand Niquille und gelegentlich auch der Bildhauer Antoine Claraz zu erwähnen. Sie blieben der Landschaftsmalerei treu, interpretierten sie aber in freier und persönlicher Art.
Das Bedürfnis, aus der Natur neue Kräfte zu schöpfen, prägt auch die Künstler Yoki Aebischer – nach einer langen Karriere als mehrheitlich abstrakter Glasmaler – und Ferruccio Garopesani sowie zwei Künstler, die in besonderer Weise mit dem Sensebezirk verbunden sind, nämlich Max Clément und Marcel Hayoz.
Yoki Aebischer wies anlässlich einer Vorbesichtigung der Ausstellung darauf hin, dass die meisten Künstler dieser Zeit ihren Lebensunterhalt mit Lehrtätigkeit verdienten. «Aber es ist doch furchtbar, dass ein begabter Künstler wie Hiram Brülhart am Kollegium Technisch-Zeichnen unterrichtete, anstelle sich seiner eigenen Kreativität zu widmen.»

Keine abgeschlossene Retrospektive

Die Ausstellung, wie sie sich über die Sommerwochen im Sensler Museum präsentiert, ist keineswegs abgeschlossen. 100 Jahre Landschaftsmalerei im Kanton Freiburg können mit 43 Bildern nur im Ansatz dokumentiert werden. Aquarelle und Zeichnungen, welche einen wichtigen Stellenwert in der Arbeit der Landschaftsmaler einnehmen, konnten in der Taferser Ausstellung nicht berücksichtigt werden. Konservator Raoul Blanchard findet, dass das Thema der Freiburger Landschaftsmaler auch in wissenschaftlicher Sicht bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. «Ich sehe die Ausstellung als eine Anregung für die Universität, sich den hiesigen Künstlern anzunehmen.»

Sensler Museum, Tafers. 3. Juni-20. August. Do.-So. 14-17 Uhr; Pfingstmontag, 12. Juni, 14-17 Uhr; Gruppen nach Absprache 4941972.

Kreativateliers
für Kinder

Im Rahmen der Ausstellung «Freiburger Landschaftsmaler» in Tafers finden auch wieder Ateliers für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren statt. Mit Unterstützung der Deutschfreiburger Raiffeisenbanken werden fünfmal (7., 14., 21. Juni, 9., 16. August) Kinder in die Welt der Farben und Landschaften eingeführt. In den Ateliers bietet die Künstlerin Marie Vieli den Kindern die Möglichkeit, ihre eigene Landschaft mittels selber hergestellten Farben auf eine echte Leinwand zu malen.

Sensler Museum, Tafers. Anmeldung obligatorisch: Tel. 4943625 (Rita Dähler).

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