Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Spiel mit geometrischen Formen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der polnische Künstler Fryderyk Heincel stellt in Freiburg aus

Betrachtet man die Objekte von Fryderyk Heincel, ist man versucht, sie als von Häusern herausgeschnittene Elemente zu betrachten, als wäre nicht Öl und Leinwand, sondern Gips und Holz deren Werkstoff. Motive sind Fachwerke, Häuserarchitektur, wie sie unter anderem in ländlichen Gegenden der Schweiz zu finden ist. Doch Riegelbau ist für den Künstler eine europäische Tradition, auf diese Weise ist auch im nordwestlichen Polen, im ehemalig preussischen Gebiet, gebaut worden.

Motivästhetik ist, was Fryderyk Heincel gefällt und ihm wichtig ist. Geometrie und Abstraktion sind ihm Nahe. «Das Fachwerk ist wie eine Geometrie des Volkes. Es ist die Verschmelzung von Geometrie und kulturellem Inhalt, was mich interessiert», erklärt er seine aussergewöhnliche Präferenz.
Auf Reisen durch Polen und die Schweiz hat Fryderyk Heincel verschiedenste Fachwerke fotografiert. Zu Hause, bei der wiederholten Betrachtung, habe es ihn dann «hineingezogen» und er habe begonnen, diese Inspiration malerisch umzusetzen. Die Objekte sind für ihn eine «Gleichzeitigkeit von Reise, geschichtlichem Einfluss und abstrakter Kunst».
Mit seinen Werken will Heincel die an sich einfachen Formen des Fachwerkstils ins Zentrum stellen, sie ihrer Banalität entheben. Er will aber nicht etwa zum Bau solcher Architektur aufrufen. Die dort verwendeten Formelemente sind für ihn wie Zeichen und Symbole, die, herausgenommen aus ihrem Kontext und ins malerische Spiel übertragen, anderes bedeuten können. «Die Architektur soll eher in den Hintergrund gestellt werden, um persönlichen ästhetischen Vorstellungen Platz zu machen», führt Fryderyk Heincel dazu aus. Einer allfälligen Message enthält er sich. «Was die Zeichen und Symbole bedeuten, hängt allein vom Betrachter ab.»
Die Ausstellung ist Teil einer Austauschserie zwischen Freiburg und Krakau, die auf langer Tradition beruht. Die künstlerische Verbindung der beiden Städte geht bis in die Jahrhundertwende zurück. Josef Mehoffer, ein grosser polnischer Maler, gestaltete damals die Glasfenster der Kathedrale und hielt den Kontakt zu Freiburg auch später als Kunstprofessor in Krakau aufrecht. Fryderyk Heincel unterrichtet heute an der gleichen Kunstakademie und hält mit anderen polnischen Künstlern den noch heute anhaltenden Austausch weiter lebendig (Fryderyk Heincel war bereits 1998 bei der Gruppenausstellung «Die Nachfolger» in Freiburg).

Die Ausstellung von Fryderyk Heincel ist noch bis zum 13. Mai in der Kunstgalerie Encadrement, Pierre-Aeby-Gasse 8, zu sehen (je Di.-Sa.).

Mehr zum Thema