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Spitzensport für den Hund

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Spikey wartet. Er blickt seine Besitzerin Tanja Schori aufmerksam an, den Kopf leicht schräg gelegt, der ganze Körper angespannt vor Vorfreude. Plötzlich erschallt der Befehl von Tanja Schori: «Go»! Spikey schiesst wie ein geölter Blitz davon. Er springt über Hürden, durch einen Ring und schiesst in einem unglaublichen Tempo durch einen mit Gewichten beschwerten Stofftunnel. Die ganze Zeit rennt Tanja neben oder vor ihm, zeigt ihrem Jack-Russel-Mischling, wo der Parcours entlang geht. Sie muss mit dem halsbrecherischen Tempo ihres tierischen Freundes mithalten können, das fordert eine Menge Kondition. «Diese Tiere rennen mit einer Geschwindigkeit von vier bis fünf Metern pro Sekunde», erklärt Herbert Löffel, Hunde-Trainer der Agility-Halle «Rund um Hund» in Fräschels, «diese Hunde sind vierbeinige Spitzensportler.»

Agility heisst diese Sportart, die für Hund und Mensch gleichermassen fordernd ist. Tanja Schori aus Schmitten betreibt Agility schon seit ihren Kindertagen. Mit ihrem Hund Spikey trainiert sie seit drei Jahren und kann mittlerweile auf viele Erfolge zurückblicken.

Im Juli startete sie mit 40 anderen Schweizer Jugendlichen an der Agility-Junioren-Europameisterschaft in Mailand. In einem Lauf wurde sie 18. von 61 Teilnehmern. Sie ist stolz auf ihre Ergebnisse und freut sich auf kommende Wettbewerbe: «Für mich ist Agility die beste Sportart und Freizeitbeschäftigung. Ich könnte mir nicht vorstellen kein ‹Agi› mehr zu machen», sagt Tanja Schori. Spikey hat offenbar genau so viel Freude am Sport wie seine Besitzerin. «Manchmal kann er es kaum erwarten, loszurennen, und ist total aufgeregt», sagt Tanja Schori.

Small, Medium und Large

Beim Agility gibt es drei Startkategorien, in die die Hunde anhand ihrer Grösse eingeteilt werden. Die Sprünge werden je nach Kategorie anders eingestellt, damit die tierischen Athleten sich nicht verletzen. Spikey gehört mit einer Risthöhe von 32,5 Zentimetern in die kleinste Startkategorie genannt Small–die anderen beiden heissen Medium und Large. Auch die Large-Hunde sind nicht riesig, denn zu grosse Tiere sind nicht wendig genug für die verwinkelten Agility-Parcours: «Einen Bernhardiner oder eine Deutsche Dogge wird man nie bei Agility sehen», erklärt Tanja Schori, genauso wenig wie Dackel, die seien zu lang, das Rennen und Springen würde ihrem Rücken schaden. Auch Hunde mit Krankheiten oder Hüftproblemen sind nicht beim Agility zugelassen. Der Sport soll dem Hund Freude machen. Wer sein Tier zum Rennen zwingt oder schlecht behandelt, kann sogar von Wettbewerben disqualifiziert werden.

Was für die Gesundheit ihres Tieres wichtig ist, weiss Tanja gut: Sie macht eine Lehre als Praxisassistentin bei einem Kleintierarzt.

Eine Familienbande

In der Trainingshalle «Rund um Hund» in Fräschels scheint jeder jeden zu kennen. «Unser ‹Agi›-Team ist wie eine kleine Familie», sagt Tanja Schori lächelnd und beobachtet ihre beste Freundin Simona dabei, wie sie mit ihrem schwarzen Hund Lucky durch den Parcours düst. Ungefähr sechs Mensch-Hund-Teams aus unterschiedlichen Kategorien trainieren gleichzeitig in der Halle. Jeder darf mit seinem Tier den Parcours einmal bestreiten, dann ist der nächste dran.

Leider zu unbekannt

Vom Sport Agility hätten viele Hundebesitzer schon mal gehört, sagt Tanja Schori. «Die breite Öffentlichkeit kann aber mit dem Begriff nichts anfangen. Das finde ich schade.» Agility findet aber immer mehr Anhänger: Im Kanton Freiburg gibt es fünf eingetragene Agility-Vereine und mehrere Trainingshallen. Im bernischen Münsingen wird momentan sogar die erste doppelstöckige Agility-Halle gebaut, die mit einem Klimasystem ausgestattet sein wird.

Nach dem Training kommen alle Sportlerteams jeweils zusammen. Es wird gelacht, gratuliert und verabschiedet. Auch beim Trainer Herbert Löffel schauen alle noch vorbei. «Ich könnte den ganzen Tag von meinem Sport reden», sagt der Hundefreund zum Abschied, «wenn man einmal mit Agility angefangen hat, lässt es einem nie mehr los.»

 

Ein gutes Team: Tanja und ihr Jack-Russel-Mischling Spikey.

«Die Tiere rennen mit vier bis fünf Metern pro Sekunde.»

Hundetrainer

Herbert Löffel

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