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Spuren aus längst vergangenen Zeiten

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Spuren aus längst vergangenen Zeiten

Autor: Marc Kipfer

Seit mehr als 10 000 Jahren ist die Gegend am Murtensee von Menschen bewohnt. Verschiedene Völker haben hier das Ende der Steinzeit, die Metallzeiten, das Römische Reich und schliesslich das Mittelalter miterlebt. Sie alle haben Spuren hinterlassen – unfreiwillig und für uns trotz technischer Mittel nur mit einiger Anstrengung rekonstruierbar.

Das Museum Murten zeigt ab diesem Sonntag eine Auswahl von Funden, die zwischen 1975 und 2000 bei archäologischen Grabungen im Murtenbiet entlang der heutigen Autobahn A1 gemacht wurden. Sie stammen von Fundstellen in Murten, Löwenberg, Ried und Courgevaux.

Vom Bund unterstützte Ausgrabungen

Vor dem Bau der Autobahn A1 wurde ihr heutiges Trassee während 25 Jahren systematisch auf archäologisch interessante Stellen untersucht. Alleine die Ausgrabungen im Kanton Freiburg kosteten den Bund 40 Millionen Franken, aufgeteilt auf 25 Jahre.

Wegweisend für das Gelingen dieses aufwändigen Projekts war ein Bundesratsbeschluss vom März 1961. Dieser garantierte die Finanzierung der Sondagen und Ausgrabungen, welche in erster Linie zur Rettung des archäologischen Materials gedacht waren. «Das primäre Ziel der Archäologie ist es, die im Boden gespeicherten historischen Dokumente zu erhalten», erklärte der Freiburger Kantonsarchäologe Claus Wolf am Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz.

Seebezirk ist eines der am besten erforschten Gebiete

Der Bau der Autobahn A1 war aus archäologischer Sicht ein Sonderfall. Auf einer Breite von 60 Metern wurde die oberste Erdschicht für die neue Nationalstrasse über Dutzende von Kilometern abgetragen. Mehr als 20 Fundstellen wurden vertieft geprüft, zeitweise standen über 150 Leute im Einsatz.

«Derart grossflächige Ausgrabungen wie beim Bau der A1 hat es vorher in der Schweiz nie gegeben», weiss Wolf. Viele der Fundstellen entlang der A1 waren zuvor unbekannt gewesen, die Archäologie hatte sich im Seebezirk vor allem auf die Seeufersiedlungen und die mittelalterliche Altstadt von Murten beschränkt. «Heute zählt der Seebezirk zu den archäologisch am besten erforschten Regionen des Landes», betont Wolf.

Funde von der A1 werden noch immer ausgewertet

Angesichts der enormen Anzahl der während eines Vierteljahrhunderts gefundenen Objekte ist die aktuelle Ausstellung im Museum Murten als Zwischenbilanz der Archäologie entlang der A1 zu verstehen. Im Amt für Archäologie wird ein 15-köpfiges Team noch mehrere Jahre mit der Auswertung der Funde beschäftigt sein.

Museum Murten, Ryf 4, «Archäologie und Autobahn A1 im Murtenbiet». Öffnungszeiten: Di.-Sa. 14 bis 17 Uhr, So. 10 bis 17 Uhr. www.museummurten.ch

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