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Staatsrat muss Verantwortung wahrnehmen

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Leserbriefe

Staatsrat muss Verantwortung wahrnehmen

Autor: «Von einigen geliebt, von anderen gefürchtet» – FN vom 11. Februar

Man erinnert sich: In der Vorwahlkampfzeit anfangs 2011 hat Grossrat Werner Zürcher in einer für einen Parlamentarier erstaunlich unsouveränen Art den Direktor der Strafanstalten Bellechasse verbal angegriffen. Erstaunlich war, dass weder der Staatsrat noch der Grosse Rat den Grossrat Zürcher wegen seiner deplatzierten Aussagen zurechtwies.

Aber abgesehen davon: Währenddem Zürcher meinte, den Direktor diffamieren zu müssen, belegt der nun öffentliche Schlussbericht eines deutlich: Bellechasse verfügt über zu wenig Personal, was Tharin schon seit Jahren bemängelt hatte. Im Übrigen findet die weit überwiegende Mehrheit des Personals in Bellechasse, Tharin sei ein guter Direktor gewesen. Wer die Sache mit etwas Distanz betrachtet, kann nur staunen, wie hier aufgrund letztlich ungerechtfertigter Beleidigungen ein Gefängnisdirektor «abgeschossen» wurde.

Was bleibt? Der Staatsrat trägt zusammen mit dem Grossen Rat die Verantwortung dafür, dass es in Bellechasse schon seit Jahren mehr Personal bräuchte. Er trägt die Verantwortung dafür, dass eine Aufsichtskommission auch tatsächlich ihrem Namen gerecht werden kann. Und er trägt die Verantwortung dafür, dass er endlich das an die Hand nimmt, was Tharin schon seit langem gefordert hat: nämlich in Bellechasse für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Dem neuen Direktor ist zu wünschen, dass er in dieser Hinsicht mehr Unterstützung von der Politik erhält als Tharin. Und dem Grossrat Zürcher ist zu wünschen, dass er sich inskünftig konstruktiv für die Belange von Bellechasse einsetzt. Dies hätte es ihm nämlich anfangs 2011 ermöglicht, zusammen mit Tharin die wahren Probleme anzugehen, statt einfach aufs Geratewohl eine einzelne Person zu verunglimpfen und in für den Staat kostspieliger Weise aus dem Amt zu jagen.

Autor: Silvan Jampen, Kerzers

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