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Statt Sturm ein laues Lüftchen

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Mit vier Niederlagen in Serie steht Gottéron aktuell zu Buche. Bei drei dieser Spiele schossen die Freiburger indes mehr auf das Tor, zuletzt am Wochenende gegen Lugano (36:25 Schüsse) und Lausanne (37:25 Schüsse) gar signifikant häufiger. Aufwand und Ertrag stimmen bei Gottéron momentan überhaupt nicht überein. «Wir kreieren uns viele gute Chancen, machen das Tor aber nicht. Und dann kommen auch noch drei Pfosten- oder Lattenschüsse wie in Lausanne hinzu», hadert Stürmer Matthias Rossi. Ähnlich sieht es Trainer Mark French. «Tatsächlich haben wir zurzeit Mühe, Tore zu erzielen. Solange wir aber die Möglichkeiten dazu haben wie am Sonntag in Lausanne, hege ich keine Zweifel, dass wir das wieder ändern werden.» Auf jeden Fall sei die magere Torausbeute keine Frage des Selbstvertrauens, stellt der Kanadier klar. «Selbstvertrauen hat es in dieser Mannschaft genug.»

Flügelstürmer ohne Fortune

Was aber ganz offensichtlich fehlt, sind Flügelspieler, die das Tor treffen. Julien Sprunger etwa erzielte in den letzten sieben Spielen nur gerade ein Tor und läuft seiner Form hinterher. Killian Mottet, eigentlich ein regelmässiger Skorer, hat in dieser Saison noch gar kein Tor geschossen und war zuletzt in Lausanne überzählig. Andere wie Laurent Meunier, Nathan Marchon sowie Flavio Schmutz sind ursprüngliche Center und auf der Flügelposition wenig effizient. French lässt das jedoch nicht als Entschuldigung gelten. «Als Center ist es einfacher, auf dem Flügel zu spielen als umgekehrt.» Unter dem Strich bleibt das Resultat das gleiche: Gottéron fehlt es an treffsicheren Flügeln. Ein solcher wäre womöglich Michal Repik gewesen. Aber nach dem unplanmässigen Abgang von Torhüter Reto Berra kam er nie in Freiburg an… Doch auch hier will French erst gar keine Diskussionen aufkommen lassen. «Ich bin zufrieden mit meinem Kader.» Mit einer Verstärkung ist momentan sowieso nicht zu rechnen. Laut Gottérons Sportdirektor Christian Dubé ist der Transfermarkt trocken.

So liegt es an den vorhandenen Spielern, wieder zur Effizienz aus den ersten Saisonspielen zurückzufinden. «Vieles hat beim Toreschiessen mit einem Lauf zu tun. Anfang Saison sind die Pucks noch reingefallen, und wir konnten dadurch auch die knappen Partien zu unseren Gunsten entscheiden», weiss Rossi. «Als Stürmer ist es nie lustig, wenn du nicht triffst. Wir dürfen jetzt nicht verzweifeln. Ich bin mir sicher, dass das Glück wieder auf unsere Seite kippen wird.» Es heisst, dass man sich das Glück erarbeiten müsse. Insofern sind die Freiburger durchaus auf dem richtigen Weg. «Im Schlussdrittel in Lausanne haben wir zum Beispiel sehr gut gespielt. Was fehlt, das sind die dreckigen Tore. Die zählen schliesslich genau gleich viel wie die anderen auch.»

Immer neue Linien

Rossi selbst ist einer der wenigen Flügelstürmer, der sich mit fünf Toren und drei Assists skoremässig wenig vorzuwerfen hat. «Ich habe mich in Freiburg gut eingelebt. Aber trotz meinen Skorerpunkten haben wir zuletzt immer verloren. Insofern bringt mir das auch nichts. Wir müssen als Mannschaft auf die Erfolgsspur zurückfinden.»

Um das zu bewerkstelligen, ist damit zu rechnen, dass French die Angriffsformationen heute im Heimspiel gegen den EHC Biel einmal mehr umstellen wird. So dürfte etwa Rossi wieder an der Seite von Andrei Bykow spielen. Dass die Linienpartner immer wieder ändern, stellt für Rossi kein Problem dar. «Bleiben die Siege aus, dann musst du Dinge ausprobieren und Wechsel vornehmen.» Eine Sichtweise, die French bestätigt. «Die Option, dass wir in der Linienzusammenstellung über die Bücher gehen, liegt sicherlich auf dem Tisch.»

«Sieg gegen Biel Pflicht»

Sechs Niederlagen setzte es für Gottéron in den letzten sieben Spielen ab. Rossi warnt davor, definitiv in eine Negativspirale hineinzugeraten. «Deshalb ist am Dienstag ein Sieg gegen Biel Pflicht. Drei Punkte müssen her, keine Frage.» Um sie zu holen, müsse Gottéron die Seeländer überfahren und von Beginn weg unter Druck setzen – ohne jedoch in die Falle zu tappen. «Die Bieler schalten ziemlich gut von der Defensive auf Angriff um. Deshalb müssen wir kompakt bleiben und Konter vermeiden», gibt Rossi die Marschroute gegen seinen Ex-Club vor.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum EHC Biel

• Topskorer der Bieler ist ein gewisser Marc-Antoine Pouliot (4 Tore/8 Assists). Der Kanadier und Ex-Gottéron-Ausländer ist mit bisher 59 Minuten gleichzeitig der meistbestrafte Spieler der ganzen Liga.

• Der neue amerikanische Verteidiger Samuel Lofquist – gefürchtet für seinen harten Schuss – hat sich mit zwei Toren und zwei Assists in fünf Partien bestens eingeführt.

• Nicht zu den Stärken des EHC Biel gehört das Boxplay. Die Erfolgsquote liegt bei ungenügenden 74,6 Prozent. Angeführt wird diese Statistik von Gottéron (94,6 Prozent).

• Die Bieler haben einen langen Atem. Die Seeländer konnten 9 von 13 Schlussdritteln zu ihren Gunsten entscheiden.

• Marco Pedretti, Marco Maurer, Nicholas Steiner und Toni Rajala sind als verletzt gemeldet.

Kader

Gottéron ohne Verletzungssorgen

Gottéron-Trainer Mark French hat im heutigen Heimspiel gegen den Tabellennachbarn aus Biel den im Eishockeysport seltenen Luxus, auf alle seine Spieler zählen zu können. Auch Verteidiger Marc Abplanalp ist nach seiner Gehirnerschütterung wieder einsatzbereit. Welcher Ausländer überzählig sein wird, entscheidet sich erst am Spieltag.

fs

 

 

Heute spielen

Ambri – SC Bern 19.45

Gottéron – Biel 19.45

Servette – Davos 19.45

Kloten – Lugano 19.45

SCL Tigers – ZSC Lions 19.45

Lausanne – EV Zug 19.45

«Als Stürmer ist es nie lustig, wenn du nicht triffst. Wir dürfen jetzt nicht verzweifeln.»

Matthias Rossi

Gottéron-Stürmer

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