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Steuergerichtshof anerkennt Murten Classics als gemeinnützig

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Nach langem Streit mit der Steuerverwaltung haben die Organisatoren des Festivals Murten Classics recht bekommen: Der kantonale Steuergerichtshof hat den Verein als gemeinnützige Organisation anerkannt, wie die Zeitung «La Liberté» gestern vermeldete. Somit ist der Verein «Sommerfestspiele Murten» von der Steuerpflicht befreit und die Suche nach Sponsoren gestaltet sich für ihn deutlich einfacher. «Der Entscheid ist auch das Ende einer mühsamen Auseinandersetzung», sagt der Präsident des Vereins, Daniel Lehmann.

 Im März 2010 hatte der Verein bei der kantonalen Steuerverwaltung ein Gesuch um Steuerbefreiung gestellt. Die Verwaltung lehnte dieses ab, worauf der Verein Einsprache erhob und beantragte, als gemeinnützige Organisation anerkannt zu werden. Mehrmals ging das Dossier zwischen Steuerverwaltung und Verein hin und her. «Es hat uns Energie gekostet, die wir lieber in das Festival gesteckt hätten», sagt Lehmann. Die Steuerverwaltung hatte sich quergestellt, weil sie die Murten Classics als Festival mit unterhaltendem Charakter betrachtete. Ausserdem sah sie den Verein nicht als uneigennützig an und sagte, dass der Verein Erwerbszwecke verfolge.

«Engagement gewürdigt»

Der Steuergerichtshof sieht das anders. Den Ausschlag gegeben für dessen Entscheidung hat unter anderem die kulturelle Leistung des Vereins. «Wir bieten beispielsweise jedes Jahr mehrere Gratiskonzerte und betreiben Jugendförderung», unterstreicht Lehmann. Der Gerichtshof hält auch fest, dass das Festival eine «möglichst tiefe Preispolitik anstrebt». Des Weiteren hat die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder den Entscheid beeinflusst.

In seinen Anträgen hatte der Verein mehrmals betont, dass es ihm nicht primär um die Steuerbefreiung gehe. «Wir wollen ja keinen Gewinn erzielen», sagt Lehmann. Aus den diesjährigen Murten Classics resultiere möglicherweise ein kleiner Gewinn, dieser werde aber gleich in nächste Projekte investiert. «Als gemeinnützige Organisation können uns aber Stiftungen unterstützen, die andere Organisationen gar nicht sponsern dürfen.» Zudem können von nun an Gönner des Festivals ihre Spenden bei der Steuererklärung geltend machen. «Der Entscheid ermutigt uns insgesamt, unsere Linie weiterzuführen, und würdigt unser kulturelles Engagement.»

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