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Teilwegzug aus Düdingen

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Teilwegzug aus Düdingen

MCL-Gruppe baut neues medizinisches Labor in Niederwangen BE

Düdingen verliert rund 40 bis 50 Arbeitsplätze: Die Firma MCL Medizinische Laboratorien will ihren Laborbetrieb in Niederwangen konzentrieren. Ein Teil der Aktivitäten wird somit von Düdingen in den Berner Vorort verlagert.

Von ARTHUR ZURKINDEN

MCL investiert mehrere Millionen Franken in ihren neuen Standort in Niederwangen. Durch die Zusammenführung bisheriger Aktivitäten soll am westlichen Ausgang der Stadt Bern das modernste medizinisch-diagnostische Labor im Grossraum Bern-Freiburg entstehen.

Rationellere Verarbeitung

«Die Konzentration am neuen Standort ermöglicht eine schnellere und rationellere Verarbeitung der Proben im Interesse der Ärzteschaft und der Spitäler und kommt in erster Linie den Patientinnen und Patienten zu Gute», hält das Unternehmen am Donnerstag in einer Mitteilung fest. «Geplant ist zudem eine Erweiterung des Analyseangebots mit Schwerpunkt im Bereich der molekularen Diagnostik», fügt es bei.

Die Aufnahme des MCL Laborbetriebes in Niederwangen ist auf Anfang August 2005 vorgesehen. Im Endausbau werden am neuen Standort rund 120 Personen beschäftigt sein, wie das Unternehmen schreibt.

Hauptsitz bleibt in Düdingen

Die 1980 gegründete MCL ist heute an sechs Standorten in der Region Bern-Freiburg sowie im Tessin vertreten. Die Gruppe beschäftigt rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz befindet sich in Düdingen, wo heute 80 bis 90 Leute tätig sind. «Aus Düdingen ausgelagert wird die Routine-Analytik. Wir wissen heute noch nicht genau, welche Abteilungen betroffen sein werden. Ich schätze aber, dass rund die Hälfte des Personals nach Niederwangen ziehen wird», hält Erich Baumann, Mitglied der Geschäftsleitung, gegenüber den FN fest. «Düdingen wird weiterhin Hauptsitz sein. Die Verwaltung, Informatik und die Spezialanalytik bleiben hier», sagt er weiter.

16 Standorte geprüft

Nach Worten von Erich Baumann ist der Standort Niederwangen nach einer intensiven Evaluation von 16 Industriekomplexen ausgewählt worden. Auch ein Ausbau des Hauptsitzes an den Chännelmattstrasse in Düdingen sei zur Diskussion gestanden. «Es gab aber Probleme mit der Baubewilligung. Deshalb haben wir dieses Projekt fallen gelassen», hält Baumann fest.

Mit Niederwangen konnte seiner Ansicht nach ein idealer Standort gefunden werden. Eine der Haupttätigkeiten von MCL ist es, den Labordienst für Spitäler während der Nacht sicherzustellen. So versorgt MCL auch den Notfalldienst für grosse Spitäler der Stadt Bern sowie Burgdorf und Interlaken. «Durch die gute verkehrstechnische Lage des neuen Grosslabors in Niederwangen werden die Transportwege vereinfacht, und die MCL-Kurierdienste können in Zukunft ihre Proben noch rascher ins Labor liefern», betont Erich Baumann.

Kostendruck

Nach seinen Worten ist das Unternehmen einem grossen Kostendruck ausgesetzt. Deshalb sei es sehr wichtig, schnell, professionell und kostengünstig zu arbeiten. Mit der Vereinheitlichung der Analysenprozesse an einem Ort mit modernster Infrastruktur werde auch zur Steigerung von Qualität und Sicherheit beigetragen. So werden auch Tätigkeiten des Labors an der Spitalgasse in Bern nach Niederwangen verlagert. Erich Baumann weist auch darauf hin, dass immer mehr Ärzte keine eigenen Labors mehr führen, sondern diese Aktivität externen Laboratorien abtreten. MCL hat auch ein Kompetenzzentrum im Daler-Spital in Freiburg. Dieses soll ausgebaut werden, da MCL vermehrt in der Westschweiz tätig sein will.

Das Personal ist am Mittwoch über die Zukunftspläne von MCL informiert worden. Nach Worten von Erich Baumann hat es im Grossen und Ganzen positiv auf die Ankündigungen reagiert. Betroffen vom Wegzug aus Düdingen sind vor allem Laborantinnen und Akademiker, die nicht nur in Düdingen wohnhaft sind.
Wegzug bedauert

Keine Freude am Teilwegzug der MCL hat Hildegard Hodel, Frau Ammann von Düdingen. Sie bedauert dies umso mehr, als Düdingen qualifizierte Arbeitsplätze verliert, und dies in einem Bereich, in welchem es nur wenige Arbeitsplätze gibt. Gut ist für sie, dass mit Niederwangen ein Standort ausgewählt wurde, der für das «Düdinger» Personal erreichbar sei, ohne einen Wohnortswechsel vornehmen zu müssen.

Nach ihren Worten hat Düdingen dem Unternehmen Hand angeboten, damit es seine Ausbaupläne in Düdingen verwirklichen kann. Sie erinnert daran, dass die Gemeindeversammlung zweimal einem Antrag des Gemeinderates zugestimmt hat, dem Unternehmen eine Bauparzelle von 920 m2 abzutreten, und zwar ein erstes Mal im Jahre 1996, ein zweites Mal am 24. Juni 2004. MCL sei beide Male mit dem Landpreis einverstanden gewesen. Sie weist auch darauf hin, dass Düdingen schon vor Jahren ebenfalls den MCL-Gründer und Verwaltungsratspräsidenten Heinz Drescher eingebürgert hat. az

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