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Tierversuche: Darf man das?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ich mag Tiere. Ich bin zwar keine passionierte Reiterin und habe auch keine 22 Katzen zu Hause, doch ich würde mich definitiv als tierlieb bezeichnen. Deshalb blickte ich mit einem flauen Gefühl im Magen dem Nachmittag entgegen, an dem ich mit meinen Mitstudenten ein Forschungslabor an der Universität Freiburg besuchen sollte. Denn die haben da Affen; also so richtige, lebendige Affen – Makaken, um genauer zu sein. Und die sind da, damit an ihnen experimentiert werden kann. Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits traumatisierende Bilder.

Nach einer theoretischen Einführung war es so weit: In Gruppen von sechs Leuten betraten wir das Labor. Eine Labormitarbeiterin erklärte uns alles. Auch, dass sie Tierversuche eigentlich gar nicht toll finde. Doch ein Medikament mit unbekannten Nebenwirkungen würde sie nicht schlucken – ich auch nicht, muss ich mir eingestehen.

«Zeit, Geld, Arbeit und Liebe»

Wir kamen zu den Gehegen. Im Zoo sieht es also wohnlicher aus. Doch nicht lange galt der Einrichtung meine Aufmerksamkeit: Schon bald fesselten mich die kleinen Kreaturen, die zu viert in einem Zimmer leben. Einige waren mit Lausen beschäftigt, andere kamen interessiert an die Glastür, als wir uns näherten. Verschreckt und ängstlich? Nicht wirklich.

Ein kleiner Genosse, direkt an der Tür, den Blick unbeirrt auf uns gerichtet, trug ein Schädelimplantat, das eine tiefer liegende Elektrode bedeckt. Mir stockte der Atem. Ihn schien das Accessoire jedoch nicht zu stören. Laut Mitarbeiterin gewöhnen sich die Affen erstaunlich schnell dran. Schön sah es trotzdem nicht aus. Doch dass der Affe ganz normal mit seinem Extra umging, beruhigte mich.

Wir gehen weiter zu einem Affen in «Isolationshaft». Er verträgt sich nicht mit zwei seiner Kumpel, weshalb abwechselnd er oder die beiden anderen getrennt voneinander im Einzelzimmer sein müssen. Wir alle hatten Mitleid mit ihm, auch die Mitarbeiterin. Doch sie betonte: «Jeder Affe hier ist wertvoll. Wir haben Zeit, Geld, Arbeit und auch Liebe in sie gesteckt und wollen nicht, dass Kampfwunden und Aggressivität mit der Gesundheit der Affen interferieren. Ist ein Affe nicht mehr gesund, können wir mit der Forschung nicht fortfahren, bis es ihm besser geht. Wir sind schliesslich kein Zoo, der Tiere einfach ersetzen kann.»

Vor dem Verlassen des Labors sah ich noch mal zurück. Tiere schauten mir nach. Tiere, die sicherlich lieber draussen an Bäumen herumturnen würden. Und doch schienen sie weder verstört, misshandelt noch todunglücklich zu sein. Mein Entschluss steht fest: Diese Art von Forschung ist heutzutage unumgänglich und in diesem Rahmen vertretbar. Man muss, und deshalb darf man. Und ich freue mich auf den Moment, an dem man nicht mehr muss – und nicht mehr wird.

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