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TPF testet Zug ohne kleine Abfallkübel

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Sind die Züge sauberer, wenn die Passagiere bei den Sitzabteilen keine Abfallkübel vorfinden? Um diese Frage zu klären, führen die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) derzeit einen Test in einer der neuen Zugkompositionen namens «Flirt» durch. Dort hat das Unternehmen alle kleinen Abfallkübel bei den Sitzen mit einer metallenen Sperre versehen. Diese verhindert, dass die Zugreisenden die Kübel öffnen können. Stattdessen sollen sie ihren Abfall in die grösseren Eimer neben den Türen werfen.

Sauberkeitsnote verbessern

«Wenn der Test gut verläuft, werden wir die kleinen Abfallkübel in allen TPF-Zügen verschliessen – oder wenn baulich möglich – ganz entfernen», sagt der Mediensprecher Stéphane Berney gegenüber den FN. «Denn das Leeren der kleinen Kübel kostet viel Zeit.» Zeit, die das Unternehmen nicht habe, weil ihre Züge aufgrund des Fahrplans nahezu ständig unterwegs seien. Zudem hätten die Zugpassagiere dem Unternehmen in der letzten Zeit «nicht so optimale Noten» in punkto Sauberkeit gegeben.

In den Bussen der TPF gebe es bereits seit einiger Zeit keine Abfallkörbe mehr, erinnert Berney. Dafür seien die Abfalleimer an den Haltestellen vergrössert worden. Das habe sich positiv auf die Sauberkeit in den Bussen ausgewirkt. Ein Abschaffen aller Abfallbehälter stehe in den Zügen allerdings nicht zur Diskussion, versichert Berney und verweist auf die grossen Körbe bei den Türen.

SBB mit positiven Erfahrungen

Die TPF testen die Abschaffung der kleinen Abfallkübel von Anfang Oktober bis Ende Jahr in einer einzigen Zugkomposition. Anders bei den SBB: Ihre Zugkompositionen, die seit 2011 im S-Bahn-Netz in der Region Zürich unterwegs sind, wurden bereits ohne kleine Abfallkübel geliefert. Laut Mediensprecher Daniele Pallecchi habe das Unternehmen damit «sehr gute Erfahrungen» gesammelt. «Die Passagiere haben mehr Beinfreiheit und finden grössere Abfalleimer in den Eingangsplattformen oder Recycling-Stationen in den Bahnhöfen.» Dadurch habe sich die Recycling-Quote «massiv erhöht» und die Verschmutzung in den Zügen «deutlich zum Besseren verändert».

Allerdings befinden sich kleine Abfallkübel weiterhin in der ersten Klasse der Züge der S-Bahn Zürich. Pallecchi erklärt das mit der dort per se grösseren Beinfreiheit und der kleineren Abfallmenge.

BLS hält am Abfallkübel fest

Bei der BLS stehe die Abschaffung der kleinen Abfallkübel bei den Sitzabteilen nicht auf der Agenda, sagt ihr Mediensprecher Stefan Dauner auf Anfrage. In den Zugtypen, die im Kanton Freiburg unterwegs sind, gebe es Abfalleimer sowohl in den Abteilen wie auch bei den Ausgängen. «Wir wollen damit unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, ihren Abfall in Sichtweite korrekt entsorgen zu können», so Dauner. Die BLS habe damit bis jetzt gute Erfahrungen gemacht.

«Wenn der Test gut verläuft, werden wir die kleinen Abfallkübel in allen TPF-Zügen verschliessen oder entfernen.»

Stéphane Berney

TPF-Mediensprecher

«Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, ihren Abfall in Sichtweite korrekt zu entsorgen.»

Stefan Dauner

BLS-Mediensprecher

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