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Tunnelblick statt Panoramasicht im Touristenzug

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: REgula Saner

Freiburg «Auf der linken Seite sehen Sie einen weiteren Brunnen von Hans Gieng mit der heiligen Anna …» tönt es aus der Ecke des mit Teppich ausstaffierten Zügleins. Alle Köpfe drehen sich nach links. Doch viel mehr als den Treppenabsatz, auf welchem der Brunnen steht, ist für jene, die in der Mitte der Bankreihe sitzen, nicht zu sehen. Um doch noch einen Blick auf das Renaissance-Werk werfen zu können, ziehen einige Touristen den Hals ein, um ihn dann giraffenartig wieder auszufahren. Manche rücken dem Nachbarn unanständig nah auf den Leib. Nur jene, die zuäusserst sitzen, gucken schadenfroh aus dem Fenster (grosszügig ignorierend, dass das Plexiglas den Blick ein wenig trübt). Doch auch sie wird es erwischen, wenn der Mann aus dem Lautsprecher sagt: «zu ihrer Rechten sehen Sie …» Rumpeldipumpel, der blaue Minizug tuckert über die Pflastersteine. Für den wenig gepolsterten Hintern eine kleine Pilgerfahrt. Am Ende der Tour steigen die Fahrgäste aus und strahlen. Es hat ihnen gefallen – trotz allem.

Ersatz kommt

Für den unabhängigen Beobachter hat das Touristenangebot aber etwas Dilettantisches. Hanspeter Baeriswyl, Direktor des Transportunternehmens Horner, welches den Minizug betreibt, ist sich der Mängel des Gefährts bewusst. «Wir wollen den Zug in den nächsten zwei Jahren ersetzen», meint er auf Anfrage. Und dann wolle man auch prüfen, ob es ein Modell mit Glasdach sein soll, welches eine Panoramasicht erlaubt. Baeriswyl weist aber auch darauf hin, dass ein neues Züglein 400 000 bis 450 000 Franken kosten würde. Kein Pappenstiel. «Der Betrieb des Minizugs ist ein Geschäft, das kein Geschäft ist, es braucht viel Idealismus», bemerkt dazu Baeriswyl. Vor allem, wenn man bedenke, wie unkooperativ sich die Stadt gegenüber diesem wichtigen touristischen Angebot oft verhalte. So habe er es nicht nur einmal erlebt, dass eine Strasse auf der Route gesperrt worden sei, ohne dass jemand darüber nachgedacht habe, was das für den Minizug bedeute.

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