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Überwältigendes Ja des Freiburger Stimmvolks

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Zustimmung zu den bilateralen Verträgen mit einer Ja-Mehrheit von fast 75 Prozent

Autor: Von WALTER BUCHS

74,6 Prozent der Stimmenden haben im Kanton Freiburg ein Ja für die bilateralen Verträge in die Urne gelegt. Damit gehört Freiburg zu jenen Kantonen, welche am deutlichsten zugestimmt haben. Bereits bei der Abstimmung über den EWR im Dezember 1992 hatte das Freiburger Stimmvolk mit 64,9 Prozent Ja gesagt. Bekanntlich wurde dieses Vertragswerk damals gesamtschweizerisch ganz knapp abgelehnt.

Schon bei der Abstimmung über das Freihandelsabkommen 1972 gab es in Freiburg eine Ja-Mehrheit von 77,8 Prozent; verglichen mit einer gesamtschweizerischen Zustimmung von 72,5 Prozent. Freiburg hat sich somit in allen drei Abstimmungen, welche das Verhältnis zur europäischen Gemeinschaft (bzw. Union) betreffen, offener gezeigt als der Durchschnitt der Kantone.

Alle Bezirke sagen Ja

Das Abstimmungsergebnis zeigt einen deutlichen Konsens im ganzen Kanton Freiburg. In allen Wahlkreisen ist die Ja-Mehrheit komfortabel. Erwartungsgemäss haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der Stadt Freiburg mit 82,46 Prozent am deutlichsten zugestimmt.

Am Wenigsten deutlich ist die Annahme in den Bezirken Glane und Sense, dies mit 68,48 resp. 68,67 Prozent (siehe Tabellen).
Von den 245 Gemeinden haben deren 230 die bilateralen Abkommen befürwortet, 15 haben sie abgelehnt, und in zwei Gemeinden gab es ein Unentschieden. In jedem Bezirk hat mindestens eine Gemeinde mehrheitlich Nein gestimmt.
Mit 87,73 Prozent hat im Sensebezirk Tafers die Vorlage am deutlichs-ten angenommen.

Fünf deutschsprachige Gemeinden sagen Nein

Die drei Oberländer Gemeinden Plaffeien, St. Silvester und Zumholz haben hingegen mehrheitlich Nein gestimmt. Im Seebezirk gab es einzig in Büchsen eine Nein-Mehrheit. Das Ergebnis ist allerdings in Ulmiz recht eng, während Greng im nördlichen Bezirk am deutlichsten Ja gesagt hat.

Als weitere deutschsprachige Gemeinde hat ebenfalls Jaun die Vorlage abgelehnt, dies recht deutlich mit einer Nein-Mehrheit von 58,82 Prozent. Die einzige deutschsprachige Gemeinde im Greyerzerland ist auch die einzige des Bezirks, welche das Vertragswerk verworfen hat. Die komfortabelste Ja-Mehrheit mit 91,89 Prozent weist Estavannens auf, wo am letzten Wochenende die grosse Poya 2000 stattfand.
Im Saanebezirk haben zwei Gemeinden mehrheitlich Nein gestimmt, nämlich Corjolens mit 54,17 und Zénauva mit 50,98 Prozent. Anteilsmässig am meisten Ja-Stimmen gab es hingegen in Villarsel-sur-Marly mit 95,65 Prozent.
Den Spitzenplatz im Glanebezirk nimmt Promesens ein, während Le Châtelard und La Neirigue abgelehnt haben und in Lieffrens und Villarsiviriaux das Ergebnis unentschieden ausfiel.
Von den 44 Gemeinden im Broyebezirk haben deren fünf die Vorlage verworfen. Im Gegensatz etwa zum Sensebezirk sind es in der Broye eher kleine Gemeinden, nämlich Autavaux, Chapelle, Morens, Prévondavaux und Seiry. Vuissens sagt hingegen mit 88 Prozent der abgegebenen Stimmen Ja. Schliesslich wird im Vivisbachbezirk in der Gemeinde Besencens eine Nein-Mehrheit ausgewiesen.

Stimmbeteiligung unter
dem Landesdurchschnitt

Die überaus deutliche Zustimmung zu den bilateralen Verträgen ist im Kanton Freiburg bei einer Stimmbeteiligung von 44,98 Prozent zustande gekommen. Gesamtschweizerisch beträgt dies rund 48 Prozent. Bei der EWR-Abstimmung vor knapp acht Jahren lag die Stimmbeteiligung noch zwischen 75 und 80 Prozent.

Dieser Unterschied wird allgemein darauf zurückgeführt, dass die Gegnerschaft im Vorfeld der jetzigen Abstimmung relativ schwach war. Es gab auch fast keine kontradiktorischen Auseinandersetzungen. Schliesslich stand nur eine Abstimmungsvorlage zur Debatte.

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