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Umzüger stellen ein gutes Zeugnis aus

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Wie massgebend war die ÖV-Erschliessung beim Entscheid, nach Tafers zu ziehen? Warum sind Sie aus Kerzers weggezogen? Wie beurteilen Sie die Steuerbelastung? Diese und weitere Fragen haben in Tafers 80 Zu- und 60 Wegzüger und in Kerzers 51 Zu- und 74 Wegzüger in einem kurzen Fragebogen beantwortet, den die Gemeinden aufgestellt hatten. Mit dem sogenannten Umzugsmonitoring wollten die Gemeinden Kerzers und Tafers eruieren, weshalb Personen hin- und wieder wegziehen und wie sie die Lebensqualität im Dorf beurteilen.

Das Fazit aus der Befragung fällt für beide Gemeinden gut aus. Sie konnten feststellen, dass sich die Zu- und Wegzüger in Tafers und Kerzers sehr wohl fühlen und für sie viele Bedingungen wie der Service public erfüllt sind. «Die vielseitigen Dienstleistungen der Gemeinde werden begrüsst und geschätzt», sagt Helmut Corpataux, Gemeindeschreiber in Tafers. Sowohl in Tafers wie auch in Kerzers war eben jenes Dienstleistungsangebot sowie die Erschliessung des Wohnorts durch öffentliche Verkehrsmittel für viele Zuzüger ein wichtiges Kriterium für die Wahl. Doch auch die Nähe zum Arbeitsort und zu Familie und Freunden war für die Befragten ein zentrales Kriterium. In beiden Gemeinden waren vorwiegend Einzelpersonen oder Paare ohne Kinder zugezogen. Damit erklärt sich gemäss Helmut Corpataux, dass das Bildungs- und Betreuungsangebot von den Befragten nicht als wichtiges Kriterium genannt wurde.

Das Ergebnis motiviert

Wer aus Kerzers oder Tafers wegzog, tat dies nicht aus Unzufriedenheit mit der Gemeinde, sondern weil in den meisten Fällen eine Veränderung der Haushaltform oder des Arbeitsortes anstand. Auch diese Erkenntnis aus der Umfrage freut die beiden Gemeindeschreiber und motiviert sie, sich weiter zu verbessern. «Es ist ein Ansporn, nicht stillzustehen und sich stets weiterzuentwickeln», sagt Erich Hirt, Gemeindeschreiber in Kerzers. Die Umfrageergebnisse würden in Kerzers in die Arbeit der Wirtschaftsförderungskommission einfliessen sowie in die Arbeitsgruppe für Standortentwicklung und Standortmarketing. Denn das Monitoring könne hilfreich sein, wenn es darum gehe, die Gemeinde zu vermarkten.

Konkrete Massnahmen müssten aufgrund der Resultate aber keine getroffen werden, so Erich Hirt. Auch in Tafers besteht gemäss Helmut Corpataux kein unmittelbarer Handlungsbedarf. «Nötig wäre jedoch die Genehmigung der Ortsplanungsrevision, um mehr Baueinheiten generieren zu können», sagt er. Denn die Nachfrage nach Bauland, nach Eigentumswohnungen und nach Wohnungen mit gutem Ausbaustandard sei stets vorhanden.

Um ein ganzheitliches Bild zu schaffen, wollen Tafers und Kerzers nächstes Jahr auch die ständig wohnhafte Bevölkerung nach ihrer Meinung befragen. Gut 3200 Einwohner zählt Tafers, Kerzers 4900. «Wir wollen tief greifender auf konkrete Bereiche wie beispielsweise Tagesstrukturen, den Werkhof, die Exekutive und allen voran die Verwaltung eingehen», erläutert Corpataux. Der Mitwirkungsprozess der Bürger sei bei der Entwicklung einer Gemeinde eminent wichtig. «Wir wollen stets ein offenes Ohr haben.» Tafers als Hauptort des Sensebezirks könne es sich zudem nicht leisten, stillzustehen.

 

Weltwoche: Tafers ist am attraktivsten

D ie Zürcher Beraterfirma IAZI untersuchte im Auftrag der Zeitschrift Weltwoche zum siebten Mal alle Schweizer Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern, 921 an der Zahl. Von diesen schaffte es Tafers auf den 34. Schlussrang und ist bestplatzierte Gemeinde des Kantons Freiburg. Gemessen wurden die Kategorien Arbeitsmarkt, Wohnen und Immobilien, Bevölkerungsstruktur, Steuerbelastung, Schulen und Bildung, ÖV und Verkehrserschliessung, medizinische Versorgung, Einkaufen, Kultur und Freizeit, Sicherheit und Kriminalität. Bei Tafers fielen unter anderem die Nähe zum Spital und zu Ärzten ins Gewicht – schaffte es Tafers doch im Bereich Gesundheit schweizweit auf Rang 24. Auch die 160 Wohnungen, die in den letzten Jahren entstanden sind, hätten sich positiv ausgewirkt. «Ich war sehr überrascht, als ich davon erfahren habe», sagt Syndic Josef Cattilaz. Vom Kanton habe er noch keine Gratulationen erhalten, sagt er mit einem Schmunzeln. In den Einzelkategorien schnitten auch andere Gemeinden gut ab. Alterswil hat etwa die niedrigste Kriminalitätsrate im Kanton Freiburg. ak

 

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